Literatur In der Übersetzung verloren gegangen?

In der Übersetzung verloren gegangen? @ Amanda Michalopoulou & Elena Penga

Mo, 08.04.2019

Goethe-Institut Athen

Omirou Str. 14-16
Athen

Zwei griechische Schriftstellerinnen in fremden Sprachen

Was bedeutet es, in einer Sprache wie des Griechischen, die sich an ein begrenztes Leserpublikum wendet, zu leben und zu schreiben? Ist die Übersetzung in andere Sprachen ein Wunsch nach Kommunikation? Ein Gespräch mit in weiteren Kreisen bekannten Schriftstellern? Ist sie ein Akt der Vergeblichkeit und Verzweiflung? Wann verrät eine Übersetzung den Geist des Textes? Was geht verloren und was ändert sich zwischen einer Sprache und der anderen?
 
Die Schriftstellerinnen Amanda Michalopoulou und Elena Penga sprechen miteinander über Themen wie das Missverständnis und die Vermittlung und Übertragung – Themen, die jedwede Übersetzung eines griechischen Werkes in andere Sprachen betreffen. Sie sprechen auch über den weiblichen Körper, über die Reise als eine Brücke zwischen Lokalem und Universellem, den Mythos von Narziss, sowie die Beziehung zwischen Literatur und Theater.
 
Zweisprachige griechische Schauspielerinnen lesen Ausschnitte aus Übersetzungen: Alexandra Aidini (italienisch), Eva Simatou (englisch), Alkisti Poulopoulou (französisch). Lena Kitsopoulou (deutsch) präsentiert einen Videoclip, den sie mit Texten der beiden Schriftstellerinnen gedreht hat. Auf der Leinwand sind sie griechisch untertitelt.
 
Die beiden in der griechischen Literatur seit Jahren tätigen Schriftstellerinnen, deren Arbeiten zum großen Teil im Ausland übersetzt sind, sind mit dem Preis der Akademie Athen in der Kategorie Erzählungen ausgezeichnet und für die vom Dalkey Archive Verlag herausgegebene Anthologie “Best Εuropean Fiction” ausgewählt worden. Amanda Michalopoulous Werke sind in siebzehn Sprachen übersetzt worden. Ihr Buch «Der leuchtende Tag» hat den Preis der Stiftung Petros Charis der Akademie Athen erhalten. Ihr Buch "I'd like" (in amerikanischer Übersetzung) wurde mit dem Internationalen Literaturpreis der Amerikanischen Stiftung der Künste ausgezeichnet (2008) und stand auf der shortlist des von der Universität Rochester vergebenen Preises Best  Book  in  Translation. Elena Pengas Theaterstücke und literarische Texte sind ins Holländische, Schwedische, Deutsche, Französische, Spanische und Englische übersetzt worden. Sie sind in San Francisco, New York, Lissabon, in Holland und den Vereinten Arabischen Emiraten aufgeführt worden. Ihre unter dem Titel "Eng geschnallte Gürtel..." erschienenen Erzählungen haben den Preis der Stiftung Ourani der Akademie Athen erhalten (2012).
 
Die Veranstaltung findet im Rahmen "Das große Fest der Lektüre" statt und wird von der Organisation Athen 2018 Welthauptstadt des Buches unterstützt. Hauptsponsor ist die Stavros Niarchos Foundation.

Zurück