Gespräch Was treibt uns zur Kriminalität?

Portrait von Klaus Theweleit © Privat

So, 22.03.2020

Livre Paris, Porte de Versailles Hall 1

Livre Paris, Porte de Versailles Hall 1, scène Agora
boulevard Victor
75015 Paris

Veranstaltung abgesagt

Da Livre Paris abgesagt wurde, findet die Veranstaltung nicht statt.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.


Warum werden Menschen zu Straftätern? Was treibt uns zur Kriminalität? Diesen Fragen widmen sich der Autor Klaus Theweleit (Das Lachen der Täter, Residenz Verlag, 2015), der Psychiater Daniel Zagury (La Barbarie des hommes ordinaires, L’Observatoire, 2018) und der Historiker Marcin Wroński (Au nom de l'enquête, Actes Sud, 2020) im Gespräch mit der Literaturjournalistin Élise Lépine (France Culture). Dieses Podiumsgespräch findet im Rahmen der Reihe der „scène Polar“ der Pariser Buchmesse statt, die sich der Kriminalliteratur widmet.
 
Klaus Theweleit (*1942) studierte Germanistik und Anglistik. Er ist Literaturwissenschaftler, Kulturtheoretiker und Autor. Sein 1977/1978 erschienenes zweibändiges Werk Männerphantasien wurde zum Bestseller, mit dem er internationale Bekanntheit errang. Theweleit lehrte am Institut für Soziologie der Universität Freiburg. 1998-2008 war er Professor für Kunst und Theorie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Er lehrte mehrere Gastsemester an den US-Universitäten Dartmouth College, Santa Barbara, Charlottesville und Virginia.
 
Daniel Zagury (*1950) ist klinischer Psychiater. Er veröffentlichte mehrere Werke und zahlreiche Artikel zum Thema Eltern- und Serienmord sowie zu Leidenschaftsverbrechen. Durch Analyse der psychischen Prozesse, die zum Mord verleiten, gelingt ihm ein Vergleich zwischen Serientätern und Kriegsverbrechern. Als anerkannter Experte wurde Daniel Zagury von der französischen Justiz im Rahmen zahlreicher großer Prozesse beauftragt.
 
Marcin Wroński (*1972) ist Schriftsteller, Journalist und Verleger. Er studierte Literaturwissenschaften an der Katholischen Universität Lublin (Polen). Der Beginn seiner Karriere führt zurück in die 80er. In den letzten Jahren der kommunistischen Regierung Polens beteiligte er sich an den im Untergrund organisierten und unzensierten Publikationen. Er arbeitet als Journalist und Kolumnist mit dem polnischen Lokalradio TOP. Besonders bekannt wurde er durch seine Krimiromane über die Abenteuer des Kommissar Zyga Maciejewski im Lublin der 1930er und 40er Jahre. Er schrieb darüber hinaus Thriller wie Officium Secretum. Pies Pański, über die zweifelhafte Beziehung zwischen der katholischen Kirche und den politischen Machthabern der 80er Jahre, die bis zu Beginn des 21. Jahrhunderts andauerte.

Élise Lépine ist Journalistin und Literaturkritikerin. Ihr Interesse liegt insbesondere im Bereich der Kriminalliteratur und des roman noir. Sie arbeitet darüber hinaus für französische Magazine wie Transfuge, Livres Hebdo und GQ sowie die Reihe „Référence“ des Magazins Le Point, dass sich der Ideengeschichte widmet. Sie gehört weiter dem Kolumnisten-Kollektiv der Sendung Mauvais Genres des französischen Radiosenders France Culture an.
 
In Zusammenarbeit mit dem Salon du Livre de Paris und der Frankfurter Buchmesse

Zurück