Konzert
ENSEMBLE MODERN

EM_schwarz auf weiss
© Matthias Creutzinger

Musik Biennale Zagreb

Zagreb

Zeitgenössische Kompositionen aus Deutschland und Slowenien sowie eine kroatische Auftragskomposition der Musikbiennale Zagreb stehen auf dem Programm des Ensemble Modern, das erstmals in Zagreb gastiert.

Seit seiner Gründung 1980 zählt das Ensemble Modern (EM) zu den führenden Ensembles für Neue Musik. Das in Frankfurt am Main beheimatete Ensemble ist bekannt für seine einzigartige Arbeits- und Organisationsweise, seine unverwechselbare programmatische Bandbreite umfasst Musiktheater, Tanz- und Videoprojekte, Kammermusik, Ensemble- und Orchesterkonzerte. 2003 wurde das Ensemble Modern von der Kulturstiftung des Bundes zu einem ›Leuchtturm‹ zeitgenössischer Kultur in Deutschland erklärt.
 

Programm:

Jörg Widmann: Liebeslied
Vito Žuraj: Contour
Arnulf Herrmann: Rondeau sauvage
Tibor Szirovicza: New piece - commissioned by MBZ
Enno Poppe: Salz

Dirigent: Rossen Gergov
 
Das Gastspiel im Rahmen der Musikbiennale Zagreb wird gefördert mit Auftragsmitteln des Auswärtigen Amtes und des Goethe-Instituts.
 
Derzeit vereint das Ensemble Modern 20 Solisten aus Argentinien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Griechenland, Indien, Israel, Japan, den USA und der Schweiz, deren Herkunft den kulturellen Hintergrund dieser Formation bildet.
Das in Frankfurt am Main beheimatete Ensemble ist bekannt für seine einzigartige Arbeits- und Organisationsweise ohne künstlerischen Leiter. Tourneen und Gastspiele führen das Ensemble Modern jährlich in etwa 100 Konzerten zu den renommiertesten Festivals und herausragenden Spielstätten weltweit.
In enger Zusammenarbeit mit Komponisten, verbunden mit dem Ziel größtmöglicher Authentizität, erarbeiten die Musiker jedes Jahr durchschnittlich 70 Werke neu, darunter etwa 20 Uraufführungen.
 
Tibor Szirovicza
graduierte 2009 in Komposition und Musiktheorei in der Klasse von Prof. Željko Brkanović . Er ist Mitglied der Kroatischen Komponisten-Vereinigung. Seit 2013 ist er Mitglied der Kroatischen Gesellschaft für unabhängige Künstler. 2014 initiierte er das Festival für Zeitgenössische Chormusik in Zagreb.

Arnulf Herrman, Pianist und Komponist, wurde 1968 in Heidelberg geboren. Seine Stücke werden – in enger Zusammenarbeit mit den führenden Ensembles für Neue Musik - im In- und Ausland sowie auf Festivals wie zum Beispiel den Donaueschinger Musiktagen, den Wittener Tagen für neue Kammermusik oder Wien Modern, gespielt.
2003 übernahm Herrmann einen Lehrauftrag in Theorie, Analyse und Gehörbildung an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, ab 2004 war er dort als Hauptfachlehrer für Komposition und seit 2006 außerdem als Dozent für Instrumentation und Analyse tätig.
Seit dem 1. April 2014 hat er in der Nachfolge von Theo Brandmüller die Professur für Komposition an der Hochschule für Musik Saar.

Jörg Widmann wurde am 19. Juni 1973 in München geboren. Er absolvierte ein Klarinettenstudium an der Hochschule für Musik in München, zusätzlich begann er im Alter von elf Jahren, Kompositions-unterricht zu nehmen. Als Klarinettist gilt Widmanns große Passion der Kammermusik. Er musiziert regelmäßig mit Partnern wie Daniel Barenboim, Tabea Zimmermann, Heinz Holliger, András Schiff, Kim Kashkashian und Hélène Grimaud. Aber auch als Solist in Orchesterkonzerten feiert er im In- und Ausland regelmäßig Erfolge. Von 2001 bis 2015 war Jörg Widmann Professor für Klarinette an der Freiburger Hochschule für Musik und ab 2009 erhielt er hier eine zusätzliche Professur für Komposition.

Rossen Gergov geniesst weitverbreitete Anerkennung, sowohl für seine Auftritte auf dem Konzertpodium, als auch für seine Opern-Dirigate, in einem Repertoirebereich, der von Mozart bis zu den grössten Herausforderungen in der zeitgenössischen Musik reicht.
Geboren 1981, studierte er Klavier und Klarinette bevor er bei Michail Angelov, Leopold Hager und Seiji Ozawa sein Dirigierstudium absolvierte. Rossen Gergov ist Laureate des ersten Evgeny Svetlanov Internationalen Dirigentenwettbewerbs in 2007. Seine CD-Einspielung von Werken David Cheskys mit dem Symphony Orchestra of the Norrlandsoperan wurde 2008 für einen Grammy nominiert. Außerdem entstanden Einspielungen für die BBC, den Bayerischen Rundfunk und den ORF.
 
Enno Poppe gehört zu den wichtigsten jüngeren Vertretern Neuer Musik. Er komponierte bereits als Jugendlicher und gewann mehrfach den Wettbewerb „Jugend komponiert“. Er studierte Komposition und Dirigieren an der Universität der Künste Berlin, weitere Studien führten ihn an das Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe.
Seit 1998 leitet er das auf die Interpretation Neuer Musik spezialisierte ensemble mosaik in Berlin. Von 2002 bis 2004 hatte er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Kompositionsaufträge erhielt er unter anderem von den Salzburger Festspielen, den Berliner Festwochen, dem Ensemble intercontemporain, der Jungen Deutschen Philharmonie, vom Ensemble Modern, dem Klangforum Wien, vom Ensemble musikFabrik, dem WDR, dem SWR für die Donaueschinger Musiktage und die Schwetzinger SWR Festspiele sowie vom BR. Seit 1998 leitet er das auf die Interpretation Neuer Musik spezialisierte ensemble mosaik in Berlin.
 
Vito Žuraj
studierte von 1997 bis 2002 Komposition und Musiktheorie bei Marko Mihevc an der Musikakademie Ljubljana, Slowenien. Danach setzte er von 2001 bis 2004 sein Kompositionsstudium an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden bei Jörg Herchet und Lothar Voigtländer fort. Es folgte ein Aufbaustudium in Komposition (2004–2006) bei Wolfgang Rihm und ein Studium der Musikinformatik (2006–2009) bei Thomas Alexander Troge, beides an der Hochschule für Musik Karlsruhe.  2009–2010 war Žuraj Stipendiat bei der Internationale Ensemble Modern Akademie. Von 2010 bis 2012 hatte er ein Stipendium der „Deutsche Bank Stiftung Akademie Musiktheater heute“ inne.
2012 wurde Vito Žuraj beim „57. Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart“ für sein Werk „Changeover“ mit dem 1. Preis ausgezeichnet.  Die Deutsche Akademie Rom Villa Massimo wählte Žuraj für das Jahr 2014 als Stipendiat für die Villa Massimo in Rom aus.
Seit 2007 ist Vito Žuraj auch in der Lehre tätig. Zunächst als Lehrbeauftragter für Instrumentenkunde, Instrumentation und Gregorianischen Choral an der Hochschule für Musik Karlsruhe, ab 2014 als Lehrbeauftragter für Musiktheorie an der Musikakademie Ljubljana.
 
 

Details

Zagreb



ZKM, Ul. Teslina 7