Ein Zukunftspodcast des Goethe-Instituts London
Talking Culture

Schriftzug Talking Culture

Talking Culture ist eine Plattform für anregende Diskussionen über die Zukunft Europas, des Vereinigten Königreichs und der Welt. In spannenden Interviews mit Denkern und Akteuren der Kunst- und Kulturbranche wird der Frage nachgegangen, wie sich kreative Bereiche, entstehend aus der turbulenten Gegenwart, in der Zukunft entwickeln. Welche Rolle spielt Kultur in einer post-Brexit, post-COVID-19, post-kolonialen Welt? Und wie kann sie zu einer Zukunft beitragen, die Nachhaltigkeit, Zusammenarbeit, Vielfalt und Inklusion in den Vordergrund stellt? Das ist der Podcast des Goethe-Instituts London der die entscheidende Rolle und den Stellenwert von Kunst und Kultur in unseren Gesellschaften thematisiert.
 

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Talking Culture #10: Wie wir leben wollten

Talking Culture #10 Isabel Raabe, Thomas Schaupp © Andreas Roth; Luca De Vitis
Stellen wir uns ein Leben ohne Krisen, Katastrophen und Kriege vor. Wie würden Sie gerne leben? Und nun denken wir an das Jahr 2050. Wenn wir auf die Gegenwart zurückblicken, wie hätten wir dann gelebt haben wollen? In dieser Folge sprechen wir mit Kuratorin und Projektentwicklerin Isabel Raabe von Talking Objects Lab und Kurator und Tanzdramaturgen Thomas Schaupp, Teil des Kuratorenteams von Goethe Morph* Iceland: How We Always Wanted to Have Lived.


Isabel Raabe ist Kuratorin und Projektentwicklerin in Berlin. Sie studierte zeitgenössischen Tanz und Kulturmanagement und kuratierte zahlreiche interdisziplinäre und internationale Kunst- und Kulturprojekte. Sie interessiert sich für kuratorische und künstlerische Strategien, die westliche Perspektiven und Denktraditionen dekonstruieren. Vor kurzem initiierte sie das Projekt RomArchive – Digitales Archiv der Sinti und Roma. Isabel Raabe hat zudem das Projekt Talking Objects mitbegründet, welches aus dem Talking Objects Lab, das sie zusammen mit Mahret Ifeoma Kupka leitet, und dem Talking Objects Archive besteht, einem digitalen Archiv für dekoloniale Wissensproduktion, das 2024 eröffnet werden soll.
 
Isabel Raabe ist zusammen mit Mahret Ifeoma Kupka, Malick Ndiay (Musée Théodore Monod, Senegal), Njoki Ngumi (The Nest Collective, Kenia) und Chao Tayiana Maina (African Digital Heritage, Kenia) Teil des Kuratorenteams des Talking Objects Lab.

Thomas Schaupp ist Tanzdramaturg und Kurator. Zunächst als medizinischer Laborant ausgebildet, schlug er später neue Wege ein und absolvierte ein Bachelor-Studium der Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte in Berlin. Noch während des Studiums begann Thomas als Dramaturg in den Tanzszenen von Berlin und Bukarest zu arbeiten und widmete sich bald darauf ganz der freien Arbeit. Seitdem arbeitet er international mit Choreographen und Institutionen der darstellenden Künste in ganz Europa und darüber hinaus.

Thomas Schaupp ist Teil des Kuratorenteams von Goethe Morph* Iceland.

Talking Culture #9: Unrechtskontexte - Dismantling colonial legacies from Berlin to London

Talking Culture #9 Dan Hicks © Dan Hicks
Autor und Kurator Dan Hicks, vor allem bekannt durch sein Buch The Brutish Museums (2020), zieht eine Bilanz der Debatte über das fortdauernde imperiale Erbe in unseren Museen, Universitäten und der Gesellschaft. In dieser Folge spricht er über die jüngsten Ereignisse in Europa und Nordamerika – von der Entfernung von Statuen, der Umbenennung von Gebäuden und der Rückgabe von Objekten aus Kolonialmuseen. Wie können wir als Gesellschaft die Vergangenheit ändern? 
 


Dan Hicks, FSA ist Professor für zeitgenössische Archäologie an der Universität Oxford, Kurator für Weltarchäologie am Pitt Rivers Museum und Fellow des St. Cross College, Oxford. Sein jüngstes Buch ist The Brutish Museums: the Benin Bronzes, Colonial Violence and Cultural Restitution (Pluto Books, 2020). 

