Vielfalt im Kaukasus

Gemeinsam für Vielfalt im Kaukasus

Das Transkaukasische Sommercamp in Georgien wurde in diesem Jahr erstmals um eine Folgebegegnung der Jugendlichen aus Georgien, Armenien und Aserbaidschan erweitert. Nach dem Camp setzten die Teilnehmenden Projekte zur Biodiversität in der eigenen Umgebung um, welche bei der jetzigen Veranstaltung präsentiert wurden. Gemeinsam entwickelten die Jugendlichen schließlich eine Charta zum Schutz des Kaukasus.
 

Gemeinsam für Vielfalt im Kaukasus Bildergalerie
Transkaukasisches Sommercamp
 
Das Transkaukasische Sommercamp in Georgien widmet sich Themen des Umweltschutzes, der Nachhaltigkeit sowie der Biodiversität und ist bereits eine Tradition. Es wird jährlich in Kooperation mit der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik organisiert und stellt ein Herzstück der PASCH-Arbeit im Kaukasus dar.
 
Auch im Jahr 2019 nahmen 41 Schüler*innen aus Georgien, Armenien und Aserbaidschan am Camp teil. Neun Tage lang vernetzten sie sich dort über Landesgrenzen hinweg, lernten gemeinsam Deutsch und beschäftigten sich im Projektunterricht mit Natur und Umwelt.
 
Wie viele unterschiedliche Insekten findet man in einem Busch? Kann Abfall auch eine Ressource sein? Warum sterben Tiere? Wo fliegen die Vögel hin? Diesen Fragen gingen die Schüler/innen gemeinsam nach. Ein großer Teil des Programms fand dabei direkt in der Natur statt.  Eigenes Entdecken und der persönliche Beitrag zum Umweltschutz standen dabei im Vordergrund.
 
Schulprojekte zur Biodiversität in der eigenen Umgebung
 
Um den Fokus auf die Umgebung und die persönliche Rolle der Jugendlichen zu verstärken, wurden die Teilnehmer*innen in diesem Jahr nach Abschluss des Sommercamps dazu eingeladen, Lebensräume in ihrer Umgebung zu erforschen und die Ergebnisse an den Schulen zu präsentieren. Es entstanden die unterschiedlichsten Projekte: Untersucht wurden beispielsweise der Buchsbrand in Motsameta/Georgien, Heilkräuter in Armenien und Schlangen auf der Pirallahi-Insel in Aserbaidschan.
 
Erarbeitung einer Charta zum Schutz des Kaukasus
 

Mit den Projektergebnissen im Gepäck trafen sich alle Teilnehmenden Anfang Oktober erneut in Georgien. Unter dem Motto „Biodiversität nebenan – Vielfalt im Kaukasus“ präsentierten sie bei einem Projektemarkt ihre Ergebnisse und entwickelten diese weiter. Auf Diabildern stellten sie künstlerisch dar, wie sie sich die Bergwelt in 30 Jahren vorstellen. Den Abschluss bildete schließlich die Erarbeitung einer Charta für den Kaukasus, in der die Jugendlichen ihre Forderungen in Bereichen wie Konsum, Abfall & Plastik, Mobilität, Klimaschutz und Biodiversität zusammentrugen. In diese Charta flossen die Erfahrungen aus der Sommerschule ebenso ein wie die eigenen Projektergebnisse.
 
Moderiert wurde dieser Prozess von Prof. Willi Linder und Dr. Birgit Karre von der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien.