Fotografie-Ausstellung Das Phantom des Volkes

No More Flags - MacDonaldStrand ©MacDonaldStrand

Fr, 20.10.2023 –
So, 11.02.2024

20:00 Uhr

MOMus

MacDonaldStrand

Zentrale Ausstellung Thessaloniki PhotoBiennale 2023

Wenn einst das Gespenst des Kommunismus Europa heimsuchte, schwebt heute das Gespenst des Populismus über der Welt. Künstler ringen mit seinen unzähligen Erscheinungsformen: Wie und ob man "das Volk" darstellt, wie man die demokratische Macht, das Wesen charismatischer Führer, den Protest des Volkes und die Rebellion repräsentiert. Die digitalen Medien, die eng mit der Geschichte der Massenpolitik verwoben sind, eignen sich gut für eine solche künstlerische Erkundung.

Die Hauptausstellung der PhotoBiennale 2023 Das Phantom des Volkes erforscht die vielen verschiedenen Aspekte des Populismus durch Fotografie und Video. Dazu gehören Fragen wie: Wer "das Volk" letztendlich ist, ob es tatsächlich existiert (und wenn ja, wie, wann und wie lange)? Kann es visuell erfasst werden? Ist es eine Quelle der Hoffnung oder Terrors?  Wie verdichtet es sich in den Gesichtern seiner Möchtegern-Führer? Wie versammelt und verhält es sich bei politischen Protesten?

Die hier vorgestellten Künstler nähern sich diesen Themen auf ganz unterschiedliche, manchmal auch überschneidende Weise: Einige dokumentieren populistische Führer und ihre Anhänger sowie diejenigen, die sich im Gegenteil als Feinde populärer oder populistischer Bewegungen erweisen. Andere liefern satirische Ansichten über die Lächerlichkeit autoritärer Führer und das politische Delirium, das sie hervorrufen; andere machen Populismus-Performances oder aktivistische Arbeit in Solidarität mit Protestbewegungen; wieder andere machen konzeptionelle Arbeiten über Populismus und die tiefe Wirtschaftskrise, aus der er erstarkt ist.

Die Ausstellung gliedert sich in vier große, miteinander verbundene Bereiche. Die ersten beiden werden im MOMus Museum of Photography in Thessaloniki präsentiert: Die erste befasst sich mit der umstrittenen Darstellung der aktuellen Politik, insbesondere wenn diese in einer Krise steckt. Der zweite beschäftigt sich mit populistischen Führern und ihren Anhängern. Die nächsten beiden Abschnitte werden im MOMus-Performing Arts Centre präsentiert. Im dritten Teil geht es um diejenigen, die von der Kategorie "das Volk" ausgeschlossen sind, und darum, wie die Grenzen dieser Kategorie bewahrt werden. Der letzte Abschnitt schließlich befasst sich mit populistischem Protest von beiden Enden des politischen Spektrums.

Wie das Phänomen des Populismus selbst, hat der Bericht eine globale Reichweite. Dieser Ansatz macht die schwer fassbaren Begriffe wie "Volk" und Populismus ununterscheidbar, da sie Kontinente und die Links-Rechts-Spaltung überschreiten und oft Massenbeteiligung mit autoritärer Macht verbinden. Aus den sehr unterschiedlichen Arbeiten ergibt sich jedoch ein Bild des Populismus, das zwischen den Polen des politischen Antagonismus und der Solidarität schwankt.

–   Dauer: 20.10.2023 - 11.02.2024
–   Veranstaltungsorte: MOMus-Museum für Fotografie in Thessaloniki
 MOMus-Experimental Arts Center

–   Öffnungszeiten:
MOMus-Practical Arts Centre:      DI | MI | FR | SA | SO > 10:00-18:00
DO > 12:00-20:00

MOMus-Das Museum für Fotografie in Thessaloniki:
DI | MI | FR | SA | SO > 11:00-19:00
DO > 11:00-20:00

- Eröffnung: Freitag, 20. Oktober, 20:00

Künstler*innen
Daniel Mayrit, Dimitris Michalakis, MacDonaldStrand, The Archive of Public Protests, Ana Carolina Fernandes, Prarthna Singh, Wolfgang Scheppe, Dougie Wallace, Lauren Greenfield, Kostas Kapssianis, Rafal Milach, Uta Kögelsberger, Edgar Kanaykõ Xakriabá, Paolo Pellegrin, DISNOVATION. ORG, Kimberly dela Cruz, Christian Lutz, Sinna Nasseri, Joan Fontcuberta / Pilar Rosado, Vangelis Vlachos, Stefanos Tsivopoulos, Carey Young, Bani Abidi, Craig Ames, Boris Mikhailov


Herausgegeben von
Julian Stallabrass

Mitorganisiert von 
MOMus - Thessaloniki Museum of Photography, MOMus - Visual Arts Centre

Unterstützt von:  
Goethe-Institut Thessaloniki, British Council, Heinrich-Böll-Stiftung - Büro Thessaloniki
 

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