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Statement des Goethe-Instituts im Vereinigten Königreich zum Brexit
Lasst uns Freunde bleiben

Kultur kennt keine Grenzen – und sollte auch keine kennenlernen.
© Pierre Alozie 2020

Kultur kennt keine Grenzen, davon sind wir am Goethe-Institut überzeugt. Doch der Brexit könnte Folgen für den Austausch im Kultur- und Bildungsbereich im Vereinigten Königreich nach sich ziehen. Lesen Sie in unserem Statement, wie das Goethe-Institut im Vereinigten Königreich damit umgeht und diskutieren Sie mit!

Der Austritt Großbritanniens aus der EU ist nun Realität. Für das Goethe-Institut, das sich als europäische Institution versteht, ist das natürlich sehr schmerzhaft. Gerade in diesen Zeiten kommt der Kultur- und Bildungspolitik große Bedeutung zu. Um die Folgen für den Austausch in diesen Bereichen so gering wie möglich zu halten, haben wir zahlreiche Gespräche mit unseren britischen und europäischen Partnern geführt und arbeiten noch enger mit ihnen zusammen.

Seit dem Brexit-Referendum sind die Kooperationsanfragen von unseren Partnern stetig gestiegen. Ähnlich wie bei anderen europäischen Kulturinstitutionen oder EUNIC, dem Netzwerk dieser Institutionen, das in London 31 Mitglieder hat. Das Goethe-Institut ist ein fester Teil davon. Die inner-europäische Zusammenarbeit im Vereinigten Königreich soll sich noch weiter intensivieren, insbesondere im Verbund von EUNIC.

2020 planen wir eine Reihe an Projekten, die sich mit Europa beschäftigen werden:

  • Mit Blick auf die anstehende EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands 2020 wird es auch in Großbritannien Veranstaltungen geben, bei denen etwa verschiedene Zeitzeugen*innen aus Europa zu Wort kommen oder Zitate europäischer Dichter*innen und Denker*innen in einem europaweiten Wettbewerb im Zentrum stehen werden.
  • Eine unserer neuesten Residenzen (Re)-Collecting Europe ermöglicht es jungen Journalisten*innen, durch das Vereinigte Königreich zu reisen und mit den Leuten vor Ort ins Gespräch zu kommen. Vor dem Hintergrund des EU-Austritts Großbritanniens sollen die sozialen und kulturellen Auswirkungen des Brexits auf die britische Zivilgesellschaft untersucht werden.
  • Ein jährliches Demokratieforum soll junge Menschen aus dem Vereinigten Königreich und Deutschland zusammenbringen. Das Forum wird der Frage nachgehen, wie Generationen von morgen Demokratie, Digitalisierung oder Gleichberechtigung gestalten wollen.
  • Die Nachfrage britischer Jugendliche an unseren Jugendförderprojekten ist stark gestiegen. Der Wirtschaftskreis Friends of the Goethe-Institut London fördert zwei Programme, die britischen Jugendlichen Reisen nach Deutschland und erste Erfahrungen mit verschiedenen Berufen und Kulturprogrammen ermöglichen. Beide Programme werden auch 2020 weitergeführt.   
  • Unser Netzwerk an Partnerschulen wächst ebenfalls: 2020 können wir gleich zwei neue PASCH-Schulen im Vereinigten Königreich begrüßen. Das Goethe-Institut betreut dann insgesamt elf PASCH-Schulen in England, Schottland und Nordirland. Die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) verbindet ein weltumspannendes Netz an Schulen, die eine besondere Verbindung zur deutschen Sprache und Kultur haben.
Daneben planen wir zahlreich weitere Veranstaltungen und Projekte, die sich mit Europa auseinander setzen werden. Details erfahren Sie zeitnah in unserem Newsletter oder auf unserer Webseite.
 
Das Thema Europa beschäftigt uns nicht nur angesichts des Brexits am 31. Januar 2020. Bereits seit Jahren planen wir Veranstaltungen in Regionen außerhalb Londons, die für den Brexit gestimmt haben.

Wir wollen Menschen von Europa überzeugen und zeigen:

Die EU ist keine gesichtslose Maschine. Sie ist die Vertretung von 508 Millionen Menschen, die in Frieden zusammenarbeiten und leben ... Europa ist unsere Familie.

Diese Slogans entwarf der deutsche Künstler Wolfgang Tillmans für die Anti-Brexit-Kampagne "Protect the European Union". Sie sind heute aktueller denn je.

Das Goethe-Institut versteht sich als eine Institution mit europäischem Auftrag:

  • Wir treten für die Vision eines integrierten Europas ein.
  • Wir stehen für ein offenes, tolerantes und demokratisches Miteinander ein.
  • Wir machen uns für einen gemeinsamen, aber trotzdem vielfältigen Kulturraum stark.
  • Wir verpflichten uns Werten wie Offenheit, Freizügigkeit, Gerechtigkeit und der Integration sämtlicher gesellschaftlicher Akteure.
Ein Blick auf die Weltkarte zeigt ganz deutlich: Das Vereinigte Königreich gehört zu Europa. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern – unabhängig davon, welches Abkommen das Land mit der EU aushandeln wird.
 
Diskutieren Sie mit uns über Europa in den Kommentaren oder den sozialen Medien mit dem Hashtag #SharedEurope! Bleiben Sie uns verbunden und schauen Sie vorbei: egal ob bei Veranstaltungen, Sprachkursen, in den Bibliotheken oder online.  
 
Ihr Goethe-Institut UK
31. Januar 2020

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