Ausstellung
Scholia – Bilder im Dialog – Petra Grozaj / Maria Sainz Rueda

Ausstellungsansicht, Petra Grozaj und Maria Sainz Rueda, Leipziger Westpol A.I.R. Space
Ausstellungsansicht, Petra Grozaj und Maria Sainz Rueda, Leipziger Westpol A.I.R. Space | Petra Grozaj i Marie Sainz Ruede©Westpol A.I.R. Space

Podiumsdiskussion: 11.04.2017 um 17.30 Uhr

Zagreb

 
„Scholia“ ist die Bezeichnung für Randbemerkungen in (lateinischen und altgriechischen) Schriften der Antike, die dann mit der Zeit als eine eigene Kunstform sich entwickelt haben. Die Ausstellung der Künstlerinnen Maria Sainz Rueda und Petra Grozaj stellt ebenfalls eine künstlerische Form der wechselseitigen Bilderkommentare dar: einerseits spiegeln sich in den Arbeiten beider Künstlerinnen gemeinsame Einflüsse, Motive und technische Mittel, andererseits auch Gemeinsamkeiten in der formellen Ausbildung, die  neu formuliert und abgewandelt werden.
 
Maria Sainz Rueda, Jahrgang 1976, gehört einer jüngeren deutschen Künstlergeneration an, sie hat die Meisterschülerklasse bei Neo Rauch (der die Leipziger Schule neu begründet hat) absolviert

Petra Grozaj, Jahrgang 1974, ist fast gleichaltrig und hat die Zagreber Akademie für Bildende Kunst abgeschlossen.
 
Die  Arbeiten für diese Ausstellung entstanden in einer Art künstlerischem Dialog: Sie stellen gleichsam den Schnittpunkt unterschiedlicher Werdegänge dar mit unterschiedlichen geschichtlichen und kulturellen Hintergründen. Ironie, Eklektizismus und Hedonismus – der pure Genuss beim Akt des Malens – diese Elemente bilden einen gemeinsamen Rahmen ihrer figurativen Malerei.
Darüber hinaus findet sich darin eine gewisse Strategie des Widerspiegelns. Ihre Bilder entstehen in der Tat im Dialog und in den wechselseitigen künstlerischen Kommentaren.
 
Die Ausstellung „Scholia“ ist - nach einer ersten Gemeinschaftsausstellung im Oktober 2015 im Leipziger Westpol A.I.R. Space – ist die Fortsetzung der künstlerischen Zusammenarbeit.
 
Eine Podiumsdiskussion im Rahmen der Ausstellung nimmt das Thema der formalen künstlerischen Ausbildungim Gegensatz zum informellen Sammeln von Erfahrungen und Wissen auf.
 
Teilnehmer neben den beiden ausstellenden Künstlerinnen: Tomislav Buntak, Künstler und Professor für Malerei an der Zagreber Akademie für Bildende Kunst; Oliver Kossack, Professor für Malerei und Graphik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB), Leipzig.

Die Moderation übernimmt die Kuratorin der Ausstellung, Leila Topić (MSU).

Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit zwischen dem MSU und dem Goethe-Institut Kroatien, unterstützt vom Kulturministerium der Republik Kroatien und dem Institut für Auslandsbeziehungen, ifa.
 
 
 

Details

Zagreb



MSU Galerie, Avenija Dubrovnik 17, Zagreb