Residenzprogramm Kuratorenresidenz-Programm 2017

Pinar Yoldas »An Ecosystem of Excess« (2014), exhibition view »Exo-Evolution«, 2015 © ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie/ Jonas Zilius

02.11-01.12.2017

OK.Video
Gudang Sarinah Ekosistem

in Zusammenarbeit mit OK. Video

Das Goethe-Institut bietet mit seinem jährlichen Stipendium Kulturschaffenden aus Deutschland die Möglichkeit vier Wochen im Ausland zu verbringen. Die Idee hinter diesem Residenzprogramm ist es einerseits ein Konzept für die Präsentation der Kunstszene des Gastlandes in Deutschland zu erstellen und andererseits einen Weg zu entwickeln, die deutsche Kunstszene in dem jeweiligen Land zu präsentieren. Außerdem ermöglicht es spezifische Projekte und Produktionen weiterzuentwickeln und zu realisieren sowie nachhaltige Kontakte mit Kulturinstitutionen und Kulturschaffenden zu vertiefen. Dies stärkt schließlich den interkulturellen Dialog zwischen den involvierten Parteien.
 
OK. Video – fungiert als Gastresidenz für die Kuratorin/den Kurator in Jakarta. Das Festival konzentriert sich auf die Entwicklung von Medientechnologie, die die Perspektive und das Verhalten der Menschen gegenüber ihrer Umgebung nachweislich beeinflusst. OK. Video ist Teil von Ruangrupa, einer Organisation für zeitgenössische Kunst in Jakarta. Ihre Projekte zielen darauf ab, künstlerische Ideen im urbanen Kontext und den kulturellen Bereich durch verschiedene Formate, wie Ausstellungen, Workshops etc. voranzutreiben.
 
Kunst im urbanen Raum und die Verbindung zwischen Kunst und Technologie stehen auch im Mittelpunkt der verschiedenen von Sabiha Keyif (*1985) kuratierten Ausstellungen, die das Stipendium 2017 erhalten hat. 2012 schloss Sabiha ihr Studium an der Hochschule der Bildenden Künste in Braunschweig ab. Nach ihren ersten Arbeitserfahrungen in unterschiedlichen Kunstgalerien und Museen machte sie ein zweijähriges Volontariat am ZKM (Zentrum für Kunst und Medien) in Karlsruhe. In diesem Zusammenhang war Sabiha in die Ausstellung „global aCtIVISm“ (2013) involviert, die Objekte und verschiedene Formen der Dokumentation von globalem Aktivismus präsentiert. Kürzlich kuratierte sie für das ZKM die Ausstellungen „Exo-Evolution“ (2015) und „Hybrid Layers“ (2017). Während erstere die künstlerische Anwendung neuer Technologien zeigt und einen Ausblick in die Zukunft gibt, erkundet letztere die verschiedenen Aspekte der sogenannten „global condition“; das Digitale wird zum Apriori, das die kulturelle und konzeptionelle Dimension der Kunstwerke eröffnet.

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