Schnelleinstieg:
Direkt zum Inhalt springen (Alt 1)Direkt zur Sekundärnavigation springen (Alt 3)Direkt zur Hauptnavigation springen (Alt 2)

First Films First und der Fall „Her Job“
Von der Bedeutung, ein Debütant zu sein

Her Job
Her Job | Foto (Zuschnitt): © Homemade Films

Nikos Labôts Filmdebüt Her Job feierte seine Welturaufführung auf dem Internationalen Filmfestival Toronto 2018 und erntete Preise auf den Festivals in Warschau und Thessaloniki. Her Job ist der erste Film der Akademie des Goethe-Instituts „First Films First“, der fertiggestellt wurde, und bestätigt somit die Bedeutung dieses Programms für Filmemacher aus Südosteuropa.

Von Manolis Kranakis

Die Akademie „First Films First“ für junge Filmemacher aus Südosteuropa, die vom Goethe-Instituts 2016 ins Leben gerufen wurde, bietet mittels eines innovativen und intensiven Ausbildungsprogramms kostenlos wichtige Unterstützung für Regisseure an, die ihren ersten Langspielfilm realisieren möchten.

Renommierte Fachleute helfen den jungen Regisseuren als Tutoren, ihre Filmprojekte zu entwickeln. Das Programm ermöglicht ihnen den Zugang zur internationalen Berufsszene des Films, vermittelt die erforderlichen praktischen Kenntnisse in einem sich ständig ändernden Kontext aus erster Hand und verschafft Kontakte mit einigen der wichtigsten Entscheidungsträgern, Filmschaffenden und Experten in Europa.

Nikos Labôt Nikos Labôt | © Vladimir Živojinović
Aus dem Projekt Her Job, mit dem Nikos Labôt schon am ersten Zyklus „First Films First“ (2016/17) teilnahm, wurde eine griechisch-französisch-serbische Koproduktion, die 2018 auf dem Internationalen Filmfestival Toronto in der Sektion Discovery uraufgeführt wurde und auf dem Filmfestival Warschau mit dem Preis für den besten Debütfilm, dem FIPRESCI- & YOUNG FIPRESCI-Preis, sowie dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde, während auf dem Filmfestival Thessaloniki die Protagonistin des Films Marissa Triantafyllidou den Preis für die beste weibliche Rolle erhielt.

Das First Films First-Programm war für Nikos Labôt und seine griechische Produzentin Maria Drandaki sowohl auf theoretischer wie auf praktischer Ebene wertvoll:
„Ich kam zum First Films First mit der zehnten Arbeitsfassung meines Drehbuchs“, erzählt Nikos Labôt. „Trotzdem blieb noch viel Raum für Verbesserungen und Änderungen. Ich kam mit sieben anderen Regisseuren zusammen. Sie hatten Projekte in verschiedenen Entwicklungsstadien, einige hatten ein Treatment, andere ein mehr oder minder vollständiges Drehbuch. Ich konnte für mein Drehbuch teils eine Bestätigung finden, teils Gleichgewicht zwischen verschiedenen Schwerpunkten herstellen sowie den Blickwinkel des Films festlegen. Eine sehr große Hilfe war das Programm auch bei der Ausarbeitung der Charaktere. In der Diskussion mit den anderen Teilnehmern ist mir vieles klarer geworden.“
Her Job Her Job | © Homemade Films
„Das Programm First Films First ist für die Drehbuchentwicklung sehr hilfreich – je früher man in das Programm reinkommt, desto besser für den Film“, bemerkt Maria Drandaki. „Aber es geht nicht nur um das Drehbuch. Vor allem die praktische Seite ist sehr wichtig. Jeder Regisseur dreht eine Szene seines Filmes dort, wo der Workshop stattfindet. Das Probedrehen ist für Debütanten äußerst nützlich, sie machen sich ein Bild davon, wie ihr Film auf der Leinwand aussehen könnte. Nikos drehte seine Szene in Serbien mit serbischen Schauspielern. Als ich sie sah, war ich mir sicher, dass wir einen sehr guten Film machen werden.“

„Bei First Films First gibt es vier Etappen“, erklärt Nikos Labôt. „Und die ganze Zeit über entwickelt man das Drehbuch weiter. Während der zweiten Etappe beschäftigten wir uns mit der Bildgestaltung und der künstlerischen Leitung des Films. Die Dreharbeiten während der dritten Etappe fanden in Serbien statt. Dort lernte ich den deutschen Regisseur Andreas Dresen kennen, mit dem ich den realistischen Stil des Films besprochen habe. Und zum Schluß, während der Sofia Meetings in Bulgarien, ging es darum, dem Projekt eine Sichtbarkeit zu verschaffen, damit es bekannt und diskutiert wird.“
  • Nikos Labôt © Panagiotis Zeppos
  • Nikos Labôt © Panagiotis Zeppos
  • Nikos Labôt © Panagiotis Zeppos
„Es ist sehr wichtig für einen jungen Regisseur zu diskutieren, den Plan seines ersten Films zu überprüfen und vorzustellen, besonders jetzt, wo das Programm immer bekannter wird“ fügt Maria Drandaki hinzu. „Die Tatsache, dass das Programm seinen Fokus auf Südosteuropa richtet, gibt uns allen die Gelegenheit, eine neue Generation von Filmemachern und Produzenten aus einer sehr spannenden Region kennenzulernen.“

In den drei Jahren First Films First sind folgende Projekte aus Griechenland ausgewählt worden: 2016/17 Her Job von Nikos Labôt und Behind the Haystacks von Asimina Proedrou, 2017/18 Peter und der Wolf von Thanassis Neofotistos, und 2018/19 The River von Haris Raftoiannis.

Weitere Informationen zu First Films First lesen Sie auf der offiziellen Website:
firstfilmsfirst.com

Top