Literaturgespräch Daniel Kehlmann

Porträt von Daniel Kehlmann Foto: Heinrich-Böll-Stiftung / Stephan Röhl (Flickr, CC-BY-SA 2.0)

Do, 05.03.2020

Goethe-Institut Paris

17, avenue d'Iéna
75116 Paris

Tyll

„Als lyrische und ironische Fiktion zugleich, fähig mit allen Genres, ob alt oder zeitgenössisch, von der Fernsehserie bis zum experimentellen Roman, zu konkurrieren, liest sich die Erzählung von Kehlmann mit Genuss. Sie gleitet von Szene zu Szene, als ob sie über eine furchterregende Landschaft den Balsam des Traums, und vielleicht der Hoffnung, legen würde.“ (Nicolas Weill, Le Monde des Livres)

In Anwesenheit des Autors und seiner Übersetzerin Juliette Aubert
Moderation: Nicolas Weill (Le Monde des Livres)
 
Tyll ist die Neuerfindung einer legendären Figur: ein großer Roman über die Macht der Kunst und die Verwüstungen des Krieges, über eine aus den Fugen geratene Welt.
Tyll Ulenspiegel - Vagant, Schausteller und Provokateur - wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Müllerssohn in einem kleinen Dorf geboren. Sein Vater, ein Magier und Welterforscher, gerät schon bald mit der Kirche in Konflikt. Tyll muss fliehen, die Bäckerstochter Nele begleitet ihn. Auf seinen Wegen durch das von den Religionskriegen verheerte Land begegnen sie vielen kleinen Leuten und einigen der sogenannten Großen. Ihre Schicksale verbinden sich zu einem Zeitgewebe, zum Epos vom Dreißigjährigen Krieg. Und um wen sollte es sich entfalten, wenn nicht um Tyll, jenen rätselhaften Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben.

Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, wurde für sein Werk mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt wurden ihm der Frank-Schirrmacher-Preis, der Schubart-Literaturpreis und der Anton-Wildgans-Preis verliehen. Sein Roman Die Vermessung der Welt ist zu einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit geworden, und auch sein Roman Tyll stand monatelang auf der Bestsellerliste und findet begeisterte Leser im In- und Ausland. Er lebt zurzeit in Berlin und New York.

Juliette Aubert wurde 1975 geboren und lebt in Hamburg. Sie übersetzt unter anderem Daniel Kehlmann, Mirko Bonné, Benedict Wells, Alissa Walser und Klaus Modick ins Französische sowie, in Zusammenarbeit mit Mirko Bonné, Victor Hugo und Georges Simenon ins Deutsche. Sie schreibt außerdem Gedichte und Kurzprosa auf Französisch und Deutsch und leitet Schreib- und Übersetzungsworkshops. Sie erhielt für Ihre Übersetzung von Ruhm von Daniel Kehlmann den Prix Cévennes für den besten europäischen Roman 2010.

Nicolas Weill ist seit 1995 Journalist bei Le Monde. Er schreibt regelmäßig für Le Monde des Livres. Der ehemalige Student der École normale supérieure ist auch Übersetzer für Hebräisch, Englisch und Deutsch. Er hat mehrere Essays über Antisemitismus und Geistesgeschichte veröffentlicht.
 
Im Zusammenarbeit mit Actes Sud

Zurück