Talking Culture #8: Clubbing and culture in times of Covid

Talking Culture #8 Julia Huxtable © Julia Huxtable
Das Goethe-Institut London und Somerset House Studios haben gemeinsam ein neues internationales Residenzprogramm ins Leben gerufen. In Deutschland lebende Künstler*innen, die an der Schnittstelle von Musik, Kunst und Technologie arbeiten, werden mit diesem Programm unterstützt. Für die erste Residenz ab Oktober 2021 begrüßten wir die Künstlerin, DJane, Schriftstellerin und Performerin Juliana Huxtable. Wir sprechen mit ihr über ihre Einflüsse, Visionen, Meinungen, aber auch um über die aktuelle Situation von "Clubbing" in der Pandemie.
 


Juliana Huxtable ist eine einzigartige DJ und Musikerin, die die Strukturen der Musik als Medium in ihrem multimedialen Universum nutzt. Wo ihre visuelle Kunst und ihre Poesie die Komplexität des Begehrens in einem zunehmend von der Technologie vermittelten Leben steuern, nutzt ihre Musik die Klänge der Technologie selbst, um parallele Realitäten zu schaffen, die durch Rhythmus und harmonische Szenerien verkörpert werden.

In ihren Sets setzt sie geschickt die Idee des Samplings und Re-Bloggens als DJ-Strategie ein und mischt auf ekstatische Weise eine Reihe von Einflüssen an der Grenze zwischen Genre-Intuition und Experiment. Sie strebt nach dem Erhabenen in einer oft nur als Hexerei hinter den Decks zu bezeichnenden Séance von der Bühne aus; eine Behauptung der Freiheit und eine Ode an die evolutionäre Struktur der Subkulturen der elektronischen Musik zugleich.

Talking Culture #7: "A greener infrastructure for a sustainable metropolis"

EP 7 Natalie Taylor, Urban Radicals, Adam Harris © Natalie Taylor, Urban Radicals, Adam Harris
Die Künstlerin Natalie Taylor, das Architektur und Design-Kollektiv Urban Radicals und Landschaftsarchitekt Adam Harris sprechen über ihre SouthKenGreenTrail Installationen: "Foodbank for Pollinators" in Prince's Gardens und "Windflower" auf der Exhibition Road sind für eine grünerere Infrastruktur und mehr Nachhaltigkeit in London gedacht. Diese Folge bietet einen exklusiven Einblick in die kreative und nachhaltige Ideenfindung, den produktiven Denkprozess dahinter und die Konzeptionierung und Realisierung der beiden Installationen.
 

Talking Culture #6: "Notes from a Grown Up Country"

EP 6 John Kampfner © John Kampfner
Im Sommer 2020 veröffentlichte der britische Autor und Moderator John Kampfner sein neues Buch mit dem provokativen Titel Why the Germans Do It Better: Notes from a Grown-Up Country. In dieser Podcast-Episode teilen wir seine 2019er Brady Lecture unter dem gleichen Titel: Why the Germans Do It Better. Und ja, der Titel klingt nicht nur für uns etwas ungemütlich. Keine Sorge, es geht hier nicht um die Überlegenheit einer Nation über die andere, sondern viel mehr darum, was andere westliche Demokratien vom viel behandelten verinigten Deutschland nach der Wende lernen können, welches sie selbst mitgestaltet haben.
 


John Kampfner ist preisgekrönter Autor, Rundfunkmacher, Kommentator und eine treibende Kraft in der britischen Kreativbranche. Er war leitender politischer Korrespondent bei der Financial Times, politischer Kommentator für das Programm Today beim BBC und Herausgeber des New Statesman. Regelmäßig liefert er Beiträge für britische und internationale Medien. 2014 gründete Kampfner die Creative Industries Federation, wo er fünf Jahre lang als CEO tätig war. Daneben war er Gründungsvorsitzender der Turner Contemporary, einer der erfolgreichsten Kunstgalerien Großbritanniens.

Zu seinen Büchern zählen der Bestseller Blair’s Wars (2003) und Freedom For Sale (2009), das in die engere Auswahl für den Orwell-Preis kam. Kampfner ist Senior Associate Fellow am Royal United Services Institute (RUSI) und Berater der Frankfurter Buchmesse. Zusammen mit der Komikerin Shazia Mirza präsentiert er die Podcast-Reihe Pale, Male and Stale, die sich mit Politik und Identität befasst.

