Konferenz Minderheiten im Fokus

Konferenzprogramm (Auszug)

Mo, 03.07.2017 -
Di, 04.07.2017

Andrássy Universität

Pollack Mihály tér 3.
H-1088 Budapest

Angesichts der durch Deutschland und Frankreich neu belebten Debatte über Europa ist es an der Zeit, auch die Frage der deutschen Minderheiten in einem neuen Licht zu sehen. „Die neue Situation in Europa lässt auch die Behandlung der Minderheitenfrage nicht unberührt“ – sagt Michael Müller-Verweyen, Leiter des Goethe-Instituts in Budapest. Deshalb lädt das Institut am 3. und 4. Juli zu einer zweitägigen Konferenz nach Budapest mit dem Titel „Deutsch als Minderheitensprache im Kontext der europäischen Mehrsprachigkeit“ ein.
 
Wie für kulturpolitische Themen mit deutscher Beteiligung naheliegend, findet diese Konferenz an der deutschsprachigen Andrássy Universität Budapest statt. Diese fungiert ebenfalls wie auch die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen als Partner.
 
Die Tagung findet fast genau ein Jahr nach der von der Deutschen Botschaft initiierten internationalen Konferenz zu „Minderheiten in Europa“ statt. Fand die Tagung 2016 in Anwesenheit des ehemaligen Ministerpräsidenten Bernhard Vogel statt, so hat das Goethe-Institut in diesem Jahr Hartmut Koschyk, Beauftragter der Bunderegierung für nationale Minderheiten, eingeladen. Teilnehmen werden zudem Experten und Minderheitenvertreter aus den Ländern Georgien, Kasachstan, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Moldawien, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien,  Ukraine – und natürlich auch aus Ungarn. Erwartet werden von der Budapester Konferenz Ergebnisse, die die strategische Ausrichtung der Arbeit mit den deutschen Minderheiten in den nächsten Jahren mitbestimmen werden.  
 
Nach den Impulsvorträgen über „Minderheitensprachen als Muttersprachen im Kontext der europäischen Mehrsprachigkeit“ bzw. über „Mehrsprachigkeit als historischem Erbe einer neuen europäischen Identität“ werden als Fallbeispiele Ungarn und Polen im Mittelpunkt stehen, bevor am zweiten Tag in internationalen Arbeitsgruppen quer durch die teilnehmenden Nationen zusammengearbeitet wird.
 
Das Goethe-Institut in Budapest befasst sich seit Jahren mit der Förderung der deutschen Minderheiten. Hierzu finden u.a. Fortbildungen für Lehrkräfte für Deutsch als Minderheitensprache und Schülerwettbewerbe statt, es werden Lehr- und Lernmaterialien entwickelt und die Medienzentren vor Ort mit Materialien für den Deutschunterricht versorgt. Weitere Informationen über die Tätigkeit des Instituts im Minderheitenbereich finden Sie hier.
  Änderungen vorbehalten.

In Kooperation mit der Andrássy Universität Budapest und der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen.

Zurück