Eine zweitägige Hommage an den deutschen Film

Wild 2 @Heimatfilm

Do, 15.03.2018 –
Fr, 16.03.2018

Kulturzentrum der Stadt Chania/Kreta

Vom Regionalen Filmarchiv Athen in Chania

Veranstalter: Goethe-Zentrum Chania, Region Kreta-Regionalkreis Chania, Goethe-Institut Athen

PROGRAMM
 
15.3.2018

19:00 Uhr
KADDISCH FÜR EINEN FREUND (2010/2011, 94´)
Drehbuch und Regie: Leo Khasin
Darsteller: Ryszard Ronczewski, Neil Belakhdar, Neil Malik Abdullah, Sanam Afrashteh, Kida Khodr Ramadan, Younes Hussein Ramadan, Heinz W. Krückeberg, Anna Böttcher u.v.a.

Kaddisch für einen Freund @SiMa Film 2011 Ali, aus Libanon, ist einem palästinensischen Flüchtlingslager aufgewachsen und hat von klein auf gelernt, die Juden zu hassen. Jetzt ist er 14 Jahre alt und lebt mit seiner Familie in Berlin Kreuzberg, doch seine Duldung in Deutschland ist noch nicht gesichert.
Ali sucht Anschluss bei den arabischen Jugendlichen in seiner Gegend, die ihm eine Mutprobe aufgeben: Er soll in die Wohnung seines alten Nachbarn, eines russisch-jüdischen Emigranten einbrechen. Ali gerät in Schwierigkeiten und der Familie droht die Abschiebung aus Deutschland.
 
Deutscher Filmpreis 2013 in der Kategorie „Bester Kinderfilm“
 
Das Kaddisch ist eines der wichtigsten Gebete des Judentums, eine Erinnerung an fortgegangene Seelen.
 
(Deutsch mit griechischen Untertiteln)
 
20:45
DIE SPAZIERGÄNGERIN VON SANS SOUCI
Der letzte Film von Romy Schneider
 
Romy Schneider, weltweit bekannt und verehrt als die Kino-Prinzessin „Sissy“, starb 1982 mit „gebrochenem Herzen“ oder gar an diesem „gebrochenem Herzen“, wie viele ihrer Fans glauben.
 
Im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale, wurde der Film „3 Tage in Quiberon“, dem als Grundlage das Interview der Schauspielerin an die Zeitschrift „Stern“ aus dem Jahr 1981 diente.
 
Auch in Griechenland sind wir sind gespannt, ihn im Kino zu sehen.
 
Aber warum nicht zunächst ihren letzten Film „Die Spaziergängerin von Sans Souci“ aus dem Jahr 1982 sehen?
 
DIE SPAZIERGÄNGERIN VON SANS SOUCI (Frankreich/Deutschland 1982, 108´)
Nach dem gleichnamigen Roman von Joseph Kessel
 
Regie: Jacques Rouffio
Darsteller: Romy Schneider, Michel Piccoli, Helmut Griem, Mathieu Carriere, Maria Schell u.a.

Die Spaziergängerin @Artur Brauner-Archiv im Deutschen Filminstitut, Frankfurt am Main Paris, zu Beginn der achtziger Jahre: Max Baumstein, erfolgreicher Geschäftsmann und engagierter Menschenrechtler, erschießt den Botschafter von Paraguay und stellt sich unverzüglich der Polizei. Als er wegen Mordes vor Gericht steht, erzählt er von den Hintergründen seiner Tat: Die Geschichte beginnt mit den Anfängen des „Dritten Reichs“, mit NS-Terror, unter dem Max schon als 12-jähriger zu leiden hatte.
 
Der Film muss für Romy Schneider schon lange eine Herzensangelegenheit gewesen sein, denn die Filmrechte an dem gleichnamigen Roman von Joseph Kessel hatte sie schon Jahre früher gekauft. Abgesehen von ihrer Doppelrolle im Film, übernahm sie auch die der Produzentin. Gewidmet hat sie den Film ihrem 1981 tödlich verunglücktem Sohn und ihrem Exmann Harry Meyen, der 1979 Selbstmord beging. Romy Schneider starb noch vor der Uraufführung des Films.
„Die Spaziergängerin von Sans Souci“ ist nicht nur ein letztes Dokument des „gebrochenen Herzens“, sondern auch ein Film gegen das Vergessen der Nazi-Verbrechen.
 
(Französisch mit griechischen Untertiteln)
 
22:30
WILD (2016, 90‘)
Regie: Nicolette Krebitz
Darsteller: Lilith Stangenberg, Georg Friedrich, Silke Bodenbender u.a.
 
Weltpremiere auf dem Filmfestival Sundance 2016
Deutscher Kamera-Preis 2016

Wild @Christian Hüller Heimatfilm Auf dem Weg zur Arbeit hat Ania eine seltsame Begegnung: Mitten im Park steht sie einem Wolf gegenüber. Sie sehen sich direkt in die Augen. Der Moment lässt sie nicht mehr los, genau wie der Gedanke den Wolf wieder zu finden und nie mehr gehen zu lassen. Ania wird zur Jägerin …
 
(Deutsch mit griechischen Untertiteln)

  
16.3.2018

19:00
CELESTE (1981, 106´)
Drehbuch &Regie: Percy Adlon
Darsteller: Eva Mattes, Jürgen Arndt, Norbert Wartha, Wolf Euba
 
Nach dem Buch „Monsieur Proust“ von Céleste Albaret

Celeste @pelemele Film Paris um 1920: Zwei Menschen leben zurückgezogen in einer Wohnung: Marcel Proust, der im Bett liegt und an seinem Buch „A la recherche du temps perdu“
schreibt, und seine Haushälterin Céleste, die geduldig in der hintersten Ecke der Küche darauf wartet, dass ihr Herr nach ihr klingelt. Sie ist zwanzig und kommt aus der Provinz, er ist um die Fünfzig und muss bald sterben. Sie lebt nur für ihn, er lebt nur für sein Buch.
 
(Deutsch mit griechischen Untertiteln)
 
 
21:00
DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER (2014/15, 105´)
Regie: Lars Kraume
Darsteller: Burghart Klaußner, Ronald Zehrfeld, Sebastian Blomberg, Lilith Stangenberg u.a.

Staat gegen Fritz Bauer @zeroonefilm-Martin Menke Fritz Bauer: Ein Staatsanwalt, der ein ganzes Land veränderte. Er beeinflusste maßgeblich die strafrechtliche Verfolgung der NS-Verbrechen in der Bundesrepublik der Nachkriegszeit und der Wirtschaftswunderjahre. Außerdem insistierte er auf der gesellschaftlichen Verantwortung des Justizwesens beim Wiederaufbau einer demokratischen Gesellschaft. Fritz Bauer trug im Geheimen die wesentlichen Hinweise zusammen, die zur Ergreifung von Adolf Eichmann führten, und initiierte den großen Frankfurter Auschwitz-Prozess (20.12.1963 – 20.08.1965).
 
Der Film inszeniert entscheidende Jahre in der Arbeit Fritz Bauers.
 
Auszeichnungen u.a.:
Publikumspreis auf dem Filmfestival in Locarno 2015
 
Deutscher Filmpreis 2016: Bester Film in Gold, Bestes Drehbuch, Beste Regie, Beste Männliche Nebenrolle (Roland Zehrfeld), Bestes Szenenbild, Bestes Kostümbild.
 
Mit der Unterstützung des griechischen Verleihs: Strada Films
Strada Films






(Deutsch mit griechischen Untertiteln)
 
 
23:00
B-MOVIE: LUST & SOUND IN WEST BERLIN (2015, 94´)
von Jörg A. Hoppe, Klaus Maeck, Heiko Lange
 
Weltaufführung auf der Berlinale 2015

B-MOVIE: LUST & SOUND IN WEST-BERLIN @DEF Media GmbH West-Berlin war in den 1980er ein kreativer Schmelztiegel für Sub- und Pop-Kultur, für Künstler, Hausbesetzer, Geniale Dilettanten, Weltstars.
„B-Movie“ ist eine Dokumentation über Kunst, Musik und Chaos im wilden Westberlin mit authentischen Zeitdokumenten:
Blixa Bargeld, Frontmann der Einstürzenden Neubauten, schenkt in der Bar Risiko Drinks aus, die coole Gudrun Gut zählt Clubs auf, in die man nach zwei Uhr nachts noch gehen kann (oder gar gehen muss), die tödliche Doris singt mitten im Brachland des Westteils vom Potsdamer Platz und mal in Hauptrollen mal als Supporting Actors sehen wir den ernsten Nick Cave, den wahren Heino, Nena, die Toten Hosen, Martin Kippenberger, auch Tilda Swinton  und Westbam, bevor er zu einem der Paten der Love Parade wurde, … und .. und…
 
Host und Moderator der Zeitreise ins untergegangene West-Berlin am Ende des Kalten Krieges ist der britische Musiker Mark Reeder aus Manchester, der Ende der 70er Jahre nach Berlin kam, wo anscheinend – zum Glück – alles mitgefilmt wurde, was er erlebte.
 
(Deutsch/Englisch mit griechischen Untertiteln)

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