PRÄSENTATION/GESPRÄCH Die Berliner Kunstzeitschrift „Texte zur Kunst“

Texte zur Kunst © Texte zur Kunst

Do, 09.03.2017

Goethe-Institut Athen

Omirou Str. 14-16
Athen

Fokus auf die März-Ausgabe „Wir sind ihr“

Eine Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgenössische Kunst Radio Athènes
 
Die Chefredakteurin Caroline Busta und die Redakteurin Anke Dyes präsentieren die Berliner Kunstzeitschrift „Texte zur Kunst“, insbesondere die März-Ausgabe mit dem Titel „Wir sind ihr“, und diskutieren mit dem Publikum. 
 
Seit der ersten Nummer im Jahre 1990 erforschen die Texte zur Kunst Entwicklungen im Raum der Ästhetik und der Politik. Im Heft Nr. 105 mit dem Titel “Wir sind ihr / They are us / Είναι εμείς" untersuchen wir nationalistische, konservative und rassistische Weltanschauungen, die in letzter Zeit in Europa und den USA immer sichtbarer geworden sind. Im Mittelpunkt des von Helmut Draxler, Isabelle Graw und Susanne Leeb zusammengestellten Heftes stehen verschiedene Formen der Bewegung, der Migration und der Grenzpolitik sowie jener entscheidende Punkt, an dem liberale Institutionen unfähig werden, die "Wahrheit" zu erfassen.

In den Seiten des Heftes 105 wird der Frage, welche Herausforderung Flucht und Migration für das politische Denken bedeuten, besondere Aufmerksamkeit gewidmet – sie werden hier als Krise der EU und der Werte der Aufklärung im demokratischen Westen allgemein verstanden. In diesem Sinne fragen wir zum Beispiel: wie kann der Begriff "Gastfreundschaft", so wie ihn Derrida definiert (als Kritik der Überzeugung Kants, dass sie bedingt ist), unter diesen Umständen gedacht werden? Was passiert, wenn Politik der Identität identitär wird und fanatische Extreme sich diese Politik aneignen? Und was für Beziehungen ergeben sich, wenn wir von "Integration" sprechen (und eben, wenn wir als "wir" sprechen)? Wer "wir"? Und wer sind "die"? Und sind die auch "wir"?

Caroline Busta ist Chefredakteurin von Texte zur Kunst. Bevor sie 2014 nach Berlin zog, war sie Redakteurin bei Artforum. Von 2006 bis 2008 war sie Ko-direktorin der Miguel Abreu Gallery in New York. Sie hat Essays und Katalogtexte über Künstler wie Merlin Carpenter, Bernadette Corporation und Bjarne Melgaard veröffentlicht. Ihr Interesse liegt in den Beziehungen der Kunst zur Popkultur und Körperbild.
 
Die Künstlerin Anke Dyes ist seit Sommer 2016 Redakteurin bei Texte zur Kunst. Zuvor war sie Mitarbeiterin im Fachbereich Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Sie veröffentlicht zudem das Online-Magazin „The Critical Ass“ und veranstaltete zuletzt das Symposium „Hazy borders of the heart“. Sie beschäftigt sich mit Themen der Performancekunst und der Konsumkritik.
 

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