Ausstellung TABULA RASA

Tabula Rasa Gabriela von Habsburg

4.05. - 29.06.2019

Innenhof des Georgischen National Museums, Rustaveli Prosp. 3

Tabula Rasa

Gabriela von Habsburg: 20 Jahre in Georgien

Kunsthalle Tbilisi ist ein mobiler Ausstellungsraum, der 2017 von der Dekanin der VAA[D]S (Visual Art, Architecture and Design School) der Freien Universität Tbilisi, Irena Popiashvili und Kunstvermittlerin Lika Chkuaseli gegründet wurde und der Bekanntmachung georgischer zeitgenössischer Kunst und Künstler dient.
 
Am 18. und 19. Mai 2018 organisierten die Kunsthalle Tbilisi und das Goethe-Institut Georgien eine Reihe von Gesprächen und Diskussionen über kritisches Schreiben, Kunstsammlungen und Museen, die im Rahmen der Tbilisi Art Fair (TAF) stattfand.
 
In diesem Jahr präsentieren das Goethe-Institut Georgien und die Kunsthalle Tbilisi in Zusammenarbeit mit dem Nationalmuseum Georgien Gabriela von Habsburgs Skulpturen in der Ausstellung „Tabula Rasa. Gabriela von Habsburg: 20 Jahre in Georgien“.

Die Ausstellung ist von Irena Popiashvili kuratiert.
 

Gabriela von Habsburg ist Künstlerin und Diplomatin und war von 2009 bis 2013 georgische Botschafterin in Deutschland; Zur Zeit ist sie als Professorin an der Freien Universität Tbilisi tätig. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, Georgiens internationales Profil auf der kulturellen Landkarte der Welt zu stärken. Die Ausstellung ist ihrem 20jährigen Wirken in Georgien gewidmet.
 
Im Innenhof des georgischen Nationalmuseums werden sieben abstrakte Kunstwerke aus verschiedenen Schaffensperioden der Künstlerin vorgestellt. Gabriela von Habsburg arbeitet hauptsächlich mit Edelstahl; ihre Kunst findet Ausdruck in diversen geometrischen Auführungen des Materials.
Zudem an der Ausstellung beteiligt sind vier Studierende der VAA[D]S: Giorgi Geladze, Giorgi Vardiashvili, Salome Chigilashvili und Lisa Tsindeliani. Wie der US-amerikanische Kunstkritiker Saul Anton im Ausstellungskatalog hervorhebt, ist es „offensichtlich, dass die Münchner Künstlerin nicht versucht hat, den Studenten in ihrer ästhetischen Wahl vorzugreifen, wie es in der Kunst so oft der Fall ist.“
„Tabula Rasa“ thematisiert die Parallelen zwischen den Kunstwerken Gabriela von Habsburgs und der Studierenden. Für die Künstlerin ist Georgien ein Land mit einer idiosynkratischen künstlerischen Identität frei von westlichem Einfluss, welches ihr ermöglicht, Kunst auf einem „unbeschriebenem Blatt“ zu schaffen. Den Nachwuchskünstlern wiederum, die ihre ersten Schritte im Kunstbetrieb wagen, dient das unmittelbare Umfeld als Inspirationsquelle -  frei von ihren Vorgängern.
 
Eigens für die Ausstellung hat Salome Chigilashvili eine dreidimensionale Soundinstallation konzipiert; Lisa Tsindelianis Stahlskulptur nimmt Bezug auf den Raum des Museumsinnenhofs. Giorgi Vardiashvili hat aus Gerüsten einen Triumphbogen konstruiert, der von Gerüstnetz umhüllt ist; Giorgi Geladze hat ein Banner mit Baumaterialien bemalt.

Die Ausstellung wird von einem Katalog mit Texten von Kimberly Bradley und Saul Anton begleitet.

Im Goethe-Institut ist eine Ausstellung ihrer Lithographie zu sehen
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Abgesehen von den ausgestellten Skulpturen finden sich in Georgien drei weitere Werke Gabriela von Habsburgs; die größte davon vor dem ehemaligen Präsidentenpalast in Tbilisi. Ein weiteres Werk steht im einem der zentralen Stadtparks, Mziuri; das dritte im Skulpturenpark der Hafenstadt Poti.

Gabriela von Habsburgs Kunstwerke wurden unter anderem in folgenden Museen ausgestellt: Museum Schloß Mochental, Museum Meiningen, Schlosspavillon Ismaning und Diözesan Museum Freising; zudem auf der Biennale Internationale Donna in Triest, Italien.
 

 

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