Ausstellung ALWAYS STARTS WITH AN ENCOUNTER: WOLS / EILEEN QUINLAN

“wols/ eillen quinlan” © mnp (www.mnpdesign.gr)

Do, 17.03.2016 -
So, 08.05.2016

MUSEUM FÜR KYKLADISCHE KUNST

Megaro Stathatou
Vas. Sofias & Irodotou 1
Athen

IMMER BEGINNT ES MIT EINER BEGEGNUNG

„.....warum es einen Schatten in einer Küche gibt, es gibt einen Schatten in einer Küche, weil jeder kleine Gegenstand größer ist“ schreibt Gertrude Stein in der Passage „Roastbeef“ des zweiten Teils „Essen“ ihres Buches „Zarte Knöpfe“ aus dem Jahr 1914, in dem sie alltägliche, gewöhnliche Objekte und Gegenstände im Haushalt betrachtet.
 
Bei den Arbeiten des deutsch-französisch Fotografen, Malers und Grafikers Alfred Otto Wolfgang Schulze (1913 – 1951), bekannt als Wols, und der amerikanischen Künstlerin Eileen Quinlan (*1972) stehen Haushaltsobjekte – Käse, Bohnen, Fleisch, Schlamm, Stoffe, eine Hand, ein Gesicht – im Mittelpunkt. Es geht um konstante Aufzeichnungen, Repräsentationen von zeitlichen Abläufen und primärer Gegenständlichkeit.
 
Die Idee einer gemeinsamen Ausstellung der Fotografien von Wols und der Arbeiten der zeitgenössischen Künstlerin Eileen Quinlan (*1972) entstand vor zwei Jahren. Wols, einer der Wegbereiter der informellen Kunst (art informel), und Eileen Quinlan beginnen mit Sicherheit an einem unterschiedlichen Ausgangspunkt und kommen am Ende eventuell auch zu unterschiedlichen Ergebnissen. Ihre fotografische Fantasie bewegt sich um die sinnlichen (materiellen) Eigenschaften des Mittels und den daraus folgenden Fantasieerlebnissen des Reellen, des Gelebten. Die Doppelausstellung der beiden Künstler, die sowohl durch ihre unterschiedliche Epochenzugehörikeit als auch ihre fotografischen Techniken voneinander getrennt sind, schafft einen Raum, in dem Parallelismen (das Spiel der Versetzung) entstehen und sich Fragen ergeben (die Fotografie als materielles Objekt).
 
Die Ausstellung versucht, den Formen der Visualität nachzugehen und Parallelen zwischen den Arbeiten von Wols und Quinlan aufzuspüren. Dieser Ansatz geht über die anerkannten (hierarchischen) Gesetze der Kunstgeschichte, die historische Klassifizierung und die Bewertung des fotografischen Mittels hinaus.
 
„Immer noch in der Zukunft, immer schon in der Vergangenheit, ewig in der Gegenwart.....“. „Ach, du warst in abgelebten Zeiten meine Schwester oder meine Frau“, schrieb Goethe. (Maurice Blanchot, in seinem Essay „Der Gesang der Sirenen“; Begegnung mit dem Fantastischen, 1959)

Kuratorin: Helena Papadopoulos
 
Eröffnung: 17. März, 20.00 Uhr
Öffnungszeiten:
Montag, Mittwoch, Freitag, Samstag: 10.00-17.00 Uhr
Donnerstag:10.00-20.00 Uhr
Sonntag: 11.00-17.00 Uhr
Dienstag: geschlossen
 
Rahmenprogramm
 
Die Ausstellung wird von einer Vortragsreihe über (aber nicht ausschließlich) das Werk der beiden Künstler begleitet. Die Idee der Formlosigkeit (informel) erfindet sich in einem modernen Rahmen neu. Was ist eine Fotografie? Wie steht sie zu der Frage der Nachbildung und Entfernung? Ist sie eine Fiktion? Etwas Einmaliges? Eine temporale Öffnung in die Welt beinahe ausschließlich durch Licht und Schatten?
 „Wols und Surreale Fotografie“, Vortrag von Olivier Berggruen & Artist’s talk mit Eileen Quinlan
Moderation: Helena Papadopoulos
18. März, 19.00 Uhr
Auditorium des Museums für kykladische Kunst
Sprache: Englisch
Preis: 5€ | Für Freunde des Museums: Eintritt frei
 
Ausstellung Walkthrough mit Helena Papadopoulos
24. April, 12.00 Uhr
Megaro Stathatou
Sprache: Griechisch
Der Einlass erfolgt gegen Vorlage der Ausstellungseintrittskarte oder mit Einlasskarten. 

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Gerhard Bach (Eröffnungsvortrag, Workshop)
 

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