Residenzprogramm Austauschprogramm für Künstler*innen und Autor*innen am Kunstzentrum HALLE 14 in Leipzig

Residenzprogramm in Leipzig ©colourbox

Di, 19.02.2019 -
Sa, 16.03.2019

Residenzprogramm des Goethe-Instituts Thessaloniki in Kooperation mit der Stadt Leipzig, dem Kunstzentrum HALLE 14 und dem Literaturmagazin Edit

Im Rahmen eines interdisziplinären Residenzprogramms schreiben das Goethe-Institut Thessaloniki in Kooperation mit der Stadt Leipzig, dem Kunstzentrum HALLE 14 und dem Literaturmagazin Edit Aufenthaltsstipendien für in Griechenland lebende Künstler*innen und Autor*innen aus.

In dem Wunsch, den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Griechenland zu fördern und zugleich konkrete künstlerische Projekte zu unterstützen, organisieren das Goethe-Institut, das Kunstzentrum HALLE 14 und Edit gemeinsam ein neues, interdisziplinäres Residenzprogramm.
Die Residenz richtet sich an in Griechenland lebende Kunstschaffende aus den Bereichen der Video-, Medien-, Installations- und Performancekunst, an Maler*innen, Zeichner*innen, Grafiker*innen und an Autor*innen. Sie bietet pro Jahr je einer Stipendiatin bzw. einem Stipendiaten aus dem Bereich bildende Kunst und Literatur einen Residenzaufenthalt von je 8 Wochen in Leipzig. Künstler*innen und Autor*innen können sich einzeln oder gemeinsam bewerben. Gemeinsame Bewerbungen sind erwünscht, aber nicht verpflichtend.

Die/der Stipendiat*in ist für die Dauer des Aufenthalts in einem Atelier des Kunstzentrums HALLE 14 untergebracht, erhält ein monatliches Stipendium von 1.000 Euro sowie eine Reisekostenpauschale bis zu 500 Euro gegen Vorlage der Belege. Während der Residenzzeit haben die Teilnehmer*innen die Gelegenheit, Leipzig mit seiner bedeutenden und von Widersprüchen geprägten Geschichte und seine lebendige Kunst- und Literaturszene zwischen namhaften Institutionen und Off-Räumen kennenzulernen. Nach vorheriger Absprache können auch Präsentationen eigener Arbeiten organisiert werden. Die Betreuung und die Vermittlung von Kontakten vor  Ort  erfolgt  durch das Kunstzentrum HALLE 14.
Parallel dazu findet auch eine Ausschreibung für Künstler*innen und Autor*innen aus Leipzig statt, die 2019 eine Residenz beim Goethe-Institut Thessaloniki verbringen werden.
Weitere Informationen zum Residenzaufenthalt unter:
http://www.halle14.org/info/english-information.html   
 
Bewerbungsverfahren
Bewerben können sich in Griechenland lebende Künstler*innen und Autor*innen. Voraussetzung sind gute Deutsch- oder Englischkenntnisse sowie die Einreichung der vollständigen Bewerbungsunterlagen bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 16.3.2019. Es werden Bewerbungen ausgewählt, die einen interessanten Ansatz verfolgen und sich in qualitativ hochwertiger Weise mit Leipzig (Stadt, Geschichte, Kultur, Identität) auseinandersetzen.

Eine Bewerbung muss folgende Unterlagen umfassen:
•Bewerbungsformular (Persönliche Angaben)
•Kurze Beschreibung des Projekt- oder Recherchevorhabens in Leipzig (1.000 Zeichen inklusive Leerzeichen)
•Ausführliche Beschreibung des Projekt- oder Recherchevorhabens in Leipzig (1 DIN A4-Seite)
•Künstler*innen: maximal bis zu 10 Abbildungen oder Beispiele aktueller Arbeiten
•Autor*innen: maximal bis zu 3 Textproben
 
Die erwähnten Unterlagen müssen auf Englisch sein.
Die genauen Richtlinien enthält das folgende Bewerbungsformular:
Bewerbungsformular

Die Bewerbungsunterlagen sind per E-Mail bis zum 16.3.2019 an aris.kalogiros@goethe.de zu schicken.
 
