Kurzgeschichte Der Preis des Bräutigams

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Die Auseinandersetzung begann damit, dass der Datuak die Frage stellte: “Welchen Preis wollen wir für Syahrial festsetzen?“
 

Datuak (1) Bandaro Rajo stand auf und ging mit schnellen Schritten zur Tür. Seine Geduld war am Ende, zudem fühlte er sich in seiner Ehre als Stammesoberhaupt gekränkt. Die Familie von Sutan (2) Siri hatte seinem Rat kein Gehör geschenkt. Was war also der Sinn dieser Einladung?

„Datuak… so warte doch!” Sutan Siri stand ebenso auf und eilte Datuak Bandaro Rajo nach zur Tür. Er versuchte diesen davon abzuhalten, die Treppenstufen des im traditionellen Stil gebauten Hauses hinunter zu gehen. Alle Augen waren auf die beiden gerichtet. Jeder wusste, dass der Datuak verärgert war.

Syahrial lieβ seinen Kopf noch tiefer hängen. Er war sich dessen bewusst, dass die Verärgerung des Datuak etwas mit seiner vorherigen Äußerung zu tun hatte.

„Was soll ich dazu noch sagen, Sutan?” rief der Datuak.”Ich habe Vorschläge gemacht und die Entscheidung eurer Familie angehört. Dies bedeutet, dass diese Sache bereits abgeschlossen ist und deshalb werde ich mich nun verabschieden. ”
„Wir möchten, dass du, Datuak, deinen Segen zu unserem Vorhaben gibst. Bitte lass Syahrial mit dem fortfahren, was er schon beschlossen hat. Seine Erklärungen scheinen uns akzeptabel genug.“ Sutan Siri versuchte, den Dorfältesten zum Bleiben zu überreden, jedoch vergeblich.

Der Dorfälteste sagte völlig entrüstet: „Sutan, darf ich euch daran erinnern, dass ich der Dorfälteste bin, dessen Aufgabe es ist, sich um alles zu kümmern, was mit der Einhaltung unserer Bräuche und Traditionen zu tun hat, welche wohlgemerkt bereits seit vielen Generationen in unserem Dorf gelten und geachtet werden. Die Entscheidung Syahrials verstöβt gegen unsere Traditionen und deshalb kann ich dieses Vorhaben nicht billigen.“

„Aber Datuak…! “ entgegnete Sutan Siri.

„Entschuldige mich … Assalamualaikum…“, erwiderte dieser und eilte die Treppenstufen hinunter, ohne ein einziges Mal zurück zu schauen. Sutan Siri versuchte noch, ihn zurück zu rufen, jedoch erfolglos. Datuak Bandaro Rajo fühlte sich in der Tat hintergangen. Er war der Dorfälteste des Stammes Kutianyir im Dorf Kurai Taji nahe der Stadt Pariaman. Zu seiner Ernennung zum traditionellen Dorfoberhaupt hatte man feierlich einen Büffel geschlachtet. Aber nun? Syahrial, dieser unerfahrene Jüngling, der gerade erst sein Studium abgeschlossen hatte, stellte nun alle Regeln, die er nicht für richtig hielt, in Frage. Was wusste dieses Kind schon? Unterdessen kehrte Sutan Siri zurück ins Haus und setzte sich erschöpft nieder. Syahrial schaute seinen Vater wütend an. Er wusste, dass er die Schuld an dieser Situation trug, obgleich er gewiss das Richtige wollte.

*

Der Zeiger der Uhr stand genau auf zwei Uhr nachts. Ein Wachmann hatte geradeerst zweimal gegeneine nahegelegene Straßenlaterne geschlagen. Doch Syahrial lag immer noch hellwach da. Er hatte im Vorfeld schon geahnt, dass alles nicht einfach werden würde. Dennoch hatte er gehofft, dass durch seine Erklärung viele seiner Verwandten diese Situation verstehen würden. Aber nicht nur Datuak Bandaro Rajo stand seiner Ankündigung ablehnend gegenüber, selbst sein älterer Bruder und seine ältere Schwester waren erschrocken, als sie von Syahrials Absicht hörten. Selbst seine eigenen Eltern waren zu Anfang dagegen gewesen.

