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Jazzmusik
" Kybernetische Performance" am Goethe-Institut

 " Kybernetische Performance" am Goethe-Institut
© Goethe-Institut Ghana/ John Owoo

Das Goethe-Institut Ghana bot dem GH Jazz Collective letzte Woche eine „kybernetische“ Plattform, um dem zunehmenden Bedürfnis von Musikern und anderen Zuhören nach Livemusik nachzukommen.

von John Owoo 

Ganz ohne die Unterstützung eines (begeisterten) Publikums trat die Band in den Räumlichkeiten des Goethe-Instituts Accra auf und zeigte eine lebendige Mischung aus Jazzmusik und subtilen ghanaischen Elementen, die sich durch ausgefeilte Improvisationen und ansteckende Rhythmen auszeichnete.

Mit Bernard Ayisa am Tenorsaxophon, Victor Dey Jr. an den Keyboards, Bright Osei am E-Bass und Frank Kissi an den Drums performte die Band mit großer Hingabe und zeigte im Laufe des Abends ihr herausragendes Können, eine starke Bühnenpräsenz und Kompositionen, die sich durch emotionale Kraft und feine Empfindsamkeit auszeichneten.


Einmal mehr bewies die Band ihre Professionalität mit einem breiten Repertoire , das von “Friends With Benefits”, “Highlife Suite”, “Mr. P.K. Ambrose” (Victor Dey jr.), “Spur of the Moment” (Bruce Winston) bis zu “Human Intent“ (Max von Broch) reichte, Kompositionen, deren Höhepunkte in reichhaltigen Klangfarben die Virtuosität der Künstler hören ließen.

Dieses Konzert, das auf den Webseiten des Goethe-Instituts Ghana und anderen Instituten und zahlreichen Social Media Kanälen zu sehen ist, ist Teil einer Strategie des Goethe-Instituts, das es sich zum Ziel gemacht hat, Künstler zu unterstützen. Dies geschieht u.a. dadurch, dass Performances jeglicher Art ins Internet verlegt werden, um die Einschränkungen der Künstler durch die Covid-19-Pandemie zu überstehen.

Die Coronavirus-Pandemie hat dazu geführt, dass Kunstveranstaltungen abgesagt und verschoben wurde und die Regeln für soziale Distanz und Quarantäne haben Livemusik-Shows so gut wie unmöglich gemacht. Dies ist besonders schwerwiegend in einer Zeit, in der Musik noch mehr als sonst gebraucht wird, um Angst, Stress und Depressionen zu bekämpfen.
  • Kybernetische Performance" am Goethe-Institut © Goethe-Institut Ghana/ John Owoo
  • " Kybernetische Performance" am Goethe-Institut © Goethe-Institut Ghana/ John Owoo
  • " Kybernetische Performance" am Goethe-Institut © Goethe-Institut Ghana/ John Owoo
  • " Kybernetische Performance" am Goethe-Institut © Goethe-Institut Ghana/ John Owoo

Ungeachtet dieser Einschränkungen sind zahlreiche Musiker, darunter viele, die Alben veröffentlicht und sich auf Tourneen vorbereitet haben, auch auf Social-Media-Plattformen aufgetreten und konnten so den Kontakt mit ihren Fans aufrechterhalten.

Trotz Bedenken über die Langlebigkeit des Live-Stream-Booms sagen Experten eine rosige Zukunft für Konzerte im digitalen Raum voraus. Wie auch immer – ein loyales Publikum wird für nachhaltige Online-Auftritte entscheidend sein.

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