Sein neuestes Buchprojekt trägt den provokanten Titel Why the Germans Do It Better. Lessons from a Grown Up Country (Erscheinungsdatum Juli 2020). Als 1989 die Berliner Mauer fiel, arbeitete John Kampfner als Ostberlin-Korrespondent für den Telegraph. Dreißig Jahre später findet er ein anderes Land vor, das vor vielen Problemen steht: die sozialen Auswirkungen durch den Zustrom an Geflüchteten, der Aufstieg der AfD, eine sich verlangsamende Wirtschaft, einer alternde Bevölkerung, eine überholte Infrastruktur und eine anhaltende Zurückhaltung in der Auslandspolitik. Doch im Vergleich zu Trumps Amerika und Großbritannien, das vom Brexit-Chaos gebeutelten ist, besitzt Deutschland die politische Reife, die es dem Land ermöglicht, sich den Herausforderungen der heutigen Welt besser als andere zu stellen, so Kampfner.

Talking Culture #5: „What Does it Mean to Be European?“

EP 5 What Does it Mean to Be European © Simon Strauß / Alice Boyd
Mit dem Brexit im Rückspiegel hat die Debatte um den Sinn und Zweck der Europäischen Union eine neue Brisanz angenommen. In dieser Podcast-Folge haben wir zwei junge Intellektuelle, ein Engländerin und einen Deutschen, gegenübergestellt, um darüber nachzudenken, was dieser neue Sachverhalt für sie bedeutet. Alice Boyd ist Kompositeurin, Theatermacherin und Umweltaktivistin aus dem Vereinigten Königreich. Simon Strauß ist ein deutscher Historiker, Autor und Journalist. Beide wurden in der Europäischen Union geboren und nutzen ihre Arbeit dazu, kritisch zu hinterfragen, was dies bedeutet und was es bedeuten kann.
 


Alice Boyd ist eine Kompositeurin, Sounddesignerin, Theatermacherin und Umweltaktivistin, die zwischen London und Bristol lebt. In ihrer Arbeit nutzt sie Stimmen, Alltagsgeräusche und elektronische Texturen, um uns Geschichten aus unserer Umgebung und Umwelt zu erzählen. Sie wurde als eine der Sound and Music's New Voices Kompositeurinnen für 2020 ausgezeichnet, unterstützt von Arts Council England, dem Garfield Weston Foundation und der PRS Foundation.
 
Alice Boyd | Composer, sound designer, theatre maker, environmental campaigner

Simon Strauß ist ein deutscher Schriftsteller, Theaterkritiker und Historiker. Er studierte Altertumswissenschaften und Geschichte an der Universität Basel, der Universität Poitiers und der University of Cambridge.
2017 veröffentlichte er sein literarisches Debüt Sieben Nächte und im Sommer 2019 folgte sein zweites Buch Römische Tage. 2020 gab er das Buch Spielplan-Änderung! heraus.
Er ist Gründungs- und Vorstandsmitglied des Vereins Arbeit an Europa e.V. und gehört der Bayerischen Akademie der Schönen Künste als ordentliches Mitglied der Abteilung Darstellende Kunst an.

Simon Strauß @ Frankfurter Allgemeine Zeitung

Talking Culture #4: „Leading the Art World Towards Sustainability“

Die Ziffer 4 über dem Foto von Podcast-Teilnehmerin Iwona Blazwick Foto: Christa Holka
Kunst hat die Macht, die Welt zu verändern, indem sie ihren Fokus auf kritische und kontroverse Thematiken legt. Welche Verantwortung trägt die Kunstwelt jedoch selbst, interne Veränderungen vorzunehmen, wenn es um ihre eigenen nicht nachhaltigen und diskriminierenden Arbeitsweisen und Ausstellungen geht?
In der vierten Folge setzt sich Iwona Blazwick, Direktorin der renommierten Whitechapel Gallery im Osten Londons, mit diesen Fragen zur Zukunft von Museen und Galerien auseinander.
 


Iwona Blazwick ist Kuratorin, Kritikerin und Lektorin und ist seit 2001 Direktorin der Whitechapel Gallery in London. Davor war sie bei der Tate Modern und dem Institute of Contemporary Arts (ICA) in London und als unabhängige Kuratorin in Europa und Japan tätig.

