Film „Die dritte Generation"

Die dritte Generation © RWFF

Sa, 17.12.2016

Goethe-Institut Athen

Omirou Str. 14-16
Athen

„In einem Jahr mit 13 Monden“

19:00  Die dritte Generation (1978, 110‘)
(Deutsch mit griechischen Untertiteln)
 
Einführung: Kostas Kalfopoulos, Autor, Journalist
 
Darsteller: Volker Spengler, Bulle Ogier, Hanna Schygulla, Harry Baer, Vitus Zeplichal, Udo Kier, Margit Carstensen, Günther Kaufmann, Eddie Constantine u.a.

 
Winter 1978/79 in Westberlin. Eine Gruppe junger Leute, durch Geheimnistuerei (Code-Wort: „Die Welt als Wille und Vorstellung“) und blinden Aktionismus, nicht durch politische Überzeugungen miteinander verbunden, setzt sich in den Untergrund ab …
Am 27. Februar, dem Karnevalsdienstag, entführen diese Jung-Terroristen den Vertreter einer amerikanischen Computerfirma.
 
„Das bezieht sich auf die drei Generationen des Terrorismus, ein Thema, das leider etwas modisch ist. Die erste Generation war die von ΄68. Idealisten, die die Welt verändern wollten und sich einbildeten, sie koennten das mit Worten und Kundgebungen tun. Die zweite, die Baader-Meinhof-Gruppe, ging von der Legalität zum bewaffneten Kampf und der totalen Illegalität ueber. Die dritte ist die von heute, die einfach agiert, ohne zu denken, die weder eine Ideologie noch eine Politik hat und die, sicher ohne es zu wissen, sich wie eine Schar von Marionetten von anderen lenken lässt. 
Eine Komödie, oder besser ein Gesellschaftsspiel zum Thema Terrorismus. In sechs gleichen und doch grundverschiedenen Teilen. Beissend und verlachend, mit Gefühlen und Spannung, Polemik und Karikatur, Brutalitaet und Dummheit, in einer Atmosphäre wie im Traum, wie im Maerchen. Wie die Märchen, die man Kindern erzählt, damit sie ihr Leben als lebendig Begrabene besser ertragen“.

Rainer Werner Fassbinder, 1978
 
 21:00  „In einem Jahr mit 13 Monden“ (1978, 124‘)
(Deutsch mit griechischen Untertiteln)
  „In einem Jahr mit 13 Monden“ © 2015 STUDIOCANAL GmbH Einführung: Betty Vakalidou, Autorin, Schauspielerin und Loukas Katsikas, künstlerischer Leiter des Festivals „Premieren-Nächte“
 
Darsteller: Volker Spengler, Ingrid Caven, Gottfried John, Elisabeth Trissenaar, Eva Mattes, Günther Kaufmann, Liselotte Pempeit u.a.
 

Fünf Tage lang folgt Fassbinder seinem Transsexual-Protagonisten durch die Hölle menschlicher Existenz, zeigt die Main-Metropole Frankfurt als einen Ort totaler Beklemmung, als einen Ort, an dem nur noch Verrückte und Perverse herumlaufen.
 
„Der Film wird von den Begegnungen eines Menschen während der letzten fünf Tage seines Lebens erzählen und versuchen, anhand dieser Begegnungen herauszufinden, ob die Entscheidung dieses Menschen, dem letzten dieser Tage, dem fünften also, keinen weiteren folgen zu lassen, abzulehnen, zu verstehen wenigstens oder vielleicht gar akzeptiert ist“.
Rainer Werner Fassbinder, 1978
 

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