Zumindest in Syahrials Augen war diese Angelegenheit eher banal. Er, Syahrial hatte nicht die Absicht gehabt, die ganze Situation in diesem Maße eskalieren zu lassen, doch nun hatte seine Ankündigung das traditionelle Fundament, das bislang für Ordnung sorgte, ins Wanken gebracht. Er wollte lediglich einen alten Brauch gegen einen neuen eintauschen. Ganz und gar nicht wäre es ihm in den Sinn gekommen, einen Konflikt oder gar eine Spaltung in der Familie zu verursachen, sondern nur darum, einen Fehler zu korrigieren.

Datuak Bandaro Rajo war als Dorfältester gebeten worden, an einem Familienrat teilzunehmen. „Ratssitzung” wäre schon zu formell; es handelte sich eher um eine Zusammenkunft der weiteren Familie von Sutan Siri.

Die Auseinandersetzung begann damit, dass der Datuak die Frage stellte: “Welchen Preis wollen wir für Syahrial festsetzen?“
Auf diese Frage antwortete Sutan Siri mit gesenktem Kopf: „Es gibt keinen Preis.” Er wusste, dass dies nicht die Antwort war, die Datuak Bandaro Rajo erwartet hätte.

„Was meint ihr damit – es gibt keinen?“ fragte der Dorfälteste etwas verwirrt.

„Wir werden zum Elternhaus der Braut gehen und ihr einen Heiratsantrag machen. Falls die Eltern einwilligen, dann werden wir gleich bei dieser Gelegenheit das Datum des Hochzeitstages festlegen.”

Dies war der Beginn des Streits gewesen. Datuak Bandaro Rajo hatte sich sogleich aufgeregt: „Seit wann gelten denn solche Regeln in unserem Dorf? Wir sind angesehene Leute. Noch dazu hat Syahrial einen Hochschulabschluss. Also, kann ein hoher Preis von jedem verlangt werden, der ihn zu seinem Schwiegersohn haben möchte.“

„Bei allem Respekt, Datuak, aber wir sprechen hier über eine Hochzeit – meine Hochzeit– und kein Geschäft. Erlauben Sie mir, die nächsten Schritte nach meinen Vorstellungen durchzuführen“ erklärte Syahrial.

„Doch dies würde bedeuten, dass du gegen das Gesetz verstößt“, hatte der Dorfälteste erwidert.

„Gegen welches Gesetz denn, Datuak? Ist es denn eine Sünde?“

„Nun, dies sind traditionelle Regeln, die bereits seit vielen Generationen überliefert sind.”

„Aber wir gehören zum Stamm der Minang (3) , Datuak, die Tradition beruht auf dem Recht des Islam, dieses Recht wiederum beruht auf den Versen, welche im Koran zu finden sind – mit anderen Worten, unsere Tradition stützt sich auf die Religion, welche sich wiederum auf islamisches Recht beruft. In unserer Religion gibt es keinerlei Anhaltspunkte für den Ursprung einer Tradition, bei der ein Mann bei seiner Hochzeit von den Eltern seiner Frau gekauft werden muss“, hatte Syahrial gesagt.

Dies hatte Datuak Bandaro Rajo empört. Er sagte wütend: “Du brauchst mich nicht belehren. Ich weiß über unsere Bräuche und Traditionen bestens Bescheid.

“Syahrial erwiderte stammelnd: “Aber Datuak…”.Aber er konnte den Rest dessen, was er sagen wollte, nicht mehr aussprechen, denn der Dorfälteste war sehr schnell aufgestanden, um die Versammlung zu verlassen.

Nun blickte Syahrial stumm an die Zimmerdecke. Mittlerweile war es Viertel nach zwei Uhr nachts geworden.

*

Vorige Woche bereits hatte Syahrial seinen Eltern von seiner Absicht zu heiraten erzählt.

Seine Mutter schaute ihn verwundert an und fragte: „Bist du dir denn schon sicher?“ Worauf der junge Mann antwortete: „Ja, ich bin mir sicher, schließlich arbeite ich schon und kann meine Entscheidungen alleine fällen.

