Ausstellung Gespaltene Erinnerungen 1940-1950

Gespaltene Erinnerungen © Goethe-Institut Thessaloniki, Layout Panagiotis Metallinos & MALVI Ltd.

Mi, 07.12.2016 -
So, 30.04.2017

Makedonisches Museum für Zeitgenössische Kunst

Egnatia Str. 154
(TIF-HELEXPO)
Thessaloniki

Zwischen Geschichte und Erfahrung

Die Ausstellung „Gespaltene Erinnerungen 1940-1950. Zwischen Geschichte und Erfahrung“ ist eine Ausstellung des Goethe-Instituts Thessaloniki in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Thessaloniki, dem Makedonischen Museum für Zeitgenössische Kunst in Thessaloniki und dem Deutschen Historischen Museum in Berlin.
 
Die Ausstellung fokussiert auf die kulturelle und künstlerische Wirklichkeit und ihre unterschiedlichen Ausdrücke während der Besatzungszeit und des Bürgerkriegs in Griechenland. Das Studium der kulturellen und sozialen Geschichte und die Erlebnisse der Menschen stehen im Widerspruch zu den abstrakten nationalistischen Konstruktionen und den Ideologien der Politik des Staates und sozialer Antagonismen. In der Ausstellung werden Erzählungen aus Werken Intellektueller und Künstler mit den dominierenden ideologischen Darstellungen gegenübergestellt; gleichzeitig werden wichtige historische Themen angesprochen, die weiterhin zum größten Teil ungelöst sind, wie die Veränderung der griechischen Gesellschaft am Beispiel des Schicksals der Juden Thessalonikis.
 
In diesem Rahmen fokussiert die Ausstellung auf die Komplexität der Geschichte und die Differenzierung von Erlebnis und Erinnerung, wie diese im kulturellen und künstlerischen Diskurs zum Ausdruck kommen. So wird sie unvermeidlich sowohl mit der emotionellen Dimension der Erlebnisse des Menschen wie auch mit der hartnäckigen Standardisierung von Ideologien konfrontiert und versucht, Beispiele aus der künstlerischen und kulturellen Produktion und Dokumenten aus öffentlichen und privaten Archiven zur Diskussion zu bringen.
 
Die Auswahl der Ausstellungsgegenstände erstreckt sich soweit wie möglich über ein breites Spektrum von Werken, Dokumenten und Ausdrücken, sowohl als unmittelbare Zeugnisse und Teilnehmer der Ereignisse, wie auch als differenzierte Erzählungen im Laufe der Zeit und versucht, Aspekte der Verhandlung von Erinnerung, Wissen und Geschichte in der Europäischen Wirklichkeit von damals zu erhellen. Ein großer Teil der Forschung konzentriert sich auf Thessaloniki aufgrund seiner besonderen geopolitischen Lage, seiner kosmopolitischen Gesellschaft in der Vorkriegszeit, seiner industrieorientierten Wirtschaft und der Geschichte des Holocaust seiner jüdischen Bürger.

Öffnungszeiten:
DO: 10.00 – 22.00
FR: 10.00 – 19.00
SA: 10.00 – 18.00
SO: 11.00 – 15.00
 

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