Shaun Whiteside

Shaun Whiteside © Shaun Whiteside In Nordirland geboren und aufgewachsen studierte Shaun Whiteside Fremdsprachen am King´s College in Cambridge, wo er mit Auszeichnung abschloss. Zunächst arbeitete er als Wirtschaftsjournalist und Produzent beim Fernsehen, widmete sich dann aber hauptberuflich dem Übersetzen.

Er überträgt aus den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Niederländisch ins Englische. Zu seinen Werken aus dem Deutschen gehören Arbeiten von Freud, Schnitzler, Musil und Nietzsche. Kürzlich erschienen sind My Father´s Country von Wibke Bruhns (2009), The Weekend von Bernhard Schlink (2011) und Zoran Drvenkars Buch Sorry (2011). Für seine Übersetzung von Lilian Faschingers Magdalena the Sinner erhielt Shaun Whiteside 1996 den Schlegel-Tieck Preis.

Er ist ehemaliger Vorsitzender des britischen Übersetzerverbandes und lebt mit seiner Frau und einem Sohn in London.

 

Drei Fragen an Shaun Whiteside

War Übersetzer Ihr Traumberuf? Warum sind Sie Übersetzer geworden?

Ob ich schon immer Übersetzer werden wollte? Mein Wunsch war es auf jeden Fall etwas zu tun, das mit Reisen und Sprachen verbunden ist. Doch selbst während meiner Tätigkeit beim Fernsehen, die mich zu fernen Orten führte, kehrte ich immer zum Überstzen zurück. Zunächst als Zeitvertreib, später dann hauptberuflich.
Welches ist Ihr deutsches Lieblingsbuch und warum?

Wenn wir von Bücher in der deutschen Sprache reden, dann wäre es vermutliche etwas von Thomas Bernhard, vielleicht Holzfällen oder Wittgensteins Neffe.  Wenn Du aber klassische deutsche Literatur meinst, wäre mein Favourit Kleists gesammelte Werke: düster, humorvoll und seltsam. Oder Rilkes Gedichte.
Gibt es ein Buch, das Sie unbedingt übersetzen wollen?

Es gitb in der Tat ein Buch, das ich gerne übersetzen würde – ich würde mich sehr gerne an Uwe Tellkamps Der Turm versuchen. Es ist wäre ein gewaltiges Projekt, aber eins, das sich lohnen würde.

  • Susann Pásztor: A Fabulous Liar (Ein Fabelhafter Lügner). Atlantic Books, 2013
  • Wibke Bruhns: My Father’s Country (Meines Vaters Land). Heinemann, 2009
  • Thomas Hettche: What We Are Made Of (Woraus wir gemacht sind). Pan Macmillan, 2008
  • Sigmund Freud: Mourning, Murder and Melancholia (Trauer und Melancholie). Penguin, 2005
  • Sybille Steinbacher: Auschwitz: A History (Auschwitz). Penguin, 2004
  • Gert Ledig: Payback (Vergeltung). Granta, 2002