“Daraufhin hatte der Vater, der bei ihnen saß, ihn gefragt, ob er denn bereits wüsste, wer seine zukünftige Frau werden würde.
Auch auf diese Frage konnte der Sohn Sutan Siris prompt eine Antwort geben: „Ja, Vater, ihr beide kennt sie noch von früher. Es ist eine Schulfreundin von mir. Sie heißt Siti Rohani und wohnt im Nachbardorf.”

Beide Eltern schauten sich lächelnd an. Dann fragte Sutan Siri seinen Sohn: ”Wann soll denn die Hochzeit stattfinden?”

„Je früher, umso besser. Ich werde mir im nächsten Monat eine Woche freinehmen und es wäre schön, wenn die Hochzeit dann stattfinden könnte.”

Dennoch ist eine Hochzeit in diesem Dorf nicht nur eine Angelegenheit zwischen den beiden Familien, sondern betrifft auch die traditionellen Gemeinschaften der beiden Dörfer und ihre Oberhäupter. Aus diesem Grund hatte Sutan Siri noch am selben Abend den Datuak Bandaro Rajo gemeinsam mit einigen anderen Ältesten des Dorfrates zu sich nach Hause eingeladen, um die Einzelheiten der Hochzeit zwischen seinem Sohn und Siti Rohani, der jungen Frau aus dem Nachbardorf, zu besprechen.

Es war Tradition in diesem Dorf, dass die Familie der Frau dem Mann einen Heiratsantrag macht. Nach einer Einwilligung seitens der Familie des Mannes, wird eine Bräutigamsgabe festgelegt. Syahrial hatte keine Idee, warum dies so sein müsste. Es entspricht der Tradition, sagten die Dorfältesten. Der Preis hängt davon ab, wer der junge Mann ist, etwa ob er gebildet ist. Auch der Reichtum der Eltern spielt dabei eine Rolle. Je höher der soziale Status der Familie war, umso höher ist das Bräutigamsgeld, das von den Eltern der Frau gezahlt werden muss. War dies eine Heirat oder ein Geschäft?

Syahrial musste noch einmal daran denken, dass sein Vater das Reisfeld am Fuße des Hügels immer noch nicht zurückkaufen konnte, das er verpfändet hatte, als Syahrials ältere Schwester Fatma das Geld für ihren Ehemann gezahlt hatte. Warum wurde die Hochzeit, von der selbst der Prophet sagte, dass sie eine geweihte und heilige Angelegenheit der Religion wäre, nur mit Geld und Gütern aufgewogen. Syahrial wollte sich das nicht antun und beschloss, sich an die Richtlinien der Religion zu halten. Seine Familie würde um die Hand Siti Rohanis anhalten. Wenn die Werbung angenommen würde, könnte der Tag für die Hochzeit festgelegt werden. Wenn überhaupt irgendjemand bezahlen sollte, so wäre er es selbst, der den Preis bereitstellen würde.

Noch bevor der Heiratsantrag formell gestellt worden war, war es für ihn klar, dass Siti ihn annehmen würde. Schließlich kannten sie einander schon lange und sie hatten gemeinsam beschlossen zu heiraten, lange bevor Syahrial seine Eltern darüber informiert hatte. Aber natürlich musste die übliche Brautwerbung durchgeführt werden. Gab es den Ausdruck khitbah – werben – nicht auch im Islam? Syahrial wollte, dass dies vor der eigentlichen Hochzeitszeremonie geschah.

Dennoch war es in seinem Dorf noch nie der Fall gewesen, dass ein Mann vor seiner Heirat nicht gekauft wurde.

