Data2Life.Life2Data.
Fotoausstellung

Transparenz des Haushaltsplans eines Dorfes, um mit Hilfe des Dorf-Informationssystems (SID) öffentliche Verantwortung zu fördern

Foto: Dwi Rahmanto 8 Bilder Die Einführung des Dorf-Informationssystems über das Internet. Dlingo ist das erste Dorf mit einer öffentlichen Rechenschaftspflicht in Indonesien. Im Jahr 2016 wurde Dlingo bei der Bantul Expo (11.08.2016) ausgezeichnet und gewann so noch mehr an Ansehen; das Dorf erhielt ausserdem von der Behörde für telematsche Daten in Bantul einen Preis im Bereich Informationssystem für das Dorf mit dem besten Informationssystem-Management im Bezirk Bantul. | Foto: Dwi Rahmanto
Dwi Rahmanto
IVAA (Indonesian Visual Art Archive)


Im Jahr 2012 wurde Bahrun Wardoyo Dorfvorsteher in Dlingo. Anfang 2013 wurde auf seine Initiative Sandigita gegründet, eine Gruppe junger Menschen, die sich mit IT-Fragen beschäftigt.  Das Dorf Dlingo ist ein kulturelles Dorf – ein Dorf, in dem traditionelle Wertvorstellungen, Kunst, Handwerk und Architektur noch Realität der Menschen sind und zu ihrem alltäglichen gehören. Das Dorf und die lokale Regierung bemühen sich darum, die Verteilung der Gelder in diesem Bereich zu fördern. Das Dorf stellt hierfür 95 Millionen Rupiah zur Verfügung.

Im November 2014 nahm Dlingo an dem SID-Training im Bezirk Bantul teil, welches ein Teil des lokalen Regierungsprogramms war. Das SID wurde im Dezember 2014 durch ein Gemeinschaftsradio mit dem Namen Sandigita FM ergänzt, welches über die Frequenz 107.7 MHz empfangen werden kann. Darüber hinaus wurde die Webseite http://dlingo-bantul. desa.id eingerichtet.

Durch die Bemühungen des SID können – über das Radio und die Webseite – Informationen an die Einwohner schneller vermittelt werden. Das Dorf hat auch ein freies wifi Netzwerk eingerichtet, so dass die Aktivitäten der Bewohner „lebendiger“ werden.

Suwandi, ein Sate (asiatischer Fleisch Spieße)-Verkäufer, sagt dass er inzwischen darin geschult ist, ein Handy zu benutzen, und es ihm leicht fällt, das Dorf-Informationssystem und das Internet zu gebrauchen. Er schlägt vor, dass – um die Transparenz für das Haushaltsbudget des Dorfes weiterhin voranzutreiben – auch Plakate und Schilder an strategisch günstigen Plätzen im Dorf aufgestellt werden sollen.
 
IVAA (das Indonesian Visual Art Archive) wurde im April 2007 als gemeinnützige Organisation gegründet. Sie ging aus der Stiftung Yayasan Seni Cemeti (1995-2007) hervor.  

Das IVAA arbeitet im Bereich Archivierung und ermöglicht Recherchen im Internet und seine Räumlichkeiten in Yogyakarta. Das IVAA setzt die Idee eines alternativen Raums, der die Dynamik der zeitgenössischen Kunst nach der Reformation auffängt, fort.

Basierend auf der Notwendigkeit für eine Infrastruktur im Bereich Kunst auβerhalb von Regierungsinstitutionen und akademischen Kreisen, sucht das IVAA Wege, um die Kommunikation zwischen den Künstlern zu fördern.

IVAA glaubt dass Kunst, oder in diesem Fall Bildende Kunst, in der Lage ist, Einsicht in und Verständnis für Ereignisse in unserem Umfeld zu fördern. Kritisches Denken und Erwartungen und Sehnsüchte der Menschen müssen festgehalten, untersucht und mitgeteilt werden.