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Das Projekt
Bauhaus Imaginista

Bauhaus Imaginista Banner
@ mnp (www.mnpdesign.gr)

Das bauhaus imaginista ist ein umfassendes internationales Projekt anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Schule mit einem Schwerpunkt auf deren internationaler Verbreitung und Rezeption

Das Bauhaus war von Beginn an international ausgerichtet, Studierende und Lehrende kamen aus Europa und Asien, um sich der Schule anzuschließen. Es war durch Heterogenität gekennzeichnet und übernahm zu unterschiedlichen Zeiten Ideen aus der Arts-and-Crafts-Bewegung, von Sozialismus, Kommunismus und Spiritualismus, dem sowjetischen Konstruktivismus und dem Neuen Bauen. 1933 wurde die Schule von den Nationalsozialisten geschlossen und gewaltsam aufgelöst, woraufhin viele der Mitglieder Deutschland verlassen mussten; in der Folge strahlte das Bauhaus auch in Länder und Kulturen außerhalb Europas aus. In Zusammenarbeit mit Wissenschaftler*innen aus Brasilien, China, Indien, Japan, Marokko, Nigeria, Russland und den Vereinigten Staaten zeichnet bauhaus imaginista diese Ausbreitung in verschiedene Teile der Welt nach.

Die hier erkundeten Geschichten zeigen, wie das Bauhaus international in Verbindung mit anderen Schulen und Modernismen stand und wie die Konzepte des Bauhauses abgewandelt, angepasst oder zurückgewiesen wurden, wenn sie mit den Bedingungen vor Ort, den Kämpfen des Kalten Kriegs, der Politik der Blockfreiheit und mit Diktaturen, mit Prozessen der Dekolonisierung sowie Entwicklungsprojekten konfrontiert waren. Daraus ergibt sich eine neue Lektüre des kosmopolitischen Status des Bauhauses aus transhistorischer und transnationaler Perspektive sowie in Bezug auf zeitgenössische Fragen, die durch ein Netzwerk von Wissenschaftler*innen und Künstler*innen entwickelt wird.

bauhaus imaginista geht dabei von vier Gegenständen aus, zentralen Objekten des Bauhauses, die dazu dienen, vier thematische und konzeptuelle Kapitel zu entwickeln, die mit der Schule und deren Rezeption in vielfältigen Geografien verbunden sind. Diese Objekte sind: Das Bauhaus-Manifest von Walter Gropius (1919), das die Grundlage für Corresponding With darstellt, in dem die Reformpädagogik untersucht wird; Teppich, eine Zeichnung von Paul Klee (1927) für das Kapitel Learning From, das sich mit kultureller Appropriation befasst; ein bauhaus film von Marcel Breuer (1926), der Fragestellungen über die Entwicklung des Designs im Verhältnis zur Ideologie aufwirft; sowie Reflektorisches Lichtspiel, ein Lichtapparat von Kurt Schwerdtfeger (1922), aus dem das Kapitel Still Undead hervorgeht, das sich mit Licht- und Klangexperimenten beschäftigt.
Diese Wanderausstellung vereinigt Ideen, Forschung und Dokumentation von bauhaus imaginista. Der Künstler Luca Frei hat eine Struktur – teils Skulptur, teils Ausstellungsarchitektur – als einen Raum entwickelt, in dem sich die Besucher mit den vielen verschiedenen Ebenen des Projekts auseinandersetzen können. Es umfasst kuratorische Forschung, Texte und Bilder zu den vier Kapiteln sowie die Dokumentation des internationalen Programms von bauhaus imaginista aus dem Jahr 2018.

Zentral für die Installation ist ein Computerterminal, an dem die Besucher das Online-Magazin von bauhaus imaginista durchsuchen und Bild- und Textmaterial ausdrucken können, um sie in den bereitgestellten Mappen zusammenzutragen. Ein gesondertes Filmprogramm zeigt eigens produzierte Arbeiten der zeitgenössischen Künstler*innen und Wissenschaftler*innen Zvi Efrat, Kader Attia, der Otolith Group und Wendelien van Oldenburgh zu Themen und Geschichten des Bauhauses.

Das Projekt bauhaus imaginista anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Bauhaus“ ist eine Zusammenarbeit der Bauhaus Kooperation Berlin Dessau Weimar, dem Goethe-Institut und dem Haus der Kulturen der Welt; es wird finanziert durch das Auswärtige Amt und die Kulturstiftung des Bundes. Kuratiert wird das Projekt von Marion von Osten und Grant Watson in Zusammenarbeit mit einem internationalen Team von Wissenschaftlern.

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