Jeffrey Cayzer

Jeffrey F. Cayzer studierte Deutsch, Französisch und Pädagogik an der Universität in Sidney sowie Theologie am Sidney College of Divinity. Zusätzlich absolvierte er eine Ausbildung zum Übersetzer und Dolmetscher in den genannten Sprachen und ist Mitglied der australischen Dachorganisation für Übersetzer und Dolmetscher (National Accreditation Authority for Translators and Interpreters). Zu Beginn seiner Karriere lehrte er Deutsch und Französisch an einem Gymnasium in Sidney, war aber auch als Pastor (Baptist) und Lehrkraft an verschiedenen höheren Bildungseinrichtungen tätig. Zur Zeit widmet Jeffrey Cayzer überwiegend dem Übersetzen von deutscher und französischer Literatur ins Englische.

 

Drei Fragen an Jeffrey Cayzer

War Übersetzer Ihr Traumberuf? Warum sind Sie Übersetzer geworden?

Die Idee zu übersetzen überkam mich relativ spät. Sie bot sich an, da es viele meiner Interessen miteinander vereint. Ich hatte das Glück, bei einer Konferenz einen Referenten (Professor John Webster von der Universität in Oxford) zu hören, der Werke des Theologen Eberhard Jüngel übersetzt hatte. Bei dieser Gelegenheit bot mir Prof. Webster großzügigerweise an, das zuletzt erschienene Werk von Jüngel selbst zu übersetzen.
Welches ist Ihr deutsches Lieblingsbuch und warum?

Ich habe kein Lieblingsbuch als solches. Meint man aber ein Werk, zu dem man häufig zurückkehrt, dessen Stil und Inhalt einen besonders anspricht, dann wäre ich ein Freund von Goethe und vielen anderen Dichtern (aber auch Philosophen und Theologen) des 18. und 19. Jahrhunderts.
Gibt es ein Buch, das Sie unbedingt übersetzen wollen?

Auch hier ist es schwer, sich auf etwas festzulegen. Es ist vielleicht überraschend, doch ich genieße es, gut geschriebene Detektivromane zu lesen. Sie bieten einen angenehmen Ausgleich zu meiner üblichen, relativ schweren Lektüre. Ich habe zum Beispiel fast alle Werke von Bernhard Schlink mit Freuden gelesen. Ausgehend von meinem Hintergrund in den Bereichen Geschichte, Literatur und Theologie, würde mich die Übersetzung eines Romans, vielleicht sogar eines historischen (Kriminal-) Romans sehr reizen.

Auswahl an übersetzten Titeln

  • Johannes Weiss: (Der erste Korintherbrief). Brill, (in Vorbereitung)
  • Albert Eichhorn: The Lord’s Supper in the New Testament and Hugo Gressmann (Das Abendmahl im Neuen Testament). Brill, 2008
  • Oswald Bayer: Freedom in Response (Freiheit als Antwort). Oxford University Press, 2007
  • Eberhard Jüngel: Justification: The Heart of the Christian Faith (Das Evangelium von der Rechtfertigung des Gottlosen als Zentrum des christlichen Glaubens). T & T Clark, 2001