Zu ihren jüngsten kuratorischen Projekten zählen William Kentridge: Thick Time (2016), Thomas Ruff Photographs 1979-2017 (2017), Mark Dion: Theatre of the Natural World (2018) und Michael Rakowitz (2019) an der Whitechapel Gallery sowie Carlos Bunga: The Architecture of Life am MAAT, Lissabon (2019), The Palace at 4am, eine Gruppenausstellung am Archäologischen Museum auf Mykonos (2019) und Sight, eine Einzelausstellung mit Antony Gormley und der Neon Foundation auf Delos (2019).

Iwona Blazwick hat zahlreiche Monografien und Artikel über zeitgenössische Künstler*innen geschrieben und zu Themen und Bewegungen in der modernen und zeitgenössischen Kunst, Ausstellungshistorien und Kunstinstitutionen veröffentlicht. Sie ist Series Editor der Whitechapel Gallery/MIT Documents of Contemporary Art.

Talking Culture #3: „'Some Kind of Tomorrow': Honoring the Visions of Black Feminist Creative Authors”

Die Ziffer 3 über dem Foto von Podcast-Teilnehmerin Sharon Dodua Otoo © Ralf Steinberger
Das kreative Schreiben schwarzer feministischer Autor*innen hat revolutionäres Potential. Ihr literarisches Schreiben fordert dominante Annahmen heraus und erweitert den Horizont des aktuellen Literaturpublikums. In dieser Folge ehrt die Aktivistin und Autorin Sharon Dodua Otoo ihre literarischen Vorfahr*innen und Mentor*innen, verurteilt die rassistischen Strukturen, die ihnen zu Lebzeiten die verdiente Anerkennung vorenthalten haben und erkundet, wie schwarzes feministisches kreatives Schreiben unsere Gesellschaft voranbringen kann.


Sharon Dodua Otoo (*1972 in London) ist Autorin und politische Aktivistin. Sie schreibt Prosa und Essays und ist Herausgeberin der englischsprachigen Buchreihe „Witnessed“ (edition assemblage). Ihre ersten Novellen „die dinge, die ich denke, während ich höflich lächle“ und „Synchronicity“ erschienen zuletzt 2017 beim S. Fischer Verlag. Mit dem Text „Herr Gröttrup setzt sich hin“ gewann Otoo 2016 den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2020 hielt sie die Klagenfurter Rede zur Literatur „Dürfen Schwarze Blumen Malen?“, die im Verlag Heyn erschien. Ihr erster Roman auf Deutsch „Adas Raum“ erschien im Februar 2021 beim S. Fischer Verlag. Politisch aktiv ist Otoo bei der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e. V. und Phoenix e. V. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Talking Culture #2: „Why Artists are Working with Blockchain to Reinvent the Arts"

Collage aus Porträtfotos von sechs Podcast-Teilnehmenden und der Ziffer 5. Fotos: privat; Skye Bougsty-Marshall (Laura Lotti)
Wie könnten die Kunst und Zivilgesellschaft jetzt, da die Welt einer neuen Wirtschaftskrise gegenüber steht, von Blockchain-Technologien profitieren? Erfahren Sie von Künstler*innen, Kutaror*innen, Technolog*innen und Forscher*innen, die mit Blockchain ihre Arbeit revolutionieren. In dieser Folge werden Ruth Catlow (Furtherfield), Ben Vickers (Serpentine Galleries) und Künstler*innenkollektiven von Berlin bis Moskau, die Teil der DAOWO Gobal Initiative sind, über diese Thematik sprechen. 


Ben Vickers ist Kurator, Autor, Verleger und Technologe. Er ist CTO der Serpentine Galleries in London, Mitbegründer von Ignota Books und Initiator der Open-Source Ordensgemeinschaft unMonastery

Ruth Catlo ist Künstlerin, Kuratorin und Forscherin im Bereich emanzipatorische Netzwerkkulturen, -praktiken und -poetik. Zudem ist sie künstlerische Direktorin von Furtherfield, einem gemeinnützigen, internationalen Community-Zentrum für Kunst, Technologie und sozialen Wandel, das sie 1996 zusammen mit Marc Garrett in London gründete. Mitherausgeberin von Artists Re:Thinking the Blockchain (2017); Kuratorin der Wanderausstellung New World Order (2017-18); Gemeinsam mit Ben Vickers leitet sie die preisgekrönte DAOWO Arts and Blockchain Lab-Reihe in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und ist Leiterin des Blockchain-Forschungslabors der Serpentine Galleries. Sie ist Direktorin von DECAL Decentralised Arts Lab, einer Initiative von Furtherfield, die sich der Mobilisierung von Forschung und Entwicklung durch führende Künstler verschrieben hat und Blockchain- und Web 3.0-Technologie für gerechtere, dynamischere und mehr vernetzte kulturelle Umweltforschung und Wirtschaftssysteme einsetzt. 
 

