In der Veranstaltungsreihe des Goethe-Instituts Jövő Idők – Futur III werden Projekte vorgestellt, die moderne Technologien, welche bereits ab der nahen Zukunft unseren Alltag bestimmen, und deren gesellschaftliche Auswirkungen verarbeiten. Teil des Programms ist die interaktive Ausstellung zur Künstlichen Intelligenz MI2040 – Eine Entscheidung?, die in der Nacht der Wissenschaft eröffnet wurde, in deren Rahmen die Besucher auch ein thematischer Vortrag, ein Robotik-Workshop und eine Filmvorführung erwarteten. Weitere thematische Paneldiskussionen folgen im Oktober.
Das Projekt Nao Bot Guru untersucht, in Kooperation mit dem Kollektiv Binaura, die Grenzgebiete der menschlichen und über den Menschen hinausweisenden Kognition. Binaura verfertigt seit Anfang der 2000er Jahre software-basierte Kunstwerke und physische Installationen mithilfe von open source Programmen und Codes. Zwei weitere Projekte der Gruppe, die den Zusammenhang menschlicher Intuition und maschinellen Lernens thematisieren, werden im Herbst unter dem Titel Intuition Room im Trafó – Haus der Gegenwartskunst zu sehen sein.
In der vom 24. September bis zum 8. Oktober 2021 zugänglichen interaktiven Ausstellung, die einzelne Gebäudeteile des Goethe-Instituts – die Bibliothek, den Garten und das erste Obergeschoss – in Ausstellungsflächen verwandelt hatte, konnten die Besucher*innen herausfinden, was die KI von einem menschlichen Gesicht ablesen kann, oder eben wie sie täuschend echt wirkende sprechende Köpfe hervorbringt. Sie konnten erfahren, wie KI zur Planung von umweltbewusstem Energieverbrauch oder von nachhaltigen Lebensräumen eingesetzt werden kann. Sie bekamen Anregungen, um über das Verhältnis zwischen Lebendigem und Unbelebtem oder über transzendentale Erfahrungen nachzudenken.




