Jane Dewhurst

Jane Dewhurst © Jane Dewhurst Geboren 1975 in Preston (England), Jane Dewhurst studierte in Cambridge und Berlin Übersetzen (Englisch<->Deutsch, Englisch<->Französisch) sowie Vergleichende Literaturwissenschaften mit besonderem Interesse an der deutschen Sprache des Mittelalters. Schon während des Studiums arbeitete sie in Deutschland und Frankreich als Deutschlehrerin. 

Weitere Tätigkeiten als Übersetzerin führte sie zu verschiedenen deutschen Verlagen, wo sie unter anderem als Redakteurin für die englischsprachigen Inhalte verantwortlich war.  Seit 2002 arbeitet sie außerdem als Lektorin für Sprachpraxis, Übersetzung und Landeskunde an verschiedenen Universitäten in Deutschland und in der Schweiz.  Neben der Arbeit an eigenen Veröffentlichungen im Bereich der Sprachwissenschaften ist Jane Dewhurst als Übersetzerin von Fachliteratur tätig.
 

Drei Fragen an Jane Dewhurst

War Übersetzer Ihr Traumberuf? Warum sind Sie Übersetzer geworden?

Nein, nicht wirklich. Ich habe einen Beruf in der Germanistik in England angestrebt, habe mich aber auch nebenher für die Übersetzung interessiert. Nur nach einer beruflichen Umorientierung (Abbruch meines Promotionsstudiengangs, neue Tätigkeit als Lektorin für Englisch, damit auch Auswanderung nach Deutschland und danach, in die Schweiz) hat sich die Übersetzung als nebenberufliche Tätigkeit angeboten.
Welches ist Ihr deutsches Lieblingsbuch und warum?

Ich habe als Student für die Theaterstücke von Georg Büchner und Heinrich von Kleist geschwärmt. Ich lese momentan Sommerhaus, später von Judith Hermann mit grosser Begeisterung. Mir fällt aber sonst nichts ein!
Gibt es ein Buch, das Sie unbedingt übersetzen wollen?

Ich würde gerne versuchen, Kinderliteratur zu übersetzen, z.B. von Janosch, oder die Karlchen-Geschichten von Rotraut Susanne Berner. In Kinderbücher findet man häufig eine überraschend schwierige Sprache: viel Dialog, aber auch häufig viele veraltete Formulierungen oder Lücken, die man mit der Fantasie ausfüllen soll. Sie idiomatisch zu übersetzen ist manchmal recht schwer, wie ich immer feststellen muss, wenn ich versuche, deutschsprachige Bücher spontan für meinen Sohn zu übersetzen.

Auswahl an übersetzten Titeln

  • Klaus Bergdolt: Wellbeing. A cultural history of healthy living (Leib und Seele). Polity Press, 2008
  • Ansgar und Vera Nünning: An introduction to the study of English and American literature (Grundkurs Literaturwissenschaft). Klett Sprachen, 2004