*

Bereits schon dreimal hatte Sutan Siri das Haus des Dorfältesten aufgesucht, um ihn zu bitten, seine Familie zum Elternhaus von Siti Rohani im Nachbardorf zu begleiten. Doch ohne jeden Erfolg. Der Dorfälteste war nicht von seiner Überzeugung abzubringen.
Zu Sutan Siri sagte er: “Verzeihung, Sutan. Bitte zwingen Sie mich nie etwas zu tun, das gegen die Regeln unserer Tradition verstößt. Wo bleibt mein Stolz, wenn das ganze Dorf erfährt, dass Syahrial auf diese Weise heiratet?“

Sutan Siri ging wieder erfolglos nach Hause. Als Syahrial seinen Vater so sah, sagte er: “Lass es gut sein, Vater. Wie wäre es, wenn wir einfach ohne die Begleitung des Datuak zum Elternhaus von Siti Rohani gehen. Was wäre denn verkehrt daran? Warum müssen wir überhaupt Datuak Bandaro Rajo mit einbeziehen? “

Der Vater erwiderte mit einem Kopfschütteln: „Syahrial, du sprichst, als ob du nicht über die Konsequenzen einer solchen Tat Bescheid wüsstest, wenn das ganze Dorf erfährt, dass wir ohne den Dorfältesten zu dem Elternhaus von Siti gehen, mit der Absicht um ihre Hand anzuhalten. Dann werden alle Leute über uns herziehen. Selbst diejenigen jungen Leute, die vor der Ehe beim Sex erwischt werden, werden von den Stammesältesten ihrer Dörfer gemäß der Tradition verheiratet. Und vor allem du sollst auf die richtige Weise verheiratet werden.”

„Was bedeutet denn eine Tradition, die auf dem Fundament der Religion beruht, Vater? Wieso soll die Religion hinter den Traditionen hinten anstehen? Sollten nicht vielmehr die traditionellen Regeln sich denen der Religion anpassen? Wenn es zu einem Konflikt zwischen der Tradition und der Religion kommt, sollten wir dann nicht den Regeln der Religion folgen?“

Sutan Siri war verstummt. Er war nicht in der Lage, seinem Sohn zu widersprechen. Der ursprüngliche Wunsch Syahrials, nicht gekauft zu werden, hatte Sutan Siri sowieso schon zornig gestimmt. Er hatte insgeheim darauf gehofft, das Reisfeld, das bei Fatmas Verlobung verpfändet worden war, wieder zurückerwerben zu können, wenn er für Syahrial ein hohes Bräutigamsgeld erzielen könnte. Er war sich auch sicher, dass sich viele willige Schwiegereltern für seinen Sohn finden würden. Syahrial war schließlich ein ehrenhafter, gut aussehender junger Mann, der gebildet war und schon über ein geregeltes Einkommen verfügte. Wie hoch auch immer das Bräutigamsgeld festgesetzt würde, die Familie der Braut würde ihn bestimmt annehmen. Doch Syahrial hatte die Hoffnungen seines Vaters zunichte gemacht. Leider konnte er auch nicht den Argumenten seines Sohnes widersprechen. Alles was sein Sohn zu diesem Thema gesagt hatte, war wahr.

Auf einmal fragte Syahrial seinen Vater: „Vater, ist es wahr, dass wir die Hochzeit absagen müssen, nur weil Datuak Bandaro Rajo nicht gewillt ist, Mitglieder unserer Familie zu Sitis Elternhaus zu begleiten?“Der Vater versprach: „Ich werde noch einmal zu Datuak Bandaro Rajo gehen. Sollte er immer noch bei seiner Überzeugung bleiben, so reicht es, wenn Vertreter unserer Familie zu Sitis Elternhaus gehen. “

*

Syahrial saß am Fenster des Hauses seiner Familie. Ab und zu wanderte sein Blick auf die Straße, jedoch die Menschen, die er erwartete, waren noch nicht zu sehen. Der Vollmond stand am Himmel mit einem Lächeln. Im hellen Schein des Mondes war der sorgenvolle Ausdruck auf Syahrials Gesicht deutlich zu erkennen. Es war bereits elf Uhr nachts. Die Gruppe, die das Haus mit der Absicht verlassen hatte, um Sitis Hand anzuhalten, war noch nicht zurückgekehrt.

