Chantal Wright

Chantal Wright © Kenny Lim Chantal Wright wuchs in Manchester auf. Sie studierte Romanistik und Germanistik an der Universität Cambridge und begann an der Universität von East Anglia ihre Promotion in literarischer Übersetzung, die sie 2008 abschloss.

Sie unterrichtete Übersetzungswissenschaften und Germanistik an verschiedenen Universitäten in Kanada, den USA und Großbritannien. 2011 wurde sie mit ihrer Übersetzung von Andreas Steinhöfels The Pasta Detectives (Chicken House, 2010) für den 'Marsh Award for Children’s Literature in Translation' nominiert. 2012 wurde sie für ihre Übersetzung von Tzveta Sofronievas Lyrikband A Hand Full of Water (White Pine Press, 2012) mit dem 'Cliff Becker Book Prize in Translation' ausgezeichnet.

 

Drei Fragen an Chantal Wright

War Übersetzer Ihr Traumberuf? Warum sind Sie Übersetzer geworden?

Ich habe es immer geliebt Sprachen zu lernen und hatte viel Freude an den Seminaren zur literarischen Übersetzung, die ich als B.A.-Student besucht habe. Als ich nach einigen Jahren als Englischlehrerin aus dem Ausland zurückkam, hatte ich das Gefühl, dass Übersetzung vielleicht etwas für mich sein könnte, und entschied mich, den Master in literarischer Übersetzung an der Universität von East Anglia zu machen. Ich habe das Studium genossen und fing sobald ich meinen Abschluss hatte an, mein Glück als literarische Übersetzerin zu versuchen. Direkt im Anschluss habe ich dann auch in literarischer Übersetzung promoviert und bin dadurch heute sowohl Praktikerin als auch Akademikerin.
Welches ist Ihr deutsches Lieblingsbuch und warum?

Was die Gegenwartsliteratur betrifft war Julia Francks Die Mittagsfrau atemberaubend und gerade habe ich Ferdinand von Schirachs unglaubliche Geschichten aus der Sammlung Verbrechen und Schuld verschlungen, in denen der Autor von seinen Erfahrungen als Strafverteidiger in Berlin berichtet. Wenn wir von Klassikern sprechen, würde ich Goethes Faust und Döblins Berlin Alexanderplatz nennen.
Gibt es ein Buch, das Sie unbedingt übersetzen wollen?

Berlin Alexanderplatz. Das ist ein Buch, mit dem man sich als Übersetzer über lange Jahre beschäftigen kann.

  • Yoko Tawada: 'Portrait of a Tongue': An Experimental Translation ('Porträt einer Zunge', aus der Sammlung Überseezungen).
  • University of Ottawa Press. 2013. Tzveta Sofronieva: A Hand Full of Water (Eine Hand voll Wasser). White Pine Press. 2012.
  • Milena Baisch: Anton and Piranha (Anton taucht ab). Andersen Press. 2013.
  • Andreas Steinhöfel: My Brother and I (Dirk und ich). Carlsen. 2011.
  • Andreas Steinhöfel: The Pasta Detectives (Rico, Oskar und die Tieferschatten). Chicken House. 2010.
  • Cornelia Funke: Princess Pigsty (Prinzessin Isabella). Chicken House. 2007.
  • Cornelia Funke: Pirate Girl (Käpten Knitterbart und seine Bande). Chicken House. 2005.
  • Zoran Drvenkar: Tell Me What You See (Sag mir, was du siehst). Chicken House. 2005.