Interaktive Installation Verschwindende Wand

Holzklötze mit Zitaten © Nikos Kostopoulos

Fr, 25.09.2020 -
So, 27.09.2020

Kai A, Hafen, Thessaloniki

Parallel-Events

ÜBER DIE INSTALLATION

Die interaktive Wandinstallation „Verschwindende Wand“ geht auf eine Idee von Maria Yablonina in einem von dem Architekten und Ingenieur Werner Sobek durchgeführten und vom Goethe-Institut initiierten Workshop zurück. Die Installation besteht aus einem Plexiglasgerüst, in das rund 6.000 Holzklötze mit Zitaten eingesetzt werden. Anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft wird die Installation nun in zehn europäischen Ländern zu sehen sein. Nach der Enthüllung der Installation hat jeder die Möglichkeit, Zitatklötze mitzunehmen. Zurück bleibt nur noch das durchsichtige Plexiglasgitter, in dem sie sich befanden: die Wand ist verschwunden.


Phrases / Die Musikalität der Stimme erforschen und verwandeln.

25 & 26. September 2020
10:00 – 22:00 Uhr

27. September 2020
11:00 – 19:00
 
Die Sprache, die Epoche, das Herkunftsland und die Bedeutung der Texte, die viele historische und philosophische Spuren beinhalten, werden aufgrund ihrer klanglichen Merkmale neu untersucht und eingeordnet, was alternative Auslegungen ermöglicht. Den Ausgangspunkt bilden Aufnahmen zeitloser Sätze, die bearbeitet und aus verschiedenen Klangquellen angereichert werden und so eine Installation aus Klang und Raum schaffen, die der Interaktion Publikum–Wand eine weitere Dimension verleiht.
 
Eventless Plot komponieren seit zwanzig Jahren zeitgenössische und elektro-akustische Musik. Sie setzen konventionelle und elektronische Instrumente, analoge Klangquellen, Objekte und Mikrofone, sowie eigene digitale Programme (Max/MSP) ein. Ihre Arbeiten umfassen live performances, Klang-Installationen und CD's in Griechenland sowie im Ausland.

www.eventlessplot.com
 
Komposition & Tonaufnahme -  Eventless Plot

Vassilis Liolios – Magnetband, Objekte, analog modular synth
Aris Giatas – Klavier
Iannis Tsirikoglou – electronics Max/MSP (Tonbearbeitung)

Stimmen: Andrius Arutiunian, Vassilis Liolios, Marie Guilleray, Marianna Maruyama, Sofia Sidiropoulou

“Such a relief, to have a language with the right words in it!”
 (“So eine Erleichterung, eine Sprache mit den richtigen Worten zu besitzen!”)

27. September 2020
11:00 – 19:00

 
Der Titel dieser Aktion ist ein Zitat aus dem Roman Native Tongue der Science-Fiction Schriftstellerin und Linguistin Suzette Haden Elgin. Er fordert uns auf, die potenziell einigende oder trennende Rolle von Sprache zu bedenken. Daher bleibt das leere Gerüst der Wand am Sonntag, den 27. September, im Hafen aufgestellt, um dort Worte, die wir besitzen, und solche, die wir für eine vereinte, multikulturelle Gesellschaft benötigen, zu hinterlassen. Die Besucher im Hafen können sich an um die Wand angeordnete Tische setzen, Gedanken austauschen und zusammenarbeiten, um vergängliche, kollektive Wort- und Bildmosaiken zu schaffen, die an die Wand angebracht werden und so die sprachliche und kulturelle Vielfalt Thessalonikis aufzeigen.
Koordination: Viki Zioga

Viki Zioga lebt in Thessaloniki. Ihre Arbeiten bewegen sich an den Grenzen zwischen Kunst und Pädagogik. Sie schaffen Rahmen für kollektive Untersuchungen. Sie hat ein post-graduate Studium in Education in Art am Piet Zwart Institute, Rotterdam, absolviert (2018). Ihre Forschungsinteressen konzentrieren sich auf die Transformation des Hörvorgangs und die Bedingungen gesellschaftlicher Vernehmbarkeit, sowie auf radikale Organisationsformen im Lern- und Schaffensprozess.

www.vikizioga.com
 
Hinweis: Die Veranstaltung findet unter Einhaltung sämtlicher Sicherheits- und Hygienevorschriften für die Besucher statt.
 

«Verschwindende Wand» ist ein aus Sondermitteln des Auswärtigen Amtes anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020 gefördertes Projekt des Goethe-Instituts und wird von MOMus (Städtischer Verband der Kunstmuseen Thessalonikis) / Experimentelles Kunstzentrum und Hafenorganisation Thessaloniki unterstützt.

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