Diskussion Do we have to stop growth to save the planet?

Gespräche ©Neue Visionen

Do, 04.11.2021

19:00 GMT

Online

Online-Diskussion zu dem Film Oeconomia

Diese Veranstaltung findet begleitend zu der Filmvorführung von Oeconomia von Carmen Losmann statt, welcher für zwei Wochen auf Goethe on Demand frei als Stream zur Verfügung steht. Einfach unten auf den Link klicken.

In ihrem Dokumentarfilm Oeconomia versucht die Filmemacherin Carmen Losman zu verstehen, wie Vermögenskonzentration, Wirtschaftswachstum und Schulden im kapitalistischen System zusammenhängen. Ihr Ausgangspunkt ist die Frage, wie Geld generiert wird. Ihre Untersuchung zeigt, dass die Geldschöpfung ein kontinuierliches Wirtschaftswachstum voraussetzt. Geschäftsbanken vergeben Kredite an diejenigen, die sie in gewinnorientierte Aktivitäten investieren. Innovation und die Schaffung immer neuer Produkte und deren Konsum sind von zentraler Bedeutung für die Erzielung von Gewinnen. Die Finanzkrise von 2007/2008 schien auf eine mögliche Implosion dieses Systems hinzuweisen Doch zum Nachteil eines anderen Systems – des Ökosystems Erde - erholte es sich wieder. Wirtschaftswachstum, so wie wir es kennen, und ein gesunder Planet sind unvereinbar geworden sind. Muss also das Wirtschaftswachstum gestoppt oder gar zurückgeschraubt werden, um den Planeten vor weiterer Zerstörung zu bewahren? Oder ist Wirtschaftswachstum möglich, ohne den Planeten zu zerstören und wie würde das funktionieren?

Diese und andere Fragen diskutierten Frank van Lerven, Senior Economist bei der New Economics Foundation und Matthias Schmelzer, Co-Autor von The Future is Degrowth. A Guide to a World Beyond Capitalism.  (erscheint Juni 2022). Moderiert wurde ihr Gespräch von Dalia Gebrial, Autorin, politische Kommentatorin und Co-Präsenterin der aktuellen Podcast-Reihe Planet B - Everything Must Change.

Eine Aufzeichnung der Diskussion ist bis zum 13. November 2021 auf unserem Youtube-Kanal zu sehen.



Über den Film:

Woher kommt eigentlich das Geld? Dieser Frage geht die Regisseurin Carmen Losmann in ihrem aktribisch recherchierten Film nach.  Sie interviewt Banker, zeigt Gespräche zwischen ihnen und ihren Kund*innen, ihre Besprechungen. Sie agieren in Gebäuden aus Glas und Stahl. Zunächst erscheint alles transparent, doch wirklichen Durchblick erlauben weder die Architektur noch das System, was selbst für die Beteiligten offenbar schwer zu erklären ist. Ein um ein alternatives Monopoly versammelter "Rat" aus Expert*innen hilft ihr, durch die vielen Brechungen des System hindurch zu blicken. Auf einer simulierten Computer-Screen bricht sie ihre Erkenntnisse für uns  herunter. Die Dinge werden klar. Geld entsteht durch ständiges Wachstum, aber können wir uns das leisten und wird es die Erde überleben?
 
Im Verlauf der Arbeit an diesem Filmprojekt wurde mir klar, dass ich andere erzählerische Wege finden musste, um mich bestimmten ökonomischen Zusammenhänge zu nähern. Zu stark schienen mir meine Interviewpartner aus der Wirtschaftswelt eingefasst in einen ideologischen Frame, innerhalb dessen meine Fragen weder Platz hatten, noch verstanden wurden.
Carmen Losmann

Bitte beachten Sie, dass der Film auf Goethe on Demand ab 1. November verfügbar​​​​ ist.

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