Globale Erzählungen in Textilien
Die Bauhaus-Künstlerin Anni Albers beschrieb 1965 "das Ereignis eines Fadens" als etwas multilineares, ohne Anfang und Ende. Eine Möglichkeit, Beziehungen und Zusammenhänge immer wieder neu zu betrachten und zu strukturieren. Diesen neu-ordnenden Blick entfalten die in der gleichnamigen Ausstellung gezeigten Objekte, Installationen und Videoessays. Sie erörtern den Kontext von Textilien, ihre spezifische Qualität und Geschichte oder ihre Verbindung zu aktuellen Fragestellungen.
Die in der Ausstellung versammelten Werke beleuchten den vielschichtigen Umgang der Künstlerinnen und Künstler mit den Eigenschaften von Geweben. Sie verknüpfen persönliche und ästhetische Geschichten mit jenen über die sozialen und ökonomischen Verhältnisse in einer globalisierten Welt. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen das Textile in der Kunst und Fragen wie: Welche Bedeutungen und Botschaften tragen Gewebe in sich? Welchen kulturellen Stellenwert besitzen Stoffe? Und wie lassen sie sich "lesen"? Was "erzählt" Gewebe von seiner Herkunft, seiner Bedeutung, seiner sozialen Rolle? Welche tradierten Techniken haben sich Künstlerinnen und Künstler angeeignet, abstrahiert, verschoben oder wieder ins Leben zurückgeholt?
Umrahmt wird die Ausstellung von Workshops, offenen Veranstaltungen, Führungen und Bildungsprogrammen.
- Samstag, 30. April 2022, 12.00 Uhr / Performance von Konstantia Vlachidou „Rendezvous in Kamara“ (im öffentlichen Raum – Ort wird demnächst bekanntgegeben)
- 30. April, Lecture Performance „Anni and the Feline“ von Judith Raum
- 12. & 26. Mai 2022, 18.00 Uhr, MOMus, Hafen / Öffentliche Führungen durch die Ausstellung (Anmeldungen unter 2310 593270)
- Donnerstag, 18. Mai 2022, 18.00 Uhr, MOMus, Hafen / „Der Fadenmarathon“, Präsentationen künstlerischer und angewandter Arbeiten rund um den Faden
Der Zutritt ins Museum erfolgt nur mit Impf- oder Krankheitsnachweis (gültig in den letzten drei Monaten). Die Verwendung einer FFP2-Maske im Museum ist Pflicht.
Konzeptkuratorinnen: Inka Gressel (ifa), Susanne Weiß (ifa)
Co-Kuratoren der Thessaloniki-Ausstellung: Christian Oxenius, Thouli Misirloglou & Domna Gounari (MOMus-PKT)
Künstlerinnen und Künstler: Nancy Atakan, Maria Varela, Ulla von Brandenburg, The Callas, Irene Gonou, Fotini Gouseti, Noa Eshkol, Andreas Exner, Uli Fischer, Zille Homma Hamid, Heide Hinrichs, Olaf Holzapfel, Christa Jeitner, Visa van Joolen Kalos & Klio, Eva Meyer & Eran Schaerf, Christina Mitrenche, Karen Michelsen Castanon, Angelos Plessas, Judith Raum und Franz Erhard Walther, Dardan Zhegrova
Zurück