Tagung/Film
Tagung der Griechischen Psychiatrischen Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Athen
Alter als Zeit der Reife, der Weisheit, der Reflexion, der Bilanz; als Zeit der Schwäche, der Resignation, der Verzweiflung, der Einsamkeit; Alter als harte, schmerzvolle Prüfung; als das Auskosten eines Lebens voller Liebe und Fürsorge. Alter als Chance …
Den Einstieg bildet der Film „Wolke neun“ von Andreas Dresen.
Programm
Freitag, 23. Oktober 2015
19:00
Begrüßungen
19:30
Filmvorführung
Wolke 9
(Deutschland 2008, 98´)
von Andreas Dresen
mit Ursula Werner, Horst Rehberg, Horst Westphal, Steffi Kühnert
Inge geht auf die 70 zu, fühlt sich aber wie 17. Sie verliebt sich in Karl, der bald 80 wird. Es ist Leidenschaft, es ist Sex. Inge aber ist seit 30 Jahren mit Werner verheiratet und sie liebt ihn auch sehr.
Ein radikaler, mutiger und herausfordernder Film mit feinem, zurückhaltendem Humor, ein minimalistisches Kammerspiel über Sehnsüchte, Liebe und Sexualität im Alter.
Die vorzüglichen Schauspieler gehen die Tabuthema Sex im Alter mit großer Natürlichkeit, ohne falsche Scheu und Hemmungen an, erfinden selbst die Dialoge, improvisieren. Sie haben ziemlich genau das Alter der Figuren, die sie spielen.
„Wolke 9“ lief 2008 in der Reihe „Un Certain Regard“ in Cannes, gewann den Preis „Coup de Coeur“ und wurde mit zehnminütigen Standing Ovations gefeiert.
Im Anschluss Diskussion
mit
Elisabeth Papandreou, Psychologin
Ilias Vlachos, Psychiater
Gesprächsleitung:
Stelios Krassanakis Psychiater, Dramatherapeut, Regisseur und Leiter des Bereichs „Kunst und Psychiatrie“ in der Griechischen Psychiatrischen Gesellschaft
Samstag, 24. Oktober 2015
10:30 – 12:00
1.Sitzung: „Alter und Psychiatrie heute“
Gesprächsleitung: Tassos Psimaras, Psychiater
Referenten:
Nikos Degleris, Psychiater, Psychotherapeut
Maria Diallina Psychiaterin
Argyro Kyriazi, Psychiaterin
Pause
12:30 – 14:00
2.Sitzung: „Das Alter in der Kunst“ – Literatur-Lyrik-Tanz-Film
Gesprächsleitung:
Nikolaos Tzavaras, Psychiater, Ehrenvorsitzender der Griechischen Psychiatrischen Gesellschaft
Referenten:
Chryssi Giannoulaki, Psychiaterin
Giannis Malogiannis, Psychiater, Psychotherapeut
Natascha Hassioti, Tanzhistorikerin, -kritikerin, Publizistin
Im Anschluss bespricht Eva Stefani ihren preisgekrönten Kurzfilm
The Box (Griechenland 2004, 12´)
Prix du Court métrage auf dem Festival Cinéma du Réel 2005
Preis für den besten Kurzfilm auf dem Internationalen Dokumentarfilmfestival Thessaloniki „Bilder des 21. Jahrhunderts“ 2004
Der kurze Monolog einer alten Frau, die in einem Altenheim in Komotini (Nordostgriechenland) lebt, sich allabendlich über ihren tonlosen Fernseher mit einem Nachrichtensprecher unterhält und mit bitterfeinem Humor die Neuigkeiten kommentiert.
Mit Einfühlungsvermögen und Beobachtungsgabe liefert Eva Stefani eine filmische Miniatur, die über die Kommunikationsmöglichkeiten älterer Menschen in einer von den Medien geprägten Gesellschaft reflektiert.
Im Anschluss Pause
15:00 – 17:00
Erlebnisorientierter Workshop über das dramatherapeutische Erzählen.
Nach den Betrachtungen von Valentino Bompiani „I vecchi invisibili“ (Das unsichtbare Alter)
Leitung:
Stelios Krassanakis Psychiater, Dramatherapeut, Regisseur und Leiter des Bereichs „Kunst und Psychiatrie“ in der Griechischen Psychiatrischen Gesellschaft
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