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GoetheKonter – Riau Riung© Goethe-Institut Bandung

Offene Auschreibung
GoetheKonter – Riau Riung

Das Goethe-Institut Bandung lädt in Zusammenarbeit mit Indeks zur Teilnahme an GoetheKonter - Riau Riung ein, einer mobilen Mikrogalerie, die sich mit aktuellen Themen in der Umgebung des Goethe-Instituts Bandung beschäftigt. Die Ausschreibung richtet sich an Künstler*innen verschiedener Medien sowie an Designer*innen, Fotograf*innen, Forscher*innen und Schriftsteller*innen, die im Rahmen einer sechswöchigen Vorbereitungszeit ihre Ideen entwickeln und ihre Arbeiten anschließend an ausgewählten Veranstaltungsorten in der Nachbarschaft des Goethe-Instituts Bandung präsentieren möchten.

Bandung ist eine Stadt, die sich ständig verändert und sich an die Bedürfnisse ihrer Bewohner*innen anpasst. GoetheKonter - Riau Riung lädt Kunstschaffende ein, verschiedene Elemente zu überdenken, die den urbanen Raum rund um das Goethe-Institut Bandung ausmachen, insbesondere im Umkreis von ±1 km oder 5-10 Gehminuten. 

Das Goethe-Institut Bandung ist von Orten umgeben, an denen Menschen zusammenkommen - Sportanlagen, Konzert-, und Ausstellungsräume, Einkaufszentren und andere Treffpunkte. Während der niederländischen Kolonialzeit war die Gegend als Europese Zakenwijk oder Europäisches Geschäftsviertel bekannt (s.h. Koento, Haryoto: Buku Wajah Bandoeng Tempo Doeloe, 1984; Hermawan, Iwan: Arkeologi Masa Kini, 2010). Zu den Gebäuden, die die räumliche Identität dort ausmachten, gehören die Jaarbeurs de Bandung, die heute Kologdam heißt, die Nederlands Indie Athletiek Unie oder der Saparua-Park, das Centrum-Schwimmbad, der Saint Albanus-Komplex und das Wohngebiet Riouwstraat für niederländische Einwohner*innen. Eins dieser Häuser beheimatet heute das Goethe-Institut Bandung. Die Veränderungen in den Funktionen und der Nutzung dieser Orte spiegeln die Trends, sozialen Veränderungen und die Konsumzyklen der Stadtbewohner*innen wider.

Seit Beginn des Jahrtausends hat die Wiederbelebung kreativer Praktiken in Bandung eine Vielzahl neuer Aktivitäten in diesem Raum für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Saparua-Park, der einst als Veranstaltungsort für Musikkonzerte berühmt war, wird heute neben der Rollschuhbahn vor allem für sportliche Aktivitäten genutzt. Die Ansiedlung von Fabriken, fotogenen Cafés mit ständig wechselnden kulinarischen Angeboten, traditionellen Marktplätzen, die für kulturelle Aktivitäten umgewidmet wurden, und neu gestalteten Stadtparks haben zu sichtbaren Verschiebungen der räumlichen Funktionen beigetragen, die sich in Veränderungen der Umgebung, der Fassaden, der Waren und des Zielpublikums niederschlagen. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, die Schichten hinter dem auf den ersten Blick Sichtbaren kritisch zu bewerten, z. B. die Auswirkungen der digitalen Revolution, der COVID-19 Pandemie sowie die Dynamik von Subkulturen, die ständig mit den Behörden verhandeln.

Wie lässt sich künstlerisch auf diese Phänomene reagieren und die Ergebnisse im GoetheKonter vorstellen? Unter dem Titel Riau Riung sind die Teilnehmenden eingeladen, innerhalb dieses Rahmens in einer sechswöchigen Recherchezeit zu arbeiten. Das Goethe-Institut Bandung als Plattform zur Erforschung von Ideen sowie künstlerischen und kulturellen Praktiken dient den Teilnehmenden als Ausgangspunkt, um die Funktionen und die Bedeutung von Raum zu untersuchen. Durch die Nähe zum Kontext und zu den potenziell zu bearbeitenden Themen werden die Teilnehmenden bei der Entwicklung ihrer Ideen begleitet, um weitere Möglichkeiten zur Einbindung des lokalen Publikums in öffentliche Aktivitäten zu fördern. Am Ende des Projekts werden die Teilnehmer ihre Arbeiten in den GoetheKonters sechs Wochen lang an ausgewählten öffentlichen Orten ausgestellen.