Die Jury

Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt durch eine unabhängige deutsch-griechische Jury mit Expert*innen aus den Bereichen bildende Kunst und Literatur besetzt ist. Die Jury wählt zehn Künstler*innen und Autor*innen aus, von denen insgesamt zwei Bewerbungen von einer Jury in Leipzig nominiert werden.
 
Das Stipendienjahr 2019
Für das Stipendienjahr 2019 gelten folgende Termine:
19.02.2019: Publikation der Ausschreibung & Beginn der Bewerbungsfrist
16.3.2019: Ende der Bewerbungsfrist
Ab 18.03.2019: Jurysitzung, danach Bekanntgabe
 
Residenzaufenthalt in Leipzig im Zeitraum vom 1. Mai bis 31. August 2019.
 
Informationen - Ansprechpartner:
Aris Kalogiros
Goethe-Institut Thessaloniki
Programmabteilung
aris.kalogiros@goethe.de


Die Kooperationspartner
 
HALLE 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst
Das 2002 auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei gegründete gemeinnützige Kunstzentrum HALLE 14 ist Schauplatz, Denkraum und Produktionsort für zeitgenössische Kunst. Seit 2003 finden hier jährlich ein bis drei internationale Gruppenausstellungen statt, die gesellschaftskritische Positionen präsentieren (z.B. »Kontrollmodus: Feedback«, 2015, »Terra Mediterranea: In Action«, 2016 und »Requiem for a Failed State«, 2018), Ausstellungstraditionen und Rezeptionsgewohnheiten herausfordern oder wenig vertretene Kunstregionen in den Fokus rücken (z. B. »Übersee: Kuba und die Bahamas. Gegenwartskunst aus der Karibik«, 2017). Auch unsere einzigartige Kunstbibliothek mit einem Bestand von mehr als 25.000 Büchern und Medien, das Kunstvermittlungsprogramm, die Veranstaltungsreihen und unser Studioprogramm machen die HALLE 14 zu einem lebendigen und vielfältigen Ort der Kunst mit überregionaler und internationaler Anerkennung.
 
Edit • Papier für neue Texte
Edit ist eine deutschsprachige Literaturzeitschrift, die sich seit ihrer Gründung 1993 als eines der wichtigsten Magazine für zeitgenössische Literatur etabliert hat. Dreimal im Jahr lassen sich in ihr literarische Entdeckungen machen. Edit setzt sich, neben deutschsprachiger Lyrik und Prosa, auch für dramatische Formen, Erstübersetzungen und insbesondere für literarische Essays ein. Darüber hinaus steht Edit für die visuelle Erfahrung von Literatur. Neben Autor*innen präsentiert das Magazin auch bildende Künstler*innen deren Arbeiten einen spannenden Dialog mit den Texten eingehen.
 
Goethe-Institut Thessaloniki
Das Goethe-Institut Thessaloniki, 1955 gegründet, ist Teil des weltumspannenden Goethe-Netzwerks. Zielsetzung seiner Arbeit ist die Förderung des deutsch- griechischen Kulturdialogs, die Förderung der deutschen Sprache und die Vermittlung von Informationen über Deutschland. Das kulturelle Programmangebot des Goethe-Instituts Thessaloniki spiegelt ein breites Spektrum von Themen des wissenschaftlichen und ästhetischen Diskurses in den unterschiedlichen Sparten wie Literatur, Philosophie und Kulturwissenschaften, Film und Medien, Bildende Kunst, Architektur, Design, Musik, Tanz und Theater mit dem Schwerpunkt auf aktuelle Tendenzen.
 
Stadt Leipzig, Referat Internationale Zusammenarbeit
Das Referat Internationale Zusammenarbeit im Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters und des Stadtrates entwickelt, pflegt und begleitet das europäische und internationale Engagement der Stadt Leipzig. Partner aus nahezu allen Bereichen der Bürgerschaft, der Kultur, der Wirtschaft und der Politik sowie Partner in ganz Deutschland und weltweit tragen zum steten Ausbau der Beziehungen bei. Zu den Aufgaben des Referats gehören internationale Netzwerkarbeit, EU-Arbeit, Fördermittelvergabe und das Besuchsprogramm für ehemalige jüdische Leipziger Bürger und ihre Nachfahren. Im Herzen der Arbeit stehen die Förderung und Pflege der 14 Städtepartnerschaften, darunter auch Thessaloniki, der Stadtteilpartnerschaften und der Städtekooperationen.
 

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