Europa und sein Kolonialerbe. Berlin Perspektiven

Sammlung Ethnologisches Museum der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz Marion Benoit © Ethnologisches Museum der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

Do, 29.04.2021

Online

Online-Konferenz

Online - Konferenz: Diskussion zwischen Margareta von Oswald und Ayoko Mensah, im Rahmen der Ausstellung Memoria : récits d'une autre Histoire.

Die Konferenz findet im Rahmen des transnationalen Projektes des Goethe-Instituts "Everything Passes Except The Past" und des 2019 organisierten Workshops im Musée d'Aquitaine in Bordeaux, der dem kolonialen Erbe im öffentlichen Raum, in den Museen und den Archiven Europas gewidmet ist, statt.

Der FRAC hatte die Vorführung eines Filmes von Sammy Baloji mit einer Begegnung mit der Forscherin Lotte Arndt als Einführveranstaltung des Workshops in Bordeaux organisiert. Die Einladung von Margareta von Oswald, die auch am Workshop teilgenommen hat, möchte den Austausch und die Überlegungen, die 2019 initiiert wurden, ausbauen.

Seit einigen Jahrzehnten sind die Ethnologischen Museen Hauptakteure für die Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit. Im Mittelpunkt steht der Umgang mit dem kolonialen Erbe in Europa: als künstlerisch-diskursive Auseinandersetzung mit einer Vergangenheit, die in den Museen, im öffentlichen Raum und in Bildarchiven präsent ist und die die Vergangenheit und Gegenwart Europas hinterfragen.

Im Kontext dieses “größten Kulturprojektes Europas", erforscht das Humboldt Forum Berlin, Margareta von Oswald, verschiedene Kontroversen mit ethnografischen Studien der Abteilung ‘Afrika’ des Ethnologischen Museums Berlin.

Eine Begegnung vom Musée d’Aquitaine und dem FRAC Nouvelle-Aquitaine MÉCA, im Rahmen der Ausstellung Memoria : récits d’une autre histoire.

Mit Unterstützung des Goethe-Instituts Bordeaux und des Institut des Afriques. Onlineveranstaltung via Zoom.

Auf Anmeldung: reservation@frac-meca.fr
Der Zoomlink wird am Tag der Veranstaltung bestätigt.
Eingeschriebene Teilnehmer können Fragen und Beteiligungen in den Kommentaren veröffentlichen.
Direktübertragung der Veranstaltung über die Facebookseite des Frac @fracmeca und des Goethe-Instituts Bordeaux @goetheinstitut_bordeaux.

Margareta von Oswald ist eine deutsche Anthropologin, ausgebildet am Institut d'Études Politiques (Bordeaux), an der École Normale Supérieure (Paris), der École des Hautes Études en Sciences Sociales (Paris) und der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2016 arbeitet sie als Forschungsstipendiatin zum Thema Transformation von Museen und Kulturerbe im 21. Jahrhundert am Zentrum für anthropologische Forschung in Berlin. Auf der Grundlage einer zweijährigen Studie im Ethnologischen Museum Berlin (Deutschland) und im Königlichen Museum für Zentralafrika Tervuren (Belgien) analysiert Margareta von Oswald in ihrer Doktorarbeit die Umstrukturierungsprozesse und begleitenden Kontroversen anthropologischer Museen in Europa. Dabei interessiert sie sich insbesondere für die Art und Weise, wie Museen in der Gegenwart mit ihrem kolonialen Erbe umgehen. Von 2016 bis 2019 hat sie die Seminarreihe Rewriting the Colonial Past mitorganisiert: „Zeitgenössische Herausforderungen von Museumssammlungen“ (EHESS, Paris). Im Jahr 2015 kuratierte sie zusammen mit Verena Rodatus die Ausstellung Objektbiografien (Humboldt Lab Dahlem, Berlin).

Ayoko Mensah ist eine französisch-togolesische Kulturexpertin und Autorin. Seit 2016 arbeitet sie als Artist-Programmiererin und institutionelle Beraterin für die Afrika-Abteilung des Centre for Fine Arts (BOZAR) in Brüssel. Mensah, in Frankreich geboren und togolesischer Abstammung, hat die doppelte Staatsbürgerschaft, einen Abschluss in Kulturmanagement (MA) an der Universität Paris-Dauphine (Frankreich), in moderner Literatur (MA) an der Universität Sorbonne Nouvelle (Paris) und in Journalismus (CFPJ, Paris).  Mensah nahm am transnationalen Projekt des Goethe-Instituts "Everything Passes Except The Past" teil. 

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