Buchpräsentation und Diskussion Charlotte Beradt: Das Dritte Reich des Traums

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Mi, 11.11.2015

Goethe-Institut Athen

Omirou 14-16
106 72 Athen

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Von 1933 bis 1939 hat die deutschjüdische Journalisten Charlotte Beradt, spätere Freundin und Übersetzerin von Hannah Arendt, Träume deutscher Bürger, Juden und Nichtjuden, gesammelt, die, wie sie selbst, unter den Vorzeichen des Dritten Reichs lebten.
In Folge hat sie die Träume verschlüsselt und, nachdem sie sie in ihrer Bibliothek versteckt hielt, ins Ausland geschickt, wo sie ab 1939, nach der Flucht nach New York, die Traumberichte in einer Sammlung zusammenführte.

In ihrem Buch zitiert und kommentiert Beradt die aufgezeichneten Träume, wobei sie die Frage aufkommen lässt, inwieweit der Schlaf in der Zeit des Nationalsozialismus eine rein private Angelegenheit war.

Die Träume dieser Sammlung werden damit zu einer historischen Quelle und erzählen vom Leben unter der ständigen Bedrohung eines Terrorregimes.

Über die interessante Entstehungsgeschichte der Erstveröffentlichung und die Herausforderungen der griechischen Übersetzung diskutieren Vicky Iakovou, Lektorin für Politische Philosophie in der Fakultät für Soziale Anthropologie und Geschichte, Universität der Ägäis und Jannis Kalifatidis, Übersetzer, mit dem Publikum.
 
Die griechische Ausgabe des Buches erscheint erstmals im Verlag Agra im November 2015.
 
Agra Publications
 

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