Film Leben BRD (1990, 83‘)

Harun Farocki (1944-2014) © Goethe-Institut Athen/Vangelis Patsialos

Di, 28.03.2017

Goethe-Institut Athen

Omirou Str. 14-16
Athen

Einführung: George Drivas, Bildender Kuenstler, Filmemacher

„Man könnte Farockis filmischen Reflexionen den Baudrillardschen Gedanken zuordnen, daß heute nicht mehr, wie noch in einer Erzählung von Borges, eine Landkarte an ein bestimmtes Gebiet angeglichen wird, sondern daß jene der Wirklichkeit als Simulakrum vorausgeht.
Dies veranschaulicht Farocki insbesondere in LEBEN - BRD (1990). Menschenkörper agieren dort wie Maschinen oder schließen sich an Maschinen an, während Puppen und Gestelle anstelle von Menschen proben. Ob Autoschlüssel, Waschmaschinen, Hebammen, Fahrschüler oder Versicherungsvertreter alle fügen sich in die moderne absurde Welt einer Risikogesellschaft: ein einziges Proben für den Ernstfall, den Notfall, den Unfall in allen Sektoren der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Welt“.

Christa Blümlinger, 1996

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