Dzina Zhuk ist Künstlerin und Technikwissenschaftlerin und lebt in Moskau und Minsk. Sie ist Mitglied der Gruppe eeefff und Flying Cooperation. Weiter ist sie Mitorganisatorin der jährlichen Veranstaltung WORK HARD! PLAY HARD! in Minsk. Ihr Alter-Ego Bitchcoin arbeitet mit Stimme, Audio, zukünftigen Beats und Sci-Fi-Synth. Zu ihren Hauptinteressen gehören unter anderem gefährdete Schnittstellen, die emotionalen Wirkungen von Algorithmen, die nicht-anthropozentrische Betrachtungsweise maschineller Intelligenz und imaginäre Szenarien der Gegenwart.

Nicolay Spesivtsev ist als Künstler und Forscher in Moskau und Minsk tätig. Mit einem technischen Hintergrund als Informatiker verbindet Spesivtsev einen kritischen Ansatz der Informatik, der mit rechnergestützten Wirtschaftssystemen und einem eigenartigen Futurismus verwoben ist. Er arbeitet mit Fantasien, die aus sich überschneidenden technologischen, wirtschaftlichen und politischen Landschaften in der heutigen Kultur geboren wurden. Zu seinen Interessen zählen aus gefühlsbetonter Arbeit erwachsende Solidarität, kritische Ansätze zur Emanzipation der Freude aus Assemblagen der Körper lebender Subjekte (sowohl menschliche als auch nicht-menschliche), Computersysteme, digitale Entkolonialisierung in Osteuropa und vieles mehr. Er ist Mitglied der Gruppe eeefff und Flying Cooperation. Weiter ist er Mitorganisator der jährlichen Veranstaltung WORK HARD! PLAY HARD! in Minsk.

Calum Bowden schafft Geschichten, Welten und Plattformen, die die Beziehungen zwischen Organismen und Algorithmen, zwischen Menschen und Nichtmenschen, zwischen der Erde und dem Kosmos völlig neu interpretieren. Er war Mitbegründer von Trust und Black Swan. Calum besuchte das Graduiertenkolleg am Strelka-Institut in Moskau. Er verfügt über einen Master in Design Interactions vom Royal College of Art und einen Bachelorabschluss in Anthropologie vom University College London.
 

Laura Lotti untersucht die Beziehungen zwischen technologischen, wirtschaftlichen und kulturellen Systemen. Laura ist Forschungspartnerin bei Other Internet und erforscht dort gemeinsam mit anderen die kopflose Dynamik in vernetzten Kulturen. Sie ist Mitbegründerin von Black Swan und Mitglied von Trust.
 

Episode #1: „Why Theatre Matters More Than Ever”

Episode #1: „Why Theatre Matters Now More Than Ever“ © Sharron Wallace
Einen Monat nach dem ersten Lockdown des Jahres 2020 haben wir Kris Nelson, den künstlerischen Leiter und CEO von LIFT (the London International Festival of Theatre) angerufen, um herauszufinden, wie die Theater und ihre Mitarbeitenden in solch einer Krise überleben. In dieser Podcastfolge kehren wir zu diesem Gespräch zurück, weil es einen besonderen Moment im Umbruch der Pandemie eingefangen hat und wir rufen Kris noch einmal – ein Jahr später – an, um herauszufinden, was sich verändert hat und wie sich seine Vorhersagen für das Theater geändert haben.
 


Kris Nelson is künstlerischer Leiter und CEO von LIFT, dem London International Festival of Theatre. Von 2013 bis 2017 war er Festivalleiter des Dublin Fringe Festivals.

In seiner Heimat Kanada gründete Kris Nelson Antonym, eine Agentur für darstellende Künste, und vertrat Theatre Replacement, Public Recordings und 2boys.tv. Er war Produzent und Encounters Curator für das Magnetic North Festival und initiierte und ko-kuratierte verschiedene Platformen, die sich für Künstertourneen einsetzt wie zum Beispiel PushOFF.

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