Christine Lo

Christine Lo (geb. Slenczka) hat seit 1998 für verschiedene britische Verlage gearbeitet. Zu ihren bisherigen Arbeiten gehört An Atlas of Remote Islands von Judith Schalansky (Penguin, 2010).

 

Drei Fragen an Christine Lo

War Übersetzer Ihr Traumberuf? Warum sind Sie Übersetzer geworden?

Eine Nebentätigkeit als Übersetzerin entstand aus meiner Arbeit als Lektorin im Verlagswesen und meinem Interesse an der deutschen Sprache und Kultur. Als ich in Frankfurt gelebt habe, war ich als Übersetzerin vollzeit angestellt.
Welches ist Ihr deutsches Lieblingsbuch und warum?

Knulp von Hermann Hesse, das ich mit sechzehn in englischer Übersetzung gelesen habe. Die wunderschöne Stimmung und Leichtigkeit hat mich zum Deutschlernen gebracht.
Gibt es ein Buch, das Sie unbedingt übersetzen wollen?

Ich würde gerne Eine Jugend in Deutschland von Ernst Toller übersetzen. Es ist eine faszinierende Autobiographie des deutsch-jüdischen Dramatikers, der im Ersten Weltkrieg für Deutschland kämpfte und aus dem Land vertrieben wurde, nachdem die Nazis an die Macht gekommen sind. Der Schreibstil ist so frisch und unmittelbar, und die Szenen springen von der Seite. Das Buch verdient es, besser bekannt zu sein.


  • Sendker, Jan-Philipp: The Language of Solitude (Das Flüstern der Schatten). Simon & Schuster, 2017
  • Sendker, Jan-Philipp: Whispering Shadows (Drachenspiele). Simon & Schuster, 2015
  • Schalansky, Judith: An Atlas of Remote Islands (Atlas der abgelegenen Inseln). Penguin, 2010
  • Zeh, Juli: Dark Matter (Schilf). Harvill Secker, 2010
  • Schulze, Ingo: `Why Chicago?´ (`Warum Chicago?´). Granta, 2009
  • Mehari, Senait: Heart of Fire (Feuerherz). Profile, 2005
  • Zeh, Juli: Eagles and Angels (Adler und Engel). Granta, 2002