Internationaler Hilfsfonds 2021

INTERNATIONALER HILFSFONDS 2021 Foto: Goethe-Institut

INTERNATIONALER HILFSFONDS 2021 PARTNERSTRUKTUREN ERHALTEN UND STÄRKEN

2020 initiierten das Auswärtige Amt und das Goethe-Institut in Reaktion auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kulturorganisationen im Ausland einen Internationalen Hilfsfonds. Unterstützt von weiteren Mittlerorganisationen, konnte der Hilfsfonds einen Beitrag zum Erhalt kultureller Partnerstrukturen im Ausland leisten und darüber zugleich gesellschaftliche Vielfalt und kulturelles Leben vor Ort stärken.

Für 2021 haben sich die Konsortialpartner des Internationalen Hilfsfonds auf die Fortsetzung der Förderung verständigt. Das Auswärtige Amt hat die Mittel auf rund 6 Millionen Euro verdoppelt. Damit konnte die maximale Einzelfördersumme auf 30.000 Euro erhöht und die Förderdauer auf 6 Monate verlängert werden. Das Goethe-Institut übernimmt erneut die gesamte Koordination. Weitere Mitglieder des Konsortiums sind auch 2021 die S. Fischer Stiftung und die Robert Bosch Stiftung, die ihren Mittelbeitrag auf 100.000 Euro verdoppelt hat. Die Deutsche UNESCO-Kommission, das Berliner Künstlerprogramm des DAAD und die Siemens Stiftung beteiligen sich mit eigenen Projekten.

Von September bis Dezember 2020 wurden 141 Projekte mit jeweils bis zu 25.000 Euro gefördert. Beworben hatten sich gut 440 ausländische Organisationen aus Kultur und Bildung in 75 Ländern. Das Auswärtige Amt stellte die Grundfinanzierung von drei Millionen Euro zur Verfügung. 

ANTRAGSVERFAHREN 2021

Die Bewerbung ist nur aus dem Ausland heraus und über die Auslandsinstitute des Goethe-Instituts, die Deutschen Botschaften oder die Konsortiumspartner Robert Bosch Stiftung oder S. Fischer Stiftung möglich. Organisationen in EU-Ländern, den USA oder Kanada sind von der Bewerbung ausgeschlossen. Über eine Förderung entscheiden mehrere Jurys, die sich aus Vertreter*innen des Konsortiums des Internationalen Hilfsfonds 2021 sowie externen Juror*innen mit regionaler Expertise zusammensetzen.

Ausschreibungsbeginn ist am 8. April 2021, Bewerbungsschluss am 7. Mai 2021.
Förderfähige Organisationen müssen folgende Kriterien erfüllen:

- Sie tragen zur Sicherung künstlerischer Freiheit und einer pluralistischen Gesellschaft bei

- Sie sind seit mindestens drei Jahren erfolgreich als Organisation tätig (diese Tätigkeit muss durch zwei zivilgesellschaftliche Referenzschreiben – „Civil Society Statements“ – belegt sein)

- Sie sind dem Goethe-Institut, der deutschen Botschaft/dem deutschen Generalkonsulat, der S. Fischer Stiftung oder der Robert-Bosch-Stiftung bereits durch frühere Zusammenarbeit bekannt (diese Kenntnis muss durch das „Institutional Statement“ der jeweiligen, eine Bewerbung um Förderung durch den Internationalen Hilfsfonds unterstützenden Partnerinstitution bestätigt sein)

- Sie sind durch die Folgen der Corona-Pandemie in ihrer Arbeit eingeschränkt und haben keine anderen Finanzierungsquellen zur Perspektiventwicklung verfügbar

- Sie sind fähig, internationale Fördermittel anzunehmen und deren Verwendung unter Beachtung des (deutschen) Vergaberechts und unter Einhaltung von Antikorruptionsstandards zu gewährleisten sowie durchgehend nachzuweisen

- Sie haben kein Insolvenzverfahren laufen oder anhängig

- Sie sind außerhalb der EU, den USA und Kanada ansässig


Unter diesem Link müssen sich Bewerber*innen für den Start  registrieren, sie bekommen dann eine Confirmation-Mail an ihre angegebene Mail-Adresse, wenn sie diesen aktivieren, landen sie direkt auf der Login-Page des International Relief Fund 2021.

Für allgemeine Fragen zum Internationalen Hilfsfonds 2021 wenden Sie sich bitte an:
hilfsfonds2021@goethe.de

 
Unterstützt werden können strukturfördernde Projekte, z.B.:

- sachlich und zeitlich begrenzte Projekte zum Infrastrukturerhalt oder –Wiederaufbau (zum Beispiel die Umrüstung eines Theaters auf Corona-Anforderungen, verbunden mit der Mietzahlung für den Zeitraum bis zur Neueröffnung)

- Anschubfinanzierungen für den Infrastrukturausbau zivilgesellschaftlicher Organisationen, um neue Projektformate zu ermöglichen (zeitlich befristete Personalkosten, Equipment, Qualifizierung & Professionalisierung, zum Beispiel die Schulung des Personals eines alternativen Kunstraums oder eines Medienbüros in Sachen Marketing / Ansprache neuer Zielgruppen, verbunden mit Gehaltszahlungen in dem Zeitraum des Projekts)

- Vorhaben, die einer (Neu)Vernetzung dienen (zum Beispiel die Ausrüstung eines Ensembles mit Aufnahme-Equipment, um auf diese Weise einen hochwertigen digitalen Auftritt zu ermöglichen)

- Vorhaben zur Entwicklung neuer, digitaler Formate und/oder Fortbildung und Qualifizierung im digitalen Bereich (zum Beispiel die Digitalschulung von Mitarbeitern einer Lesebühne, verbunden mit den regulären Gehaltszahlungen für die Projektlaufzeit sowie der Entwicklung eines neuen Webauftritts)