Buchgespräch Andreas Reckwitz

Foto von Andreas Reckwitz © Jürgen Bauer

Mo, 28.02.2022

19:00 - 20:30

Goethe-Institut Paris

Die Gesellschaft der Singularitäten

Veranstaltung auf den 14. Juni verschoben

Das Buchgespräch wird auf den 14. Juni verschoben.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Das Besondere ist Trumpf, das Einzigartige wird prämiert, eher reizlos ist das Allgemeine und Standardisierte. Der Durchschnittsmensch mit seinem Durchschnittsleben steht unter Konformitätsverdacht. Das neue Maß der Dinge sind die authentischen Subjekte mit originellen Interessen und kuratierter Biografie, aber auch die unverwechselbaren Güter und Events, Communities und Städte. Spätmoderne Gesellschaften feiern das Singuläre.

In seinem preisgekrönten soziologischen Bestseller untersucht Andreas Reckwitz den Prozess der Singularisierung, wie er sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts in Ökonomie, Arbeitswelt, digitaler Technologie, Lebensstilen und Politik abspielt. Mit dem Anspruch einer Theorie der Moderne zeigt er, wie eng dieser Prozess mit der Kulturalisierung des Sozialen verwoben ist, welch widersprüchliche Dynamik er aufweist und worin seine Kehrseite besteht. Die Gesellschaft der Singularitäten kennt nämlich nicht nur strahlende Sieger. Sie produziert auch ihre ganz eigenen Ungleichheiten, Paradoxien und Verlierer.
Eines der meistdiskutierten Bücher der letzten Jahre.

Das Gespräch wird geführt von Christian Papilloud.

Andreas Reckwitz, geboren 1970, ist Professor für Allgemeine Soziologie und Kultursoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sein Buch Die Gesellschaft der Singularitäten wurde 2017 mit dem Bayerischen Buchpreis ausgezeichnet und stand 2018 auf der Shortlist des Sachbuchpreises der Leipziger Buchmesse. 2019 erhielt er den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Christian Papilloud, Inhaber des Lehrstuhles für Allgemeine Soziologie an der Universität Halle-Wittenberg, war vormals Inhaber des Lehrstuhles „Claude Lefort“ für Allgemeine Soziologie an der Université de Caen Basse-Normandie. Er promovierte 2001 in Lausanne und Paris mit einer Arbeit über Georg Simmel und Marcel Mauss (L'Harmattan).
 
Im Rahmen des Projektes „Die deutsche Bibliothek“ in Zusammenarbeit mit der Maison des Sciences de l'Homme und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD)

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