Bildende Kunst/Performance/Film GIGI – EIN PRODUKT DER GRIECHISCH-DEUTSCHEN LIEBE

Katzelmacher @ RWFF

Fr, 26.10.2018 -
So, 09.12.2018

Koproduktion der Athen Biennale und des Goethe-Instituts im Rahmen der 6. Athen Biennale mit dem Titel ANTI

Ausstellungsorte:
ΤΤΤ, Stadiou 15, Athen (Hauptausstellungsort)
Esperia Palace, Stadiou 22, Athen
Benakeios Library, Anthimou Gazi 2, Athen
Ehemaliges Gebäude TSMEDE, Kolokotroni 4, Athen
 
Öffnungszeiten:
Montag-Freitag: 14:00 – 22:00
Samstag&Sonntag: 12:00 - 22:00
 
Eintritt:
Tageseintritt: 10 € (ermäßigt 5 €)
Dreitageskarte: 18 € (ermäßigt 10 €)
Dauerkarte: 25 € (ermäßigt 18 €)
Gruppen (ab 5 Personen): 7 € /Person

50 Jahre 68er Bewegung. 50 Jahre „Katzelmacher“ von Rainer Werner Fassbinder. 11 Jahre Athen Biennale.
 
Im Jahre 2007 fand in Athen die erste Biennale unter dem Titel „Destroy Athens“ statt. Von Anfang an war das Goethe-Institut bei der wohl einflussreichsten Einrichtung der Athener Szene für zeitgenössische Kunst mit dabei. Heute, 11 Jahre später feiern die Athen-Biennale und das Goethe-Institut ihre griechisch-deutsche Liebe zum ersten Mal mit einer Koproduktion – GiGi einem „Pas de Deux“ der besonderen Art.
 
Die griechisch-deutschen Beziehungen waren im Jahrzehnt der Finanzkrise besonderen Belastungen ausgesetzt. Alte Stereotypen kamen wieder an die Oberfläche, Intoleranz, verzerrte Wahrnehmungen und Missverständnisse zwischen Deutschen und Griechen wurden verstärkt; befeuerten aber auch den interkulturellen Dialog. 
 
Dies alles ereignet sich vor dem Hintergrund manifester Krisen in Europa, in dem sich wieder nationalistische Strömungen zusammenbrauen und eine gemeinsame, europäische Politik weder Unterschiede ausgleichen noch kulturelle Unterschiede überbrücken konnte. Im Gegenteil, die Kluft zwischen Nord und Süd scheint größer zu werden.
 
In diesem Kontext setzt die 6. Athener Biennale mit ANTI auf frontale Konfrontation.
 
GiGi ist eine Hommage an Rainer Werner Fassbinders berühmten Film Katzelmacher aus dem Jahre 1968. GiGi, fiktiver Sohn von Jorgos, dem idealtypischen Gastarbeiter in Fassbinders Film, kehrt nach 50 Jahren ins heutige Deutschland zurück, um einen Job zu finden. Die Geschichte wiederholt sich und GiGi genießt es, sich über Tragödien, Wiederholungen und nicht gelernte Lektionen lustig zu machen.
 
Ähnlich wie GiGi zogen zahlreiche junge Griechinnen und Griechen in den letzten Jahren auf der Suche nach Arbeit und alternativen Lebensformen nach Deutschland. Junge Kulturschaffende wiederum zog es in dieser Zeit mit ihren Träumen, Wünschen und Vorstellungen von einer noch „unverbrauchten“ Kulturszene nach Athen.
 
GiGi, ein griechisch-deutsches Produkt der Liebe, ist nicht nur eine Plattform für eine Reihe von Veranstaltungen. GiGi ist ein großformatiges, kuratorisches Gesamtkunstwerk, kommuniziert und gebrandet wie ein Produkt - ein Produkt der Liebe. Es nimmt die Form von Gerichten an, die in einem Restaurant, einer Mischung  aus griechischer Taverne und deutschem Biergarten, serviert werden. 
 

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