Die Vertreter seiner Familie hatten sich gleich nach dem Isya Gebet (4) auf den Weg ins Nachbardorf gemacht. Datuak Bandaro Rajo war schließlich doch mitgekommen. Syahrial bedankte sich von Herzen bei seinem Vater für die Hartnäckigkeit, mit der er den Dorfältesten immer wieder aufgesucht und überredet hatte, mitzukommen.

Syahrial konnte sich das Wortgefecht im Nachbardorf zwischen Datuak Bandaro Rajo und dem Dorfältesten des Tanjung-Klans nur allzu gut vorstellen. Wie würde er den Verzicht auf das Bräutigamsgeld für Syahrial erklären?

Bevor die Gruppe sich auf den Weg gemacht hatte, hatte Syahrial seinen Vater nur um eine Sache gebeten: “Mache ihr in meinem Namen den Heiratsantrag und fragt sie nach dem Brautpreis.“ Es wäre dann im Nachhinein Syahrials Pflicht, den Brautpreis aufzubringen.

Da ertönte plötzlich der Adhān (6) , den Syahrial als Klingelton auf seinem Mobiltelefon eingerichtet hatte, ließ ihn aufhorchen. Es war eine SMS. Hastig laser die kurze Nachricht von Siti: „Uda (7) , deine Eltern sind auf dem Heimweg. Die Khitbah (8) ist zu Ende. Unsere Eltern sind sich einig. Das Datum unserer Hochzeit ist auch schon festgelegt. Am ersten Freitag im nächsten Monat.“ Erleichtert über diese Nachricht rief er: „Alhamdulillah …” aus und versank in ein Gebet des Dankes. Danach beantwortete er die SMS: „Gott sei Dank, gab es denn keine Zwischenfälle mit den Formalitäten?“

Darauf antwortete Siti: „Ich konnte die Khitbah nur aus meinem Zimmer verfolgen.Unsere beiden Eltern sind einverstanden. Auch die beiden Dorfältesten haben sich geeinigt. Meine Familie wird 25 Goldmünzen für dich zahlen.“ Nachdem er diese Worte gelesen hatte, schwanden seine Kräfte und Syahrials Mobiltelefon fiel zu Boden. 25 Goldmünzen? Wie konnte das nur geschehen? Syahrial blickte zum Mond hoch. Das triumphierende Lächeln im Gesicht seines Vaters und dem des Datuaks spiegelten sich im Mond wieder.
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(1) Datuak: ist ein Traditionstitel im Stamm der Minang bzw. Minangkabau. Der Titel wird gewöhnlich an ehrbare Männer vergeben.
(2) Sutan: männlicher Adelstitel im Volksstamm der Minangkabau.
(3) Die Minangkabau sind eine Ethnie auf der indonesischen Insel Sumatra und bilden mit über drei Millionen Angehörigen die größte noch existierende matrilineare und matrilokale Kultur weltweit. Die Minangkabau verstehen sich zum größten Teil als orthodoxe Muslime, folgen aber zugleich in unterschiedlichem Maß ihrem Gewohnheitsrecht; sie praktizieren also eine patrilinear ausgerichtete Religion in einer matrilinearen Gesellschaft. So werden zum Teil noch heute die Reisfelder an die Töchter vererbt und Minangkabau-Frauen haben vor allem im privaten Leben eine starke Autorität.
(4) Isya: islamisches Gebet, dass ab 19:00 Uhr gehalten wird.
(5) Adhān: Der arabische Begriff Adhān bezeichnet den islamischen Gebetsruf.
(6) Uda: Bezeichnung für den älteren Bruder in der Volkssprache der Minang.
(7) Khitbat: Zeremonie zum Heiratsantrag.
(8) Alhamdulillah: ist die arabische Formel für „Lob sei Gott“.
 

Uda Agus wurde 1980 in Payakumbuh, auf West Sumatra, geboren. Er ist ein aufstrebender Autor von Kurzgeschichten und Prosatexten. Nachdem er dem Schriftstellerverband Forum Lingkar Pena Ende 2000 beigetreten ist, erschien seine erste Veröffentlichung 2001in der Juli-Ausgabe des Annida-Magazins. Seine Arbeit ist seit dem in verschiedenen nationalen Zeitungen und Zeitschriften erschienen.