Über GoetheKonter

GoetheKonter ist ein rhizomatisches Gemeinschaftsprojekt des Goethe-Instituts Bandung und Indeks, um künstlerische Praktiken einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Dabei tauchen tragbare Mikrogalerien in Form von Glaskästen mit den Maßen 80 x 40 x 40 cm als temporäre Ausstellungen an unterschiedlichen Orten Bandungs auf. Der "Konter"-Teil des Projektnamens geht auf das von Indeks kuratierte Projekt "Galeri Konter" zurück; der indonesische Begriff "Konter" bedeutet "Schaukasten" (Substantiv) und "kontern" (Verb). Für diese Ausgabe werden die teilnehmenden Künstler*innen Werke entwickeln, die nach einem sechswöchigen Arbeits- und Rechercheaufenthalt in den Räumlichkeiten des Goethe-Instituts Bandung in den Konter präsentiert werden. Das Projekt bietet Kunstschaffenden die Möglichkeit, mit verschiedenen Präsentationsformaten zu arbeiten, ihre künstlerischen Konzepte zu kontextualisieren und ein breiteres Publikum mit unterschiedlichen demografischen Hintergründen anzusprechen.

Indeks wurde im Februar 2020 ins Leben gerufen und verfolgt drei Hauptziele: die Entwicklung des Kunst-Ökosystems in Bandung nachzuvollziehen, die Rolle eines unabhängigen Forschungszentrums und einer Crowd-Source-Archivierungsplattform auszufüllen und den Dialog und den Wissensaustausch zwischen Kunstschaffenden zu fördern. Der Schwerpunkt von Indeks liegt auf Archiven und Bibliotheken, Forschung und Entwicklung, Künstleraufenthalten sowie Film- und Bewegtbildprogrammen. Vor kurzem haben sie mit dem British Council und der Japan Foundation zusammengearbeitet und eine Ausstellung im Museum MACAN Jakarta mit kuratiert.
 

  • Sechswöchiger Arbeits- und Rechercheaufenthalt am Goethe-Institut Bandung.
  • Atelierbesuche.
  • Entwicklung der vorgeschlagenen Ideen mit eingeladenen Impulsgeber*innen.
  • Ausstellung der Arbeiten in GoetheKonter am Goethe-Institut Bandung und/oder an anderen ausgewählten Partnerorten.
  • Öffentliche Programmgestaltung durch die Teilnehmenden in Form eines Workshops, einer Führung und/oder einer Diskussion.
  • Bewerbungszeitraum: 22. Juli - 19. August 
  • Bekanntgabe der ausgewählten Teilnehmer: 29. August 
  • Ideenentwicklung und Produktion: 5. September - 14. Oktober 
  • Ausstellungen und öffentliche Programme: 28/29. Oktober - 11. Dezember
  • Ein gemeinsamer Arbeitsraum für die Teilnehmer*innen.
  • Produktions- und Künstler*innenhonorare.
  • Impulse durch urbane Expert*innen.
  • Kuratorische Begleitung durch Indeks.
Für junge Künstler*innen, Designer*innen, Fotograf*innen, Forscher*innen und Schriftsteller*innen im Alter zwischen 21-35 Jahren mit Wohnsitz in Bandung und West Java.
Die Anmeldung erfolgt via dem Anmeldeformular. Bitte laden Sie das Anmeldeformular, füllen Sie es aus und senden Sie es zusammen mit Ihrem Lebenslauf (max. 2 Seiten) sowie Arbeitsproben (3-5 Proben, nicht mehr als 10 MB) an die E-Mail-Adresse lukman.hakim @goethe.de mit dem Betreff GoetheKonter - Riau Riung. Einen Tag nach Anmeldeschluss erhalten alle Bewerber*innen eine Bestätigungsmail.

Kontakt

Lukman Hakim
Kulturprogrammkoordinator
lukman.hakim @goethe.de


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