Gespräch Aleida Assmann

Foto von Aleida Assmann © Corinna Assmann

Do, 13.02.2020

Goethe-Institut Paris

17, avenue d'Iéna
75116 Paris

Der europäische Traum. Vier Lehren aus der Geschichte

Das Symbol der EU ist der Sternenkreis. Seit langer Zeit wurde dieses Motiv im Rahmen der offiziellen Rhetorik der EU als Symbol für die „Einheit in der Vielfalt“ gesehen. Heute müssen wir uns jedoch mit größerem Ernst fragen: Was hält die Sterne noch zusammen und davon ab, auseinanderzufallen? Besitzt Europa ein Leitbild?

In Analogie zum ‚amerikanischen Traum’ entfaltet Aleida Assmann in diesem Buch den ‚europäischen Traum’ und meint damit vier Lehren, die die Europäer aus der Geschichte gezogen haben.

Im Gespräch mit Jens Althoff, Leiter des Frankreich-Büros der Heinrich-Böll-Stiftung, und Juliette Charbonneaux, Lehrbeauftragte am CELSA Sorbonne Université, geht die Autorin genauer auf ihre Thesen ein. Unter anderem soll beleuchtet werden, warum es gerade jetzt wichtig ist, sich für die Stärkung einer gemeinsamen europäischen Utopie einzusetzen und an fundamentalen Werten wie Freiheit und Frieden festzuhalten.

Aleida Assmann ist emeritierte Professorin für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Sie hat außerdem in Los Angeles, Princeton, Houston, Chicago, Wien und an anderen Orten gelehrt und geforscht und wurde vielfach ausgezeichnet, etwa mit dem Max-Planck-Forschungspreis (2009), dem Ernst-Robert-Curtius-Preis (2011), dem A.H.-Heineken-Preis für Geschichte (2014), dem Karl-Jaspers-Preis (mit ihrem Ehemann Jan Assmann, 2017), dem Balzan Preis (mit Jan Assmann, 2017) sowie dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (mit Jan Assmann, 2018). 
Aleida Assmann veröffentlichte zahlreiche Arbeiten zur englischen Literatur und zur Archäologie der literarischen Kommunikation. Seit den 1990er Jahren ist ihr Forschungsschwerpunkt die Kulturanthropologie, insbesondere die Themen kulturelles Gedächtnis, Erinnerung und Vergessen.

Juliette Charbonneaux ist Dozentin am CELSA (Centre d’Etudes Littéraires et Scientifiques Appliqués) Sorbonne Université und Mitglied des Laboratoire GRIPIC (Groupe de recherches interdisciplinaires sur les processus d’information et de communication). Nach dem Studium der Germanistik und Geschichtswissenschaften promovierte sie in Informations- und Kommunikationswissenschaften. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören politische Kommunikation, die mediale Darstellung Europas und europäischer Schlüsselfiguren sowie Konzepte und Herausforderungen des europäischen Journalismus. Im Mai 2019 hat sie die deutsch-französische Publikation Die bedeutendsten Texte, die Europa inspiriert haben / Les grands textes qui ont inspiré l’Europe herausgegeben.

Jens Althoff ist Leiter des Frankreich-Büros der Heinrich-Böll-Stiftung. Zuvor arbeitete er im Europaparlament in Brüssel, als Pressesprecher und Leiter der Pressestelle des Bundesvorstandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent am Journalisten-Kolleg der Freien Universität Berlin. Er hat Politikwissenschaft, Öffentliches Recht und Allgemeine Rhetorik in Tübingen und Paris studiert und am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der FU Berlin im Bereich Politische Kommunikation promoviert.
 
Im Rahmen des Projektes „Das politische Buch“ in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung Frankreich

 

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