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Digitales Archiv der Sinti und Roma
RomArchive Opening Festival

Nach dreijähriger Recherche ist es soweit: Das von Isabel Raabe und Franziska Sauerbrey, Berlin, initiierte und von der Bundeskulturstiftung geförderte Projekt RomArchive stellt seine Ergebnisse 24.–27.1.2019 an der Akademie der Künste in Berlin vor. Zur Eröffnung des digitalen Archivs der Sinti und Roma ist auch das Goethe-Institut Budapest mit seiner Ausstellung Nyolc | Acht eingeladen. Die Fotoserie von Miklós Déri, die in der Reihe Temporär letztes Jahr in unserem Haus gezeigt wurde, ist bis 17.2. in der Galerie CLB zu sehen.

Miklós Déri in der Druckerei Miklós Déri in der Druckerei | © Goethe-Institut Budapest

RomArchive – Selbstrepräsentation im Mittelpunkt

RomArchive ist als internationales digitales Archiv für Kunst der Sinti und Roma konzipiert – als stetig wachsende Sammlung von Kunst aller Gattungen, erweitert um historische Dokumente und wissenschaftliche Texte.

Anders als in „hegemonialen“ Archiven, in denen Roma und Sinti meist ausschließlich stereotyp dargestellt werden, steht bei RomArchive ihre Selbstrepräsentation im Mittelpunkt: Es entstehen Erzählungen, die gerade auch die Heterogenität ihrer unterschiedlichen nationalen und kulturellen Identitäten widerspiegeln. Der Reichtum einer jahrhundertealten und bis in die Gegenwart überaus lebendigen wie vielseitigen künstlerischen und kulturellen Produktion, die eng mit der europäischen verwoben ist, wird öffentlich sichtbar und zugänglich. Auf diese Weise will das Projekt auch den hartnäckig bestehenden Vorurteilen und Fremdbildern entgegentreten. Somit richtet sich RomArchive nicht nur an Europas größte Minderheit, sondern auch an Europas Mehrheitsgesellschaften.

Roma und Sinti gestalten das Archiv in allen entscheidenden Positionen: als KuratorInnen, als KünstlerInnen, als WissenschaftlerInnen sowie im projektbegleitenden Beirat.

 

Nyolc | Acht – RomArchive in Budapest

Das Goethe-Institut Budapest hat sich an der Initiative RomArchive mit zahlreichen Projekten beteiligt. Wir starteten unter anderem das Webdossier Sprache und Kultur der ungarischen Roma, veranstalteten die Konferenz Bilder der Roma in der Kunst und präsentierten Sprachen der ungarischen Roma in der Cocktailbar europäischer Sprachen. 10.4.–30.9.2018 zeigten wir in unserem Haus in der Reihe Temporär Miklós Déris Fotoserie Nyolc | Acht.
Miklós Déri: Nyolc | Acht Miklós Déri: Nyolc | Acht | © Déri Miklós Die Fotoportraits Nyolc | Acht widmen sich dem Alltagsleben im 8. Bezirk Budapests, in der Markthalle am Rákóczi Platz und ihrer Umgebung.

Miklós Déri (geb. 1964) begann seine Laufbahn als Fotoreporter. Der von ihm verfolgte fotografische Ansatz ist der Erfassung und Dokumentation von Menschen und ihrer Lebenswelt verpflichtet. Seine Porträts (2014) hielten typische Figuren aus der alternativen Budapester Szene der 1990er Jahre fest, in der Reihe Romakörper (2015) zeigte er arrangierte stereotypische und reale Porträts bekannter Roma-Künstler und Roma-Intellektueller.
 
Im Rahmen des Opening Festivals Performing RomArchive wird Nyolc | Acht in der Galerie CLB in Berlin ausgestellt.

26.1.–17.2.2019
Eröffnung: 26.1., 19:30 Uhr
CLB Berlin, Aufbauhaus am Moritzplatz

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