Zwischen zweier Diktaturen, den Wirren des Krieges und Dostojewskis fünf großen Romanen
Zwischen zweier Diktaturen, den Wirren des Krieges und Dostojewskis fünf großen Romanen: Svetlana Geier (* 1923 in Kiew, Sowjetunion, + 2010 in Freiburg im Breisgau), die größte Übersetzerin russischer Literatur ins Deutsche
Mit 15 erlebt sie Stalins politischen Säuberungen, mit 18 die Hinrichtung von 30.000 Juden in Kiew durch die SS, mit 20 wird sie in ein Ostarbeiterlager in Dortmund interniert.
Sie erlebt die Gräuel des Krieges, trifft aber immer wieder auf Menschen mit Zivilcourage und Mut, die sich für sie engagieren und ihr Überleben ermöglichen.
Nach dem Krieg bleibt sie in Deutschland, studiert Germanistik, übersetzt russische Literatur ins Deutsche, unterrichtet an mehreren Universitäten, wird Mutter, Groß- und Urgroßmutter.
Mit 85 Jahren reist Swetlana Geier zum ersten Mal seit dem Krieg zurück an die Orte ihrer Kindheit in der Ukraine. Der Regisseur Vadim Jendreyko begleitete sie auf dieser Reise.
Der Film verwebt Weltgeschichte mit Swetlana Geiers Leben und literarischem Schaffen. Er erzählt von großem Leid, stillen Helfern, unverhofften Chancen und von einer großen Liebe für Sprache und Literatur.
Das Goethe-Institut Athen zeigt diesen bewegenden Dokumentarfilm auch anlässlich des Internationalen Tages des Übersetzens (30.9.).
Auszeichnungen u.a.: Hauptpreis auf dem International Film Festival Listapad, Minsk, Preis für die beste Kameraarbeit auf dem Festival Rencontres Internationales du Documentaire de Montreal, Prix Italia 2011, Großer Preis der Jury auf dem Dokumentarfilmfestival Silverdocs, Washington DC.
Die fünf Elefanten:
„Verbrechen und Strafe“, „Der Idiot“, „Böse Geister“, „Die Brüder Karamasow“, „Ein grüner Junge“
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