Filmvorführungen, Gespräche, Workshop
Tagung der Griechischen Psychiatrischen Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Athen
Freitag, 25.11.2016
19:00
Begrüßung und Einführung durch Stelios Krassanakis, Leiter des Bereichs „Kunst und Psychiatrie“ in der Griechischen Psychiatrischen Gesellschaft
19:30
Vorführung des Films
„Anders als du und ich“ (1957, 92‘)
von Veit Harlan
mit Christian Wolff, Paula Wessely, Paul Dahlke, Ingrid Stehen u.a.
Ein einzigartiger Fall in der Geschichte des Films:
Ausgerechnet Veit Harlan, im Dritten Reich als Protegé von Joseph Goebbels und nach dem Krieg wegen seiner Regie bei dem antisemitischen Propagandafilm Jud Süß vor Gericht gestellt, wagte sich 1957 an ein heißes Eisen: Den § 175, der homosexuelle Betätigung bei Männern unter Strafe stellte, und drehte den Film „Das dritte Geschlecht“. Dieser wurde durch die FSK verboten, weil er als homosexuell-freundlich verstanden werden konnte.
Erst nachdem ein Plädoyer gegen den §175 herausgenommen und in nachsynchronisierten Dialogen die Amoralität homosexuellen Verhaltens hervorgehoben wurde, ist der Film unter dem Titel „Anders als du und ich“ in der Bundesrepublik freigegeben worden.
Im Anschluss Diskussion mit Nikolaos Tzavaras, Psychiater, Psychoanalytiker und Chryssi Giannoulaki, Psychiaterin, Psychoanalytikerin
Samstag, 26.11.2016
11:00 – 12:00
„Flüchtlinge und Homosexualität“
Betrachtungen anhand des griechischen Films „7 Thymoi“ (7 Kinds of wrath) von Christos Voupouras
Mit Anastassios Yfantis,Sozialarbeiter, Koordinator des sozialen Einsatzes der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ und einem Vetreter der Athens LGBTQ-Community
Gesprächsleitung: Ilias Vlachos, Psychiater
12:00 – 14:00
„Queer cinema“
Vorführung von Filmausschnitten sowie Gespräch mit Chloe Kolyri, Psychiaterin und Panagiotis Evangelidis, Filmregisseur, Autor
Einführung und Gesprächsleitung: Stelios Krassanakis, Psychiater, Dramatherapeut, Regisseur
14:30 – 16:30
„Homosexualität und therapeutische Beziehungen“
Erlebnisorientierter Workshop mit den Psychotherapeuterinnen Maria Marangopoulou und Irini Kavalari
© Griechische Psychiatrische Gesellschaft
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