Ausstellung & Workshops ACTOPOLIS | Die Kunst zu handeln

Actopolis @Michael Pappas

Fr, 03.11.2017 -
Do, 16.11.2017

ASFA

Hochschule der Bildenden Künste - ASFA (Peiraios 256)
„Nikos Kessanlis“ – Ausstellungshalle

Eröffung:  Freitag, den 03.11.2017 um 19:00 Uhr.

Die instabilen Ökonomien, die Schwäche staatlicher Institutionen, wenn nicht gar ihr vollständiges Versagen, die enormen sozialen Unterschiede sowie die anhaltenden Migrations- und Flüchtlingsströme prägen heute besonders stark die Stadtgesellschaften in der Region, die sich von der Türkei und Griechenland bis hin zum Balkan erstreckt. Wie wird das Leben im urbanen Raum davon beeinflusst? Wie kann der Einzelne auf solch tiefgreifende Umbrüche in seinem Lebensraum reagieren? Die mehrjährige Plattform ACTOPOLIS hat zur Beantwortung dieser Fragen  ein Testfeld für urbane Alternativen etabliert. Die aktuelle Ausstellung vermittelt die Ergebnisse  aus dem dreijährigen Projekt. Zu sehen sind Projektbeispiele aus Oberhausen, Ankara/Mardin, Athen, Bukarest, Belgrad, Sarajevo und Zagreb. Materialien aus den mehr als 45 Einzelprojekten präsentieren ein reichhaltiges Repertoire an Handlungsoptionen zur Gestaltung und Veränderung unserer Städte.

In Athen übernahmen Elpida Karaba und Glykeria Stathopoulou die kuratorische Verantwortung für ACTOPOLIS. Mit der Temporären Kunstakademie P.A.T. (Προσωρινή Ακαδημία Τεχνών) entwickelten sie zusammen mit einer Gruppe von Künstlern, Journalisten, Architekten und Wissenschaftlern eine Serie handlungsbezogener  Vorträge, die Soft Power Lectures. Thematisch hat sich P.A.T. im wörtlichen wie übertragenen Sinne mit der Frage der Machtbefugnisse der Kulturpolitik auseinandergesetzt. Implizit eine Institutionenkritik, die die Methoden der gewaltsamen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Transformationen moderner Städte und Gesellschaft hinterfragt. Künstlerisch umgesetzt wurden die Ergebnisse der Soft Power Lectures von Panos Sklavenitis, Sofia Dona, Despina Zefkili, Contantinos Chatzinikolaou und eingeladenen Künslter*innen, wie Giannis Papadopoulos, Kostis Velonis, Angelos Krallis, Vangelis Vlachos, Natassa Bisa, Stefania Ablianiti und Stavroula Morakea, Dimitris Antoniou, Efthimis Theou und Elektra Angelopoulou.

Aus der Türkei werden die Videos „Donkey Work“ von Önder Özengi und „Foucault´s Typewriter“ von Ahmet Öğüt gezeigt.

Aus Serbien ist  Mariela Cvetić mit ihrer  lecture performnace  „Gaudeamus igitur: The Self-Organised Artist in a State of Domestic Agoraphobia“ zu Gast.

Durch die Zusammenarbeit mit der Athener Kunstakademie und den Arbeiten und Workshops von P.A.T. wird ACTOPOLIS wieder zum Ort öffentlicher Debatten.
Während der Ausstellung finden die folgenden Soft Power Workshops in der „Nikos Kessanlis“ – Ausstellungshalle statt:
  Daysign Workshop von Panos Sklavenitis
Samstag, 4. November, 13.00 – 16.00 Uhr
Mittwoch, 8. November, 14.00 – 17.00 Uhr
Mittwoch, 15. November, 17.00 – 21.00 Uhr (Abschlusspräsentation)
  (Zeichensetzung)
Workshop moderiert von Yannis Papadopoulos
Samstag, 4. November, 11.00 – 15.00 Uhr
  Vorführung und Performance von Contantinos Chatzinikolaou
Freitag, 3. November, 19.00 Uhr 
Donnerstag, 16. November, 18.00 Uhr
 
Für Informationen und Anmeldungen für die Soft Power Workshops, wenden Sie sich bitte an das Goethe-Institut (iris.asimakopoulou@goethe.de) oder an die Mobile Kunstakademie PAT (pat.uoa@gmail.com).


ACTOPOLIS | Die Kunst zu handeln
ist ein Projekt des Goethe-Instituts und von Urbane Künste Ruhr.

Die Ausstellung in Athen findet mit freundlicher Unterstützung der Hochschule der Bildenden Künste Athen statt.

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