Film Der Weidenbaum

Filmausschnitt aus 'Der Weidenbaum' Foto (Ausschnitt): © Cinematek Bruxelles

Sa, 24.03.2018

Cinéma L'Arlequin

76 rue de Rennes
75006 Paris

Samedis du cinéma allemand
Sohrab Shahid Saless: zwischen dem Iran und Deutschland

Regie: Sohrab Shahid Saless
Deutschland, 1984, O.m.fr.Ut., 96 Min.
Mit Josef Stehlík, Peter Staník, Milan Drotár
Präsentiert von Dario Marchiori, Dozent an der Universität Lyon2

Die Adaption einer kurzen Erzählung Anton Tschechows um einen Knecht, der Zeuge eines Mordes wird. Die literarische Vorlage ist nur vier Seiten lang. „Der Weidenbaum ist so kurz, daß man ihn während einer U-Bahn-Fahrt lesen kann!“ (Saless).
Der greise Archip, der am Wasser sitzt und fischt, beobachtet, wie ein Postkutscher, der täglich bei ihm vorbeifährt, einen Geldpostboten erschlägt und die Tasche mit dem Geld in einem hohlen Weidenbaum versteckt. Der alte Mann nimmt die Tasche an sich und geht damit in die Stadt, um die Tat anzuzeigen. Hier wird er von einem zum anderen Amt geschickt.

Sohrab Shahid Saless: Der 1944 geborene Iraner studierte in den 1960er Jahren in Wien und Paris, drehte anschließend im Iran eine Reihe von Kurz- und zwei auf internationalen Festivals gefeierte Langfilme, wanderte 1975 nach Westdeutschland aus, wo 13 weitere Regiearbeiten entstanden, und verbrachte seine letzten Lebensjahre in den USA. Sein Werk ist im deutschen Filmschaffen seiner Zeit und bis heute einzigartig: Momentaufnahmen, verwandelt in unnachahmliche, minimalistische Zeitbilder.


Bert Schmidt war jahrelang der Regieassistent von Sohrab Shahid Saless.
 

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