Vortrag Constantin Floros: Der Mensch. Die Liebe und die Musik

Porträt von Konstantin Floros Foto (Ausschnitt): © Silvely Mac Lean of Coll

Fr, 07.09.2018

Goethe-Institut Paris

17, avenue d'Iéna
75116 Paris

Anlässlich der Veröffentlichung seines Buches L'homme, l'amour et la musique (Éditions des Archives contemporaines, Paris, übersetzt von Geneviève Bégou), erschienen mit Unterstützung des Institut Universitaire de France, 2018 unterhält sich Constantin Floros (Professor Emeritus der Universität Hamburg) mit den Musikwissenschaftlern Marta Grabócz (Universität Straßburg und Institut Universitaire de France), Damien Ehrhardt (Universität Evry) und Joan Grimalt (Katalanische Musikhochschule, Barcelona).

„Musik ist kein bloßes Klangspiel, kein bloßes Tongewebe, sondern hat auch eine bedeutsame, psychische, geistige und soziale Dimension. Anders ausgedrückt: Ein musikalisches Kunstwerk ist nicht nur autonomes Artefakt, sondern auch document humain.“

Mit dieser These eröffnet der renommierte Forscher und Verfasser wichtiger Werke zur Musikgeschichte, Constantin Floros, sein breit angelegtes Plädoyer für eine „humane Musik“.

Frappierend und einleuchtend ist es für Leser zum Beispiel zu erfahren, dass es in Mozarts Musik ein ganzes Repertoire an Ausdrucksmitteln für Zärtlichkeit gibt und dass Schumanns Klaviermusik geheime Botschaften an die ferne geliebte Clara Wieck enthält. Des weiteren wird gezeigt, wie gerade in Wagners Musikdramen der Mensch, die Liebe und die Musik eine untrennbare Einheit eingegangen sind und dass in Richard Strauss‘ Oper Salome die Psychopathologie der Liebe Gestalt gewonnen hat.

Außerdem werden an Werken von Gustav Holst, Karlheinz Stockhausen, Olivier Messiaen und anderen Komponisten wichtige und aktuelle Themen einer „humanen Musik“ untersucht.

 
In Zusammenarbeit mit der Universität Straßburg und der Université d’Évry


 

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