Vortrag Georg Baselitz und die Tradition der hässlichen Bilder

Dr. Cathrin Klingsöhr-Leroy; Ach rosa, ach rosa, Georg Baselitz Links: © Florian Holzherr, rechts: © Georg Baselitz 2018 / Jochen Littkemann, Berlin

Di, 25.09.2018

Museum Unterlinden

1, rue d'Unterlinden
68000 Colmar

Von Dr. Cathrin Klingsöhr-Leroy

Eine Vortragsreihe des Museums Unterlinden und des Goethe-Instituts im Rahmen der Ausstellung Corpus Baselitz erlaubt durch die Intervention von Spezialisten von der Frage des Körpers in der Kunst und/oder des Werks von Baselitz, neue Betrachtungsperspektiven über die Arbeit eines der bedeutendsten deutschen Künstler der Gegenwart zu öffnen.

„Georg Baselitz und die Tradition der hässlichen Bilder“
Seine Verwurzelung in einer spezifisch deutschen, romantischen Tradition der Malerei reflektierte Georg Baselitz mit folgenden Gedanken: „Mein Land ist Deutschland. Mein Ursprung ist Deutschland, und als Maler bin ich sozusagen zwei Deutsche. Die Tradition der deutschen Maler ist eine Tradition der hässlichen Bilder. Von Dürer über Caspar David Friedrich zu Nolde.“ – Er charakterisierte seine Malerei durch die ästhetische Kategorie des Hässlichen und verband so die tief emotionale Wirkung seiner Kunst mit dem expressiven malerischen Duktus, der sein Werk bis heute prägt.

Dr. Cathrin Klingsöhr-Leroy
Direktorin des Franz Marc Museums in Kochel a. See. Nach ihrem Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Deutschen Literaturwissenschaft in Regensburg, Bonn und Paris und einem Postdoktorandenstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft, absolvierte sie ein Volontariat bei den Bayerischen Staatlichen Museen. Anschließend war sie Kuratorin der Fritz-Winter-Stiftung bei den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Ihre Ausstellungen und Publikationen sind der Kunst des 20. Jahrhunderts gewidmet. Sie war außerdem Mitwirkende an der Publikation Georg Baselitz. Tierstücke: Nicht von dieser Welt (2014).

In Partnerschaft mit dem Museum Unterlinden

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