Filmvorführung Außenwahrnehmungen | Carte Blanche an die Hochschule für bildende Künste Hamburg

Rote Malam © Samuel Heinrichs

Di, 20.03.2018

Videodrome 2

49 Cours Julien
13006 Marseille

Rendez-vous avec le Goethe-Institut #16

Programm zusammengestellt von Helena Wittmann, Filmemacherin und Dozentin an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg (HFBK). 

Die Studierenden der HFBK kommen von überall und gehen überall hin. Das Programm zeigt Blicke von internationalen Studierenden auf Hamburg und von deutschen Studierenden auf andere Länder. Die unterschiedlichen Perspektiven finden jeweils eine starke filmische Form. Sie zeugen von einer Neugier am Außen und laden uns dazu ein, an den Auseinandersetzungen und Begegnungen der Filmemacher_innen teilzuhaben.

L’ÉTÉ ESPÉRÉ von Steffen Goldkamp (20 Minuten)
 
Zwei Jungs schieben ihre Mutter an die Glasscheibe der Aussichtsplattform des Eiffelturms, Touristen sind überwältigt von der Schönheit Versailles' und Paare küssen sich im goldenen Abendlicht auf dem Pont-Neuf, während eine junge Frau auf ihrem Wochenendurlaub in Paris versetzt wird.

WARTEN AUF DEN FRÜHLING von Manaka Nagai (4 Minuten)
 
Das “ Kigo” ist im Haiku unverzichtbar und steht für eine Jahreszeit. Yasujirô Ozu schrieb Zeit seines Lebens Haikus und verwendete oft “Kigo" in seinen Filmtiteln ("Late Spring", "Early Summer"). Aber mit sechzig verlässt er die Welt, ohne jemals einen Film mit einem Wintertitel gedreht zu haben. "Warten auf den Frühling" ist eine Hommage an den Regisseur und an Hamburg. 

TITAN von Johannes Frese (25 Minuten)

Le Port. Insel La Réunion. Ein Jugendlicher fordert Johannes Frese am Rande des Viertels Titan auf, ihm einen Euro zu geben. Der Filmemacher bietet ihm das Geld im Austausch für ein Foto. Als Antwort geht der Jugendliche mit einer Flasche auf ihn los. Wenige Tage nach dem Angriff begegnet er dem Vater des Jungen...
 
THAI PEOPLE ARE LIKE SILK von Tanita Olbrich (8 Minuten)

Die Kamera beobachtet alltägliche Rituale in Thailand ohne sie zu kennen. Unverständnis der Sprache und paradiesische Bilder paaren sich und verstärken das touristische Motiv.

NA? von Binbin Zhang (6 Minuten)
 
Der Film wird von einem Haus erzählt. Raum als Behältnis für Momente. Einige dieser Momente passieren nur einmal, andere wiederholen sich, geraten in eine Endlosschleife. Das Haus erzählt, was es sieht und fühlt. Es bewahrt all die Spuren, die seine Bewohner hinterlassen haben.
 
ROTE MALAM von Samuel Heinrichs (25 Minuten)
 
Ba’a, Rote, Kleine Sundainseln. Mitternacht bis Sonnenaufgang. Motorräder fahren vorbei und Menschen versammeln sich entlang einer dunklen Promenade zum Summen eines Generators. Über mehrere Nächte hinweg gedreht, folgt der Film Männern und Frauen, die auf die Rückkehr der Fischerboote warten.

Filmvorführung gefolgt von einem Gespräch zwischen Helena Wittmann und Jean-Baptiste Sauvage, Künstler, Dozent an der ESADMM und Mitglied des Redaktionskomitees der revue Dé(s)génération.


Veranstaltung im Rahmen des Projektes Focus Hambourg

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