Harun Farocki (1944-2014) – Filmemacher, Autor

Harun Farocki © Harun Farocki

„Leben BRD“, „Stilleben“ und Filme über Arbeit

Harun Farocki (1944-2014) - Biografie

Für den renommierten Filmessayisten Harun Farocki war „Sehen“ ein politischer Akt und die Kritik dieses Aktes war das Leitmotiv seiner Filmen, Schriften und Installationen. Seine Interessen umspannten Themen wie institutionelle Überwachungs- und Machtmechanismen, Produktionsprozesse und menschliche Arbeit, Automatisierung, virtuelle Realität, Technologien, mediale Abbildung der Wirklichkeit, Bildwahrnehmung und Bildkultur …
 
Über 40 Jahre war Harun Farocki als Filmemacher und Autor tätig. Sein filmisches Werk, mehr als 100 Produktionen für Fernsehen und Kino, wird seit Mitte der 1990er Jahre in internationalen Kunstausstellungen und Museen gezeigt.
Documenta X (1997) präsentierte „Stilleben“, documenta XII (2007) „Deep Play“ und „Leben BRD“.
In unserem Programm „apropos documenta“ zeigen wir „Stilleben“ und „Leben BRD“ aber auch Filme über Arbeit: „Arbeiter verlassen die Fabrik“ und einen Teil eines seiner letzten Projekte mit Antje Ehmann „Labour in a single Shot/Eine Einstellung zur Arbeit“.

Die dreitägige Veranstaltung begleiten mit Einführungen Elena Papadopoulou, Kunsthistorikerin und Leiterin des Instituts für Zeitgenössische Kunst „Radio Athènes, und George Drivas, Bildender Künstler und Filmemacher.