Zweitägige Hommage an den deutschen Film
Die diesjährige Hommage an den deutschen Film präsentiert 6 Filme, die mit dem wichtigen Deutschen Filmpreis 2018 – Lola – ausgezeichnet wurden oder für diesen nominiert waren.
Darunter auch ein Film, der einen der Preise „First Steps Award“ gewonnen hat.
Veranstalter: Goethe-Zentrum Chania, Regionales Filmarchiv Athen, Region Kreta-Regionalkreis Chania
19:00
AMELIE RENNT (Deutschland/Italien 2016, 97´)
@ Martin Rattini
Regie: Tobias Wiemann
Drehbuch: Natja Brunckhorst
Darsteller: Mia Kasalo, Samuel Girardi, Susanne Bormann, Denis Moschitto, Jasmin Tabatabai
Deutscher Filmpreis 2018: Bester Kinder/Jugendfilm
Amelie ist 13, eine waschechte Großstadtgöre und womöglich das sturste Mädchen in ganz Berlin. Amelie lässt sich von niemandem etwas sagen, schon gar nicht von ihren Eltern, die sie nach einem lebensbedrohlichen Asthmaanfall in eine spezielle Klinik nach Südtirol verfrachten. Genau das, was Amelie nicht will. Anstatt sich helfen zu lassen, reißt sie aus. Sie flüchtet dorthin, wo sie garantiert niemand vermutet: Bergauf. Mitten in den Alpen trifft sie auf Bart, einen geheimnisvollen 15-jährigen. Als der ungebetene Begleiter ihr das Leben rettet, stellt Amelie fest, dass Bart viel interessanter ist, als anfangs gedacht. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine abenteuerliche Reise.
(in deutscher Sprache mit griechischen Untertiteln)
20:45
BEUYS (Deutschland 2017, 107´)
@ zeroonefilm/Klaus Staeck
Regie und Drehbuch: Andres Veiel
Schnitt: Stephan Krumbiegel, Olaf Voigtländer
Deutscher Filmpreis 2018: Bester Dokumentarfilm / Bester Schnitt / Nominierung für Beste Filmmusik
Der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke. 30 Jahre nach seinem Tod erscheint er uns als Visionär, der seiner Zeit voraus war. Aus einer kongenial montierten Collage unzähliger, bisher unerschlossener Bild- und Tondokumente stellen Regisseur Andres Veiel und sein Team ein einzigartiges Zeitdokument zusammen: BEUYS ist kein klassisches Porträt, sondern eine intime Betrachtung des Menschen, seiner Kunst und seiner Ideenräume. Geduldig versuchte Joseph Beuys uns schon in den 60er, 70er und 80er Jahren zu erklären, dass „Geld keine Ware sein darf“. Er wusste, dass der Geldhandel die Demokratie unterwandern würde. Doch mehr als das. Beuys boxt, parliert, doziert und erklärt dem toten Hasen die Kunst. „Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen?“ fragt er grinsend. Sein erweiterter Kunstbegriff führte ihn mitten in den Kern auch heute relevanter gesellschaftlicher Debatten.
(Deutsch/Englisch mit griechischen Untertiteln)
22:30
3 TAGE IN QUIBERON (Deutschland/Österreich/Frankreich 2018, 115´)
@ Peter Haertwig/Rohfilm Factory
Regie und Drehbuch: Emily Atef
Darsteller: Marie Bäumer, Birgit Minichmayr, Charly Hübner, Robert Gwisdek
Kamera: Thomas W. Kiennast
Musik: Christoph M. Kaiser, Julian Maas
Deutscher Filmpreis 2018: Bester Spielfilm (Gold) / Beste Regie / Beste weibliche Hauptrolle / Beste weibliche Nebenrolle / Beste männliche Nebenrolle / Beste Kamera/Bildgestaltung / Beste Filmmusik; Nominierung für Bester Ton und Bestes Maskenbild
1981 verbringt der Weltstar Romy Schneider einige Wochen in dem kleinen bretonischen Ort Quibéron, um sich dem medialen Interesse an ihrer Person zu entziehen. Nicht nur Romys Jugendfreundin Hilde, sondern auch der junge deutsche Journalist Michael Jürgs und der Fotograf Robert Lebeck treffen bald in Quibéron ein. Als Romy tatsächlich in ein Interview für das Magazin „Stern“ einwilligt, beginnt ein Katz- und Mausspiel zwischen der verletzlichen Diva und dem ehrgeizigen Michael Jürgs. Währenddessen versucht Hilde, ihre Freundin Romy davor zu bewahren, ihr Gefühlsleben öffentlich auszubreiten. Eine drei Tage lange emotionale Achterbahnfahrt nimmt ihren Lauf...
(Deutsch mit griechischen Untertiteln)
19:00
LOMO – THE LANGUAGE OF MANY OTHERS (Deutschland 2017, 101´)
@ Flare Film GmbH/Michal Grabowski
Regie: Julia Langhof
Drehbuch: Thomas Gerhold, Julia Langhof
Darsteller: Jonas Dassler, Lucie Hollmann, Eva Nürnberg, Marie-Lou Sellem
Kamera: Michal Grabowski
First Steps Award 2018: Michael Ballhaus Preis für Beste Kamera / Götz George Young Talent Award für Schauspiel
Karl steht kurz vor dem Abitur und ist unentschlossen, was danach kommt. Ganz anders seine ambitionierte Zwillingsschwester Anna, die schon ziemlich genau weiß, wie ihr Leben verlaufen soll, widmet Karl lieber seine ganze Aufmerksamkeit seinem Blog „The language of many others“, auf dem er Fotos und Videos aus seinem direkten Umfeld veröffentlicht. Als Karl sich in seine neue Mitschülerin Doro verliebt, glaubt er endlich zu wissen, was er will. Auch Doro findet Gefallen an ihrem eigensinnigen und rebellischen Mitschüler, lässt ihn jedoch nach einer kurzen Affäre wieder fallen. Für Karl ist jetzt klar: Nichts ist wahrhaftig, alles ist Willkür. Desillusioniert beginnt er ein gefährliches Spiel. Er veröffentlicht ein intimes Video von sich und Doro und lässt mehr und mehr seine Follower die Macht über sein Leben übernehmen – am Ende sogar über Leben und Tod...
(Deutsch mit griechischen Untertiteln)
20:45
DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER (Deutschland 2018, 111´)
@ Studiocanal GmbH/Julia Terjung
Drehbuch&Regie: Lars Kraume
Darsteller: Leonard Scheicher, Tom Gramenz, Jonas Dassler, Lena Klenke u.v.a.
Kamera: Jens Harant
Deutscher Filmpreis 2018: Nominierung für Bester Spielfilm / Bestes Drehbuch / Beste Kamera/Bildgestaltung, Bestes Kostümbild
Herbst 1956: Als die Freunde Theo und Kurt, Schüler der Abiturklasse in Stalinstadt, bei einem heimlichen Kinobesuch in Westberlin die Wochenschau sehen, sind sie bewegt von den Bildern des ungarischen Volksaufstandes. Der verzweifelte Kampf um Demokratie, geführt von jungen Menschen wie sie selbst, berührt die Schüler tief. Sie wollen ein Zeichen setzen und beschließen, zu Ehren der Opfer des Aufstands eine Schweigeminute im Unterricht abzuhalten. Was als harmloser Akt der Solidarität geplant war, zieht jedoch schnell immer größere Kreise, die die Zukunft der Schüler für immer verändert.
(Deutsch mit griechischen Untertiteln)
22:30
MANIFESTO (Deutschland 2016, 94´)
@ Julian Rosefeldt
Regie und Drehbuch: Julian Rosefeldt
Darstellerin: Cate Blanchett
Kamera: Christoph Krauss
Kostümbild: Bina Daigeler
Maskenbild: Morag Ross, Massiomo Gattabrusi
Szenenbild Erwin Prib
Deutscher Filmpreis 2018: Bestes Szenenbild / Bestes Kostümbild / Bestes Maskenbild / Nominierung für Beste Kamera/Bildgestaltung
Unter der Regie des renommierten Film- und Videokünstlers Julian Rosefeldt ist die zweifache Oscar-Gewinnerin Cate Blanchett in zwölf verschiedenen, großartigen Episoden zu sehen, die allesamt diverse zeitlose Manifeste verschiedener Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts behandeln, von Dada über Pop-Art bis hin zu Dogma 95. Als Nachrichtensprecherin, Puppenspielerin oder obdachloser Mann brilliert eine chamäleonhafte Blanchett in einer noch nicht dagewesenen schauspielerischen Tour de Force. In diesem so beeindruckenden wie zeitgemäßen Weckruf verwebt Rosefeldt geschickt die leidenschaftlichsten Statements der Kunstgeschichte.
(Englisch mit griechischen